Die Stunde der Wahrheit

Liebes Fräulein von Puschel,
ich wende mich heute mit einer Beobachtung an Sie, die Ihrem wachen Blick sicher nicht entgangen sein dürfte. Ich bringe sie jetzt trotzdem explizit zu Ihrer Aufmerksamkeit. Es scheint einen Trend zu geben, sich Spiele nur noch eine Stunde anzusehen, diese Erfahrung einerseits minutiös zu dokumentieren, sich andererseits eine Reflektion über das Gespielte zu ersparen und statt dessen die Bewertung dann in Form eines „Ja“ und „Würde ich vielleicht weiterspielen(aber eigentlich fehlt mir dazu die Zeit)“ oder „Nein“ und „Für die Tonne“ zusammenzufassen. Ich finde das irgendwie bedenklich, weiss aber nicht genau warum. Ich bin mir sicher, Sie haben zu diesem Sachverhalt auch eine Meinung und können meine unklare Besorgnis aus dem Weg räumen.
Ihre
K.Urz aus M. in B.

Liebe Leserin, geschätzte Bedenkenträgerin,
Ihre Befürchtungen sind für den Laien auf den ersten Blick nur zu verständlich. Diese Vorgehensweise ist aber nur eine logische Fortsetzung der bisher üblichen Tätigkeit eines Videospielerezensenten. Wir spielen die Titel ja nicht wirklich selbst, sondern schauen uns nur die Videos des Publishers an, sofern wir rechtzeitig zum Pressetermin vor Ort waren und auch noch den Kampf um die besten Canapés am Buffet gewonnen haben(haben wir verloren, kopieren wir die Notizen unserer Kollegen). In diesen Videos werden die Höhepunkte des Spiels für uns praktischerweise zusammengefasst. Das angeblich so unabhängige und objektive Lumpenproletariat der Blogosphäre macht es nicht viel anders und schaut sich dann die gleichen Videos in verstümmelter Form in standard-definition bei Gametrailers an. Entschuldigen Sie bitte diese Abschweifung, jeder Gedanke an diese Leute ist Verschwendung. Die von Ihnen angesprochene Stunde ist hingegen ein wahrer Gewinn. Sie mit dem tatsächlichen Spielen eines Titels zu verbringen, ist in Wirklichkeit also ein echter Fortschritt gegenüber der Videozusammenfassung. Wir versuchen auf diese Weise der angestrebten, 100-prozentigen Emulation unserer Leser immer näher zu kommen (LOL und ROFL kommen uns noch schwer über die Lippen, aber wir arbeiten zusammen mit einer engagierten Logopädin an der korrekten Aussprache). Wir empfinden zumindest eine Stunde exakt so, wie der Käufer des Spiels. Naja, so gut wie. Wir kaufen das Spiel natürlich nicht, sondern bekommen es als Rezensionsmuster vom Distributor gestellt und verkaufen es dann zusammen mit Promotionmerchandise zu Fantasiepreisen bei EBay stellen es dann in unsere Bibliothek für spätere, vergleichende Analysen. Der auf dem Käufer lastende Druck, das Spiel schon allein aufgrund seines Anschaffungspreises zu würdigen, wird durch das Gegenrechnen unseres Stundensatzes ersetzt. Dies ist auch die Grundlage, der auf den ersten Blick etwas seltsamen Prüfungsdauer von 60 Minuten. Wir könnten natürlich auch den ersten Level oder die erste Welt durchspielen, den ersten Bildschirmtod oder das erste LevelUp abwarten. Das wäre aber unehrlich gegenüber jenen Entwicklern, deren Spiele nicht mit einem 25 minütigen Cinematic der Spitzenklasse beginnen, sondern direkt ins Spiel einsteigen. Solche Spiele würden wir dann ja nur für 10 Minuten spielen, das wäre wirklich unfair. Die verlangte Exposition der inzwischen stets epischen Handlung braucht eine ebenso epische Anlaufzeit mit faszinierenden Videos, die wir dann zudem, ganz Web 1.0, problemlos als Bilderstrecke präsentieren können. Unsere jahrelange Publisherpromovideoanschauerfahrung kommt auch bei diesen eingebetteten Filmen voll zum Tragen und der Leser kann sich da ganz auf unser Urteil verlassen.
Gut, ich habe aus anderen Leserbriefen erfahren, dass man seinen Helden in Persona 4 nach drei Stunden Spielzeit tatsächlich frei durch das kleine Städtchen steuern darf. Das zeichnete sich nach einer Stunde nicht wirklich ab. Aber nach drei Stunden. Haben diese Leute nichts besseres mit ihrer Zeit zu tun? Wer will schon so lange warten? Ich gebe gerne zu, dass es auch in diesem Bioshock-Spiel des Jahres eine Wendung nach der 60. Minute gegeben haben soll und World of Goo seine Welten erst spät gänzlich in ein heimeliges Grün taucht, aber das sind Nichtigkeiten, die an der grundsätzlichen Gültigkeit unserer Urteile nichts ändern. Wer uns philosophisch tiefschürfende Wahrheiten mitteilen will, kann das doch wohl auch in der ersten Stunde tun. Wir versuchen übrigens diese Art der Rezension auch auf andere kritikwürdige Gebiete kreativen Schaffens oder allgemein auf Produkte der Unterhaltungskultur zu übertragen. Aktuelle Spiele sollen laut den Angaben ihrer Entwickler ja eine Spielzeit zwischen 8 bis 20 Stunden aufweisen. Eine Stunde entspricht damit 12.5% bzw. 5% der normalen Spieldauer. Mit den ersten 11 Minuten 15 Sekunden eines Fussballspiels sollte der Sieger eigentlich feststehen, verlässt man zu diesem Zeitpunkt das Stadion, entgeht man auch dem Stau. Ein 5% Tatort schlägt nur noch mit 4 Minuten und dreissig Sekunden zu Buche, der Tote sollte zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon tot sein und man hat das Wesentliche gesehen. Für den mittäglichen Plausch in der Werkskantine reicht das völlig aus. Aber warum hier stehen bleiben? Die halbe Vorsuppe könnte über das 5-Gänge Menü entscheiden, den neuen BMW könnte man ausgiebig testen, indem man ihn einmal auf Tempo 25 bringt… die Möglichkeiten sind schier endlos. Ein Executive Summary für Alles, denn wenn für Entscheider jeglicher Sachverhalt auf einer Seite zusammengefasst werden kann, warum nicht auch für den Konsumenten? Schliesslich verdanken wir diesen wohlinformierten Entscheidern ja unseren gegenwärtigen Wohlstand, der Verzicht auf den Ballast an Details kann also nicht schlecht sein.
Ich höre die Kritiker natürlich schon lauthals rufen: Sollen Spiele dann in Zukunft in den ersten 60 Minuten einen Grossteil ihres Pulvers verschiessen? Sollen immer aufwendigere Cinematics ohne Bezug zum eigentlichen Spiel die Augen des Betrachters mit Zuckerstaub verkleben? Andere werfen mir meine Erfahrung vor, meine prägende Erfahrung mit Arcade-Spielen, die sich angeblich schon nach 5 Minuten wiederholt haben. Diesen Menschen kann ich nur entgegnen, Donkey Kong wurde zunehmend schwieriger, bei Frogger fuhren mehr Autos auf der Strasse und die Zahl der Asteroiden nahm stetig zu. Dennoch bot eine Stunde auch damals schon ein knapp bemessenes, aber ausreichendes Fenster in das Geschehen eines Videospiels. Aber auch Jahrzehnte später bewährt sich diese Analysetechnik: Grand Theft Auto IV, man fährt in der ersten Stunde mit einem Auto und redet mit seinem Cousin. Das macht man im ganzen Spiel. In Killzone 2 schiesst man am Anfang herum. Das macht man auch in der Mitte des Spiels. Bei Little Big Planet hüpft man herum. Das macht man bis zum Schluss. Bei World of Warcraft sammelt man in der ersten Stunde nach der Erschaffung seines Charakters Wolfsohren. Das macht man auch 3 Jahre später mit 250 Tagen Spielzeit immer noch. Die Frage sollte damit wirklich erschöpfend, abschließend und endgültig geklärt sein.
Geschätzte Frau Urz, eine Stunde ist wirklich völlig ausreichend. Wir Rezensenten sind weder faul, noch sind wir auf billige Lacher aus. Wir nehmen Ihre Zeit ebenso wichtig wie die unsrige. Vertrauen Sie uns, wir wissen was wir tun.
Mit freundlichen Grüssen verbleibe ich
Ihr zeitloses Frl. von Puschel


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15 Kommentare

  1. Pjotr. - 12.05.2009 17:02

    Vorwort zu meinen Post:
    Irgendwie wieder alles etwas ungeordnet, aber mein Kopf ist heute etwas neben der Spur.
    Versucht euch durchzukämpfen und zu verstehen, was ich meine…oder auch nicht… ;)

    Post:
    Weiß nicht, ob ich das so ganz verstanden habe, aber ich ertappe mich auch immer dabei, Spiele nur anzuspielen und nie fertig zu bekommen. Ein Glück, dass mein Bruder dauernd neue Spiele kauft (und im Gegensatz zu mir auch durchspielt). Ich schau die mir dann eine Zeit lang an, vor allem die Spielmechanik. Die kann so viel Spaß machen wie sie will, aber irgendwie wiederholt sich eben alles immer sofort. Ob ich jetzt gegen einen Feuerdämon den Eiszauber auswählen muss oder gegen den Erddämon den Feuerzauber, das Prinzip bleibt (für mich) das gleiche. Immer und immer wieder über 20 Stunden. Legitimiert wird das Ganze dann durch eine Story, aber die ist in den meisten Fällen eher komisch.
    Mir fehlt einfach beiden meisten Spielen die Motivation, weiter zu machen, weil ich eben das Gefühl habe, alles schon gesehen zu haben (auch wenn dem vielleicht nicht so ist). Und wenn ich dann an der Stange gehalten werden soll, weil in der 15. Stunde eine neue Spielmechanik / Waffe / was auch immer eingeführt wird und in der 25. noch einmal, kratzt mich dann auch nicht weiter. Vor allem, weil man in diesen Stunden dazwischen, so ziemlich jedes Problem mit der gerade gewonnenen Fähigkeit löst, so dass man diese Mechanik auch schon wieder totlangweilig werden lässt.
    Komisch aber auch, dass auf meinem iPod Solitär schon ungefähr 120mal gespielt wurde, Halo 3 im Splitscreen mit Kollegen des Öfteren zelebriert wird und dass ich die Castlevania-Teile (vor allem auf GBA und DS) mit sehr viel Spaß durchgespielt habe, obwohl das ja eigentlich Paradebeispiele für repetetives Gameplay sind.
    Aber ich merke wie ich mich mit meinem ehemals tollsten Hobby, dem Videospielen, nicht mehr richtig identifizieren kann. Ob das jetzt an mir oder an den Spielen liegt, weiß ich nicht. Jedenfalls haben sie für mich nicht mehr die gleiche Anziehungskraft wie „früher“.
    Den Vergleich zu den Filmen finde ich aber sehr unpassend gewählt. Natürlich gibt es genug beschissene Filme, die man nach 20min. getrost ausschalten kann, aber mit Filmen verschwendet man weitaus weniger Zeit, also kann man sich auch mal etwas Mittelmäßiges antun und überhaupt ist man beim Filmeschauen passiv, man guckt sowieso nur zu. Beim Videospielen greift man aber ein und das Hauptaugenmerk liegt auch beim Eingreifen in die Spielwelt. Es kann also viel schneller langweilig werden, wenn die Formen des Eingreifens schlecht umgesetzt und / oder immer die selben sind.
    Überhaupt finde ich es schlimm, wenn Spiele versuchen Filme zu imitieren (auch wenn das leider immer öfter der Fall ist), weil dadurch das Gameplay und die Story getrennt behandelt werden, was das Gameplay, also das, was das eigentliche Spiel ausmacht, meistens stiefmütterlich behandelt wird. Spiele sind Spiele und sollen es bleiben und Filme sind Filme und sollen es bleiben. Deshalb sollte man das meiner Meinung nach nicht über einen Kamm scheren.

  2. Puschel - 13.05.2009 14:20

    … Spiele nur anzuspielen und nie fertig zu bekommen.

    Länger als genau eine Stunde?

    Komisch aber auch, dass auf meinem iPod Solitär schon ungefähr 120mal gespielt wurde…

    Komisch aber auch, dass es sogar Leute geben soll, die sich jedes Wochenende treffen, in kurze Hosen steigen, um dann für 90 Minuten eine luftgefüllte Schweinsblase mit den Füssen zu treten. Denen wird scheinbar auch nicht langweilig. Es gibt sogar Leute, die eine weite Anreise auf sich nehmen, um sich diese Treterei vor Ort anzusehen. Angeblich soll das auch „Fernsehunterhaltung“ sein, bei der man dann, mit Bier in der Hand, vor der Glotze sitzt. Als nächstes sagt ihr mir, man kann im Fernsehen auch Leuten beim Wohnen zusehen. So leichtgläubig bin ich dann doch nicht, aber Unterhaltung und stete Wiederholung scheinen sich ja nicht auszuschliessen.

    Den Vergleich zu den Filmen finde ich aber sehr unpassend gewählt.

    Hoppla, es gibt einen Vergleich mit Filmen? Den sehe ich nicht, aber ich bin nur der Autor, mein Blick ist zwangsläufig etwas eingeengt. Ich glaube beispielsweise, es geht in dem Artikel um die Fähigkeit, ein aktuelles Spiel in sechzig Minuten eingehend beurteilen zu können. Das vergleiche ich mit der Fähigkeit, einen Spielfilm nach den ersten zehn Minuten zu beurteilen. Ich kann mir eine Stammtischmeinung bilden, das Kino verlassen, den Fernsehkanal wechseln oder einschlafen. Ich werde dann aber keine öffentliche Anseh-/Kaufempfehlung abgeben, besonders nicht, wenn ich mich sonst als Filmkritiker bezeichne. Ich hätte einfach Angst, meine Glaubwürdigkeit könnte darunter leiden, weil die Annahme dann ja nicht fern liegt, dass ich mir immer auf diese Weise eine Meinung bilde.

  3. Dotterbart - 13.05.2009 18:35

    Hi Puschel

    Gibt es tatsächlich so viele 1h Rezensionen von SPielen ? Ich persönlich kenne sowas nur von Golem.de und die testen dann später nochmal „richtig“ nach. Aber ich bin ehrlich gesagt auch nicht sooo sehr bewandert, was Spieletests angeht. ( Komisch das ich dann trotzdem auf dieser Seite gelandet bin, oder ??;)

    Anyway, ich denke man kann von Reviews halten was man will, aber ich bin mal trotz deines Artikels so blauäugig zu glauben, daß die meinsten dann doch länger als 60 mins bei der Sache bleiben. ( Wenn es nicht gerade der Bagger Simulator ist )

    Ehrlich gesagt hab ich mir früher oft vorgestellt wie toll es sein muß, Computerspielerezensent zu sein. Heute denke ich eher, das es bei einem Magazin mit lieferpflicht ein ganz schöner Sch…job ist – da muß man auch mal Mitleid haben mit den armen fuzzis, die an den PC gefesselt sind und ständig irgendwelche Aliens plätten müssen.

  4. Puschel - 13.05.2009 20:38

    Gibt es tatsächlich so viele 1h Rezensionen von Spielen?

    Nein, natürlich nicht. Das bilde ich mir nur ein. Die Golem.de-Reviews kannte ich aber beispielsweise nicht. Alle respektablen Rezensenten werden das ihnen anvertraute Spiel stets bis zum Ende durchspielen, sich in allen Schwierigkeitsgraden versuchen, 75 Prozent der Achievements erreichen und sich bis auf einen mittleren Rang im Multiplayer vorarbeiten. Sie lassen sich nicht durch Publisher-PR blenden und spielen den Titel völlig unvoreingenommen. Sie vergleichen den Titel weder mit Genrekollegen noch mit möglichen Vorgängern oder Titeln aus dem gleichen Entwickler-Studio. Sie gehen auch regelmässig zum Blutspenden, unterstützen afrikanische Hungerwaisen und arbeiten aktiv am Weltfrieden.

    Ausserhalb meiner Phantasiewelt gibt es aber doch genug Leute, die das für eine gute Idee halten:
    http://www.pushingplay.com/2008/09/13/hour-play-why-an-hour-is-enough/
    http://firsthour.net/first-hour-review

    Kyle Orland und seine games for lunch. Die Kolumne ist gut gemacht, man kann ihm auf die Minute genau folgen und am Ende seiner Stunde kann ich das Urteil meist nachvollziehen. Ich muss ihm aber auch nicht beim Spielen zusehen.

    UltraNeko und Sadie’s Gaming Infection (Disclaimer: ich fühle mich ihr seit SGI 52 – Malice besonders verbunden, man beachte die Haare). Das ist das andere Ende des Spektrums. Anderen Leuten beim Videospielen zusehen ist ja schon eine seltsame Sache an sich, aber hier haben wir wenigstens eine extrovierte junge Dame, die aus ihrem Amateur-Status keinen Hehl macht.

    Und dann haben wir „Lenhardt & Langer – Die Stunde der Kritiker“ bei JörgSpielt und Lenhardt lästert. Die beiden sind altgediente Profis, da erwarte ich einfach mehr als ein Nachsprechen der Audiospur, gespielten Dialog mit der Audiospur, spieltechnische Fragen, die ins Nichts gestellt werden und unbeantwortet bleiben, technische Raffinessen auf Urlaubsvideoniveau. All das kann ich auch haben, wenn ich mir einen Spiegel neben den Monitor stelle.

    Bei den „games for lunch“ habe ich nachvollziehbaren Spielfluss, bei „Sadie’s Gaming Infection“ rückhaltlosen Enthusiasmus, bei „Die Stunde der Kritiker“ eine Einschätzung, die vermutlich mehr vom morgendlichen Brotaufstrich als vom Spiel abhängt. Die erste Spielstunde kann Grundlage für gut gemachte Kolumnen sein, aber nicht auf dem aktuellen Niveau von „Die Stunde der Kritiker“. Man sehe sich beispielsweise ein Gametrailers Pop-Block an. Ich wäre der erste Zuschauer, der sich eine Kritiker-Stunde auf diesem Niveau anschaut.

  5. MK - 14.05.2009 13:12

    Eine Pauschalisierung finde ich schwer, es gibt da glaube ich keine eindeutiges pro/contra.

    Aus eigener Praxis kann ich nur sagen: Wenn es ein Spiel nicht schafft, mich länger als die angesprochene Stunde zu fesseln, fragt man sich schon warum man weitermachen soll. Da ist ein Urteil schnell getroffen und bei vielen generischen Games ist schnell klar „wohin der Hase hoppelt oder der Zombie kriecht“ – nämlich ins immer gleiche Muster.

    Da mag dann nach einer Stunde natürlich noch der große Twist kommen, aber er kommt einfach zu spät. Wenn die erste Stunde nicht fesselt, läuft was schief. Das selbe, wie schon angesprochen, gilt meiner Meinung nach für andere Medien ebenso: Wenn mich nach zwanzig Minuten ein Buch, Film oder ein sonstiges Unterhaltungsatefakt kalt läßt, schalte ich ab, leg ich das Buch weg und leg mich in die Sonne.

    Das ist keine Regel, aber durchaus ein Schutzmechanismus: Das Leben ist zu kurz für langweilig Spiele – auch für Kritiker. Wenn die erste Stunde schon dröge ist, mach ich nicht weiter, das gilt für den Rezensenten wie für den Käufer. Klar gibt es die „wow, nach zehn Stunden Spielzeit wird’s geil“ Spiele, aber wieviele sind das tatsächlich? Mir ist noch keines untergekommen.

    Ein langsames Build-Up ist ok, dass merkt man aber auch und ich würde sagen, dass die meisten Autoren/Rezensenten (zumindest die, über das Praktikumsstadium hinausgewachsen sind) mit einem relativ gesunden Erfahrungsschatz ausgestattet sind und daher beurteilen können, wie das Ganze weiterläuft.

    Ncoh zwei Dinge dazu: Es gibt in der Branche einen ziemliche Arbeitsdruck (bis morgen muss es online sein, sonst sind wir zu spät) und so fallen manche intensive Studien einfach im Tagesgeschäft unter den Tisch. Und: Selbst bekannte Literaturkritiker mit hoher Fistelstimme und eigenwilligem Sprachduktus haben nur selten ein Buch in der vollen Gänze gelesen, um ein Urteil darüber abzugeben. Sehen wir es als Diskussionsgrundlage.

  6. Pjotr. - 14.05.2009 14:27

    Länger als genau eine Stunde?
    Ich schaue natürlich nicht auf die Uhr. Aber das beläuft sich meistens so auf 1-3 mal das Spiel starten. Und so eine „Sitzung“ dauert ganz ungefähr 2 Stunden.
    Mirror’s Edge habe ich z.B. durchgespielt, obwohl ich es nicht sonderlich toll fand. Ich wusste, aber, dass ich das Ende sehen kann (was ja immer ein Stück weit Triumph bedeutet, also erstrebenswert ist), weil ich hörte, dass das Spiel eben nicht so lange dauert.
    Also wenn Spiele schon mittelmäßig bis schlecht sind, dann müssen sie wenigstens kurz sein ;) Das verkürzt das Leiden des Spielers

    aber Unterhaltung und stete Wiederholung scheinen sich ja nicht auszuschliessen.

    Warum stört es dann bei manchen Spielen und bei machen nicht? Das war ja eher die Frage, auf die ich aus war.

    (…)Das vergleiche ich mit der Fähigkeit, einen Spielfilm nach den ersten zehn Minuten zu beurteilen.
    Das ist aber meiner Meinung nach nicht wirklich möglich, weil vor allem der Anfang bei Filmen sich oftmals Zeit lässt, oder man die erste Stunde überhaupt nichts rafft, am Ende aber die große „Auflösung“ kommt.
    Diese Phänomene kommen bei Spielen aber sehr selten vor. Weder im Bezug auf Story noch auf Gameplay.
    Dafür sind Spiele noch viel zu eindimensional aufgebaut. Bei einem J-RPG tötet man die Monster auch nach Stunde 50 noch immer mit dem selben „Angriff“-Button. Man hat zwar einen tollen Charakter als am Anfang und überhaupt, aber das Prinzip bleibt das Gleiche. Das sieht man ja schon an den tausenden Genre-Bezeichnungen, die es bei Spielen gibt: Stealth-Shooter, Jump n Run…usw. Da weiß man genau, was man zu erwarten hat.
    Und Storytechnisch sind die Spiele meistens auf dem Niveau von Hollywood-Testosteron-Action-Kram. Solche Filme kann man zwar oft nach 10min. beurteilen, jedoch gibt es im Medium Film eine weitaus größere Palette an Erzähltechniken usw.
    Diese wären bei Spielen zwar auch möglich, aber davon ist die Branche leider noch sehr weit entfernt (was nicht sehr verwunderlich ist. Das Actionzeugs und die vorhersehbaren Liebeskomödien bringen Hollywood ja leider auch das meiste Geld in die Kassen…)

  7. Puschel - 14.05.2009 15:02

    @MK: „2001: Odyssee im Weltraum“ nervt mich nach einer Stunde, ich verlasse das Kino und schreibe eine Kritik über grunzende Affen, unpassende Musik und langweiliges Plastikspielzeug, das vor einem schwarzen Hintergrund abgefilmt wird. Wäre das okay?
    Die angesprochenen Literaturkritiker haben es ohnehin etwas einfacher, sie können seit Jahrhunderten vor und zurück blättern. Der Musikkritiker kann das mit seinen neuesten Scheiben im CD-Player natürlich auch. Der professionelle Spielekritiker wird vermutlich auf Savefiles oder Debug-Versionen zurückgreifen, die ihn schnell an entscheidende Stellen bringen können.

    Wenn mich nach zwanzig Minuten ein Buch, Film oder ein sonstiges Unterhaltungsatefakt kalt läßt, schalte ich ab, leg ich das Buch weg und leg mich in die Sonne.

    Ich kenne aber seltsamerweise keine Kolumnen der Art „Elke Heidenreich liest die ersten 50 Seiten“, „Rolling Stone Magazine hört sich das erste Lied an“ oder „Cinema guckt bis zu ersten Explosion“. Sollte für diese Kritiker nicht auch das gleiche Argument gelten? Oder machen das alle Kritiker in Wirklichkeit so und geben ihren Kolumnen nur nicht so dreiste Titel?

    Warum dann überhaupt irgend etwas machen, das länger als eine Stunde dauert? Ich stimme ja zu, in 60 Minuten hat man sicherlich 90 Prozent von der Essenz des Spieles erfahren. Warum jetzt noch einmal 9 bis 19 Stunden für die restlichen 10 Prozent aufwenden? Warum dann aber überhaupt noch „ausführlich“ kritisieren? Warum nicht einfach nur „Halo: Gut(man ballert)“, „Saints Row: Schlecht(man ballert)“, „Pure: Für Fans(man fährt im Kreis)“ schreiben?

    @Pjotr.:

    Warum stört es dann bei manchen Spielen und bei machen nicht? Das war ja eher die Frage, auf die ich aus war.

    Wüsste ich darauf die Antwort, wäre ich hochbezahlter Spielentwicklungsberater oder angesehener Psychologe.

    … oder man die erste Stunde überhaupt nichts rafft, am Ende aber die große „Auflösung“ kommt.

    Sherlock Holmes ermittelt nicht jedes Mal den Täter, der Hauptdarsteller im Blockbuster bekommt am Ende sein Mädchen einmal nicht? Offensichtlich sehen wir nicht die gleichen Filme. Ich finde die Handlung meistens sehr durchsichtig, was aber sicherlich an meiner Filmauswahl liegt.

  8. MK - 14.05.2009 15:24

    @Puschel:
    „2001: Odyssee im Weltraum“ nervt mich nach einer Stunde, ich verlasse das Kino und schreibe eine Kritik über grunzende Affen, unpassende Musik und langweiliges Plastikspielzeug, das vor einem schwarzen Hintergrund abgefilmt wird. Wäre das okay?
    Sagen wir mal so: Es wäre natürlich in erste Linie entlarvend für den „Kritiker“. Und wie gesagt: Nicht pauschalisieren. Es ist von Fall zu Fall verschieden. Um damit ein Gegenbeispiel zu verbinden: Nach zehn Minuten Bad Boys brauche ich nicht den Schluss sehen. Echt nicht. 2001 fand ich direkt faszinierend, Bekannte fanden ihn sterbenslangweilig. Auch nach dem Ende. Da half auch die beste Philosophiediskussion nicht weiter. Wir können hier gerne eine Kunst vs Unterhaltung-Diskussion führen. ;-)

    Der professionelle Spielekritiker wird vermutlich auf Savefiles oder Debug-Versionen zurückgreifen, die ihn schnell an entscheidende Stellen bringen können.
    Wäre mir zumindest nicht bekannt.

    Ich kenne aber seltsamerweise keine Kolumnen der Art „Elke Heidenreich liest die ersten 50 Seiten“, „Rolling Stone Magazine hört sich das erste Lied an“ oder „Cinema guckt bis zu ersten Explosion“. Sollte für diese Kritiker nicht auch das gleiche Argument gelten? Oder machen das alle Kritiker in Wirklichkeit so und geben ihren Kolumnen nur nicht so dreiste Titel?
    Ich glaube du triffst da schon durchaus ungewollt ins Schwarze: Die Heidenreich wird nur einen Bruchteil der Bücher gelesen haben (der Löwenanteil wird wahrscheinlich von einer Redaktion erledigt) und im Rolling Stone landen „untypische“ Platten oft genug auf den hinteren Plätzen, weil keiner Bock hatte sich damit auseinander zu setzen (und weil keine Anzeige geschaltet wurde), während von der aktuellen The Killers die ersten Takte reichen um die übliche Lobeshymne zu verfassen.

    Warum dann überhaupt irgend etwas machen, das länger als eine Stunde dauert?
    Weil es eben immer noch genug Spiele gibt, die sich lohnen und die über die Stunde tragen. Wiederholung: Nicht pauschalisieren. Aber wenn ich Game X besprechen muss, das eine Stunde lang nur stupides Gehacke bietet, kann ich schon erahnen, dass die nächsten zehn Stunden nicht anders werden. Oder würdest du mir da wiedersprechen? Ich gebe zu: Das kann durchaus ins Auge gehen. Z.B. wenn nach Stunde drei ein Bug auftaucht und man in einer Kritik so tut, als wäre alles in bester Ordnung. Aber die Fälle sind verdammt selten. Und ich gebe dir recht: Im Indealfall sollten Spiele bis zum Ende gespielt werden. Aber zwing dich mal dazu, die überflüssigsten Filmumsetzungen der lezten zehn Jahre bis zum Ende zu spielen … das wäre keine Arbeit, sondern eine Bestrafung.

  9. Puschel - 14.05.2009 16:18

    Nach zehn Minuten Bad Boys brauche ich nicht den Schluss sehen.

    Dabei endet der Film doch mit einem epischen Schlussmonolog über die Sinnlosigkeit des Konsums, an dessen Ende sich Will Smiths Charakter desillusioniert in einen Vulkan wirft.

    … weil keiner Bock hatte sich damit auseinander zu setzen …

    Mir ging es eigentlich nicht so sehr um oberflächliche oder lustlose Kritik. Mir ging es um oberflächliche Kritik unter dem Deckmantel der objektiven Stunde. Ich kann in meiner Spielerfahrung vom Leder ziehen, flache Scherze einstreuen, kann mein Bauchgefühl 1:1 umsetzen und mir so eine ernsthafte Auseinandersetzung ersparen. Kritik an dieser Vorgehensweise kann ich mit „Ist ja nur ein Spass, eine richtige Besprechung sieht anders aus“ aus dem Weg gehen. Mein Endurteil ist letzlich aber mit einer unbegründeten Kauf/Boykottempfehlung gleichzusetzen.

    Aber zwing dich mal dazu, die überflüssigsten Filmumsetzungen der lezten zehn Jahre bis zum Ende zu spielen … das wäre keine Arbeit, sondern eine Bestrafung.

    Ja, ich stimme zu, aber unterscheidet das nicht den Profi vom Amateur? Ich verweise auf Ellie Gibsons tragischen Kampf gegen den Wii-Müll, beispielsweise beim Wii Christmas Roundup.

  10. spielereins - 14.05.2009 17:01

    Okay, bei vielen „Standard-Games“ wie den klassischen Shootern, Racern, RTS mag es wophl angehen, das man nach 60 Minuten das Grobe beurteilen kann, aber dazu muss man solche Sachen idr. eigentlich GARNICHT anspielen, nicht mal für 60 Minuten – es ist grundsätzlich immer gleich. Man schiesst, man fährt, man baut und greift irgendwas an.

    Aber:
    A) gibt es dennoch genügend Spiele, deren Tiefgang sich erst nach mehreren Stunden (Wochen, Monaten Tagen) offenbart.
    B) (und wichtiger) will ich ja als „Fan“ eines bestimmten Genres so GENAU WIE MÖGLICH wissen, wie sich ein Game im Detail von anderen Unterscheidet, und das ist halt ebenfalls nicht in einer Stunde ausgelotet. Also erwarte ich von einem „professionellen“ Kritiker tatsächlich, das er/sie/es bis zum Ende – und ggf noch darüber hinaus – gespielt hat um mir umfassend zu Berichten. Das ist schliesslich sein Job und dafür bezahle ich ja auch möglicherweise sogar Geld. Ob ihm sein Job dabei Spass macht ist mir scheissegal, ich geh ja auch zu McDonalds.

    Btw: wir veröffentlichen keine Kritiken sondern lediglich persönliche Meinungen (oder dummes Zeug – oder beides). Gelegentlich gewinnt man daraus vielleicht mehr wertvolle Informationen über ein Spiel gewinnt als durch die stereotypischen Reviews von „ernsthaften“ Quellen. Wir spielen halt weil wir es mögen – nicht weil wir es müssen. Macht ’ne Menge aus denke ich.

  11. MK - 14.05.2009 22:07

    @Puschel (PogoPuschel?) :
    Ich kann in meiner Spielerfahrung vom Leder ziehen, flache Scherze einstreuen, kann mein Bauchgefühl 1:1 umsetzen und mir so eine ernsthafte Auseinandersetzung ersparen.
    Ganz ehrlich lese ich lieber ein gut geschriebenes, unterhaltsames Review, als ein ellenlanges und oftmals langatmiges Dossier über Steuerungsmechanismen und Grafikfeatures oder -bugs. Das ist etwas, was der Game-Journalismus noch lernen muss (meiner Meinung nach). Lies mal eine Filmkritik (und wir reden nicht vom Filmdienst, isklar) im Feuilleton, das ist um einiges lockerer als das drei-Seite-Geschwaffel in Spielemagazinen. Liegt mir persönlich mehr. Das hat nichts mit Niveaulosigkeit zu tun, im Gegenteil. Die hohe Kunst der unterhaltsamen und intelligenten Kritik sollte auch jenseits der alten Spex-Mannschaft möglich sein.

    Ich verweise auf Ellie Gibsons tragischen Kampf gegen den Wii-Müll, beispielsweise beim Wii Christmas Roundup.
    Hm, schwieriges Thema, wir kommen da in ein gänzlich anderes Fahrwasser. Die wenigstens Redaktionen leisten sich heute gute und zudem fest angestellte Schreiber. Meist sind es eben Schreibhuren (aka Freie), die froh sind für einen sittenwidrigen Hungerlohn ein paar Zeilen Ruhm einkassieren zu dürfen. Da könnte man jetzt über mies bezahlende Magazine und unerfahrene Schreibknechte reden. Aber da sind wir schon d’accord: Wenn jemand wie Mrs Gibson ihren tatsächlichen Lebensunterhalt damit verdient, sollte mehr drine sein als die Stunde. Idealfall. Leider nicht Realität.

    @Spielereins:
    gibt es dennoch genügend Spiele, deren Tiefgang sich erst nach mehreren Stunden (Wochen, Monaten Tagen) offenbart.
    100% agreed. Die sind aber meist nach einer Stunde also solche erkennbar. Fallout 3 wird keiner nach einer Stunde reviewen.

    und wichtiger) will ich ja als „Fan“ eines bestimmten Genres so GENAU WIE MÖGLICH wissen, wie sich ein Game im Detail von anderen Unterscheidet, und das ist halt ebenfalls nicht in einer Stunde ausgelotet.

    Da bist du in der Minderzahl. Frag mal ein paar Magazinbetreiber wie lange die jeweiligen User sich die Text auf einer Site ansehen. Ein sehr sehr hoher Prozentsatz von Lesern kommt nicht mal über die ersten zehn Zeilen raus und springt direkt zum Fazit. Spiel gut oder schlecht? Mehr interessiert die Leser in den meisten Fällen garnicht.

    ich geh ja auch zu McDonalds.
    Imperialist!

    wir veröffentlichen keine Kritiken sondern lediglich persönliche Meinungen
    Wir reden hier ja auch nicht über Blogs, right? Sondern über Maga/Webzine-Journalismus, oder hab ich das falsch verstanden? Ein Blog eröffnet natürlich ganz andere Möglichkeiten. Würde nicht sagen, dass ein ist besser oder schlechter. Beides hat seine Kehrseiten und ganz spezifische Vorteile.

  12. Puschel - 15.05.2009 14:04

    Die hohe Kunst der unterhaltsamen und intelligenten Kritik sollte auch jenseits der alten Spex-Mannschaft möglich sein.

    Die hingen ja auch mit coolen Leuten herum und waren damit per definition auch cool. Wir hocken alleine in Muttis Keller und sitzen uns vor der Glotze den Hintern breit. Hab Geduld mit den Nerds.

    Aber selbst gut gemachte Artikel haben wohl wenig Einfluss, siehe I, Gamer oder Famous People Sell Games Better Than Game Reviewers(die Originalquelle wird zwar genannt, aber nicht verlinkt, vermutlich Pressemitteilung). Der Internet-Rezensent dürfte ähnlich viel Einfluss auf den Spielemarkt haben, wie ihn der train watcher auf den Zugfahrplan hat.

  13. MK - 15.05.2009 17:58

    Der Internet-Rezensent dürfte ähnlich viel Einfluss auf den Spielemarkt haben, wie ihn der train watcher auf den Zugfahrplan hat.

    Na ebendrum. Dann doch lieber eine schmissige Kritik die Unterhaltungswert hat, statt dem üblichen Geseier auf 90% der Games-Websiten. ZeroPunctuation, Edge & EG.net zeigen wie’s geht und auch EG.de hat gute Tendenzen. Die Nerds schaffen es so langsam bis zur Kellertreppe.

  14. ness - 16.05.2009 11:29

    Das Leben ist zu kurz für langweilig Spiele – auch für Kritiker.

    Naja, aber wenn sie dafür evtl. auch noch bezahlt werden, sollte man schon erwarten, dass sie das jeweilige Produkt ausgiebig gespielt/gelesen/gehört/gesehen haben.

    Also so wie man einen Film bis zu Ende gesehen, oder ein Buch durchgelesen haben soll, sollte man auch ein Spiel bei einer professionellen Herangehensweise meiner Meinung nach durchspielen.

  15. SpielerZwei - 29.08.2009 23:28

    Habe ich eigentlich schon erwähnt, wie cool ich diesen Artikel finde? Wollte nur sicher gehen, da ich gerade den neuen Veteranen-Podcast höre… ;)

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