ich heiß’ euch alle willkommen, ich liebe jeden, alles, was ich will – ist euer Leben

Es ist kurz nach sieben Uhr am Morgen des 27. Oktober, ein Sonntag, als der Handywecker unbamherzig auf sich aufmerksam macht. In steigender Lautstärke. Ich hatte etwas weniger als vier Stunden schlaf, mein körperlicher Zustand ist irgendwo zwischen Traum und halbtot. Immerhin ist noch Kaffee da. Drei gehäufte Esslöffel in den Filter, Wasser für zwei Tassen rein und wenig später erfüllt ein wohliger Geruch die WG-Küche. Mehr als genug Zeit für eine erste Tasse und eine Gauloises, die Uhr klettert schließlich zäh gegen die acht Uhr. Erst dann wird sie starten, die Dark Souls 2-Beta, der Grund meiner vorzeitigen Nachtruhebeendigung. Die Kippe schmeckt beschissen, ich merke, dass mein Körper den Rest des Tages jedwede Leistung verweigern wird, Nahrungsaufnahme ausgenommen. Warum tue ich mir das eigentlich an? Diese Frage stellt sich nicht mal. Ich habe einen Job – und der wird erledigt.

Ernüchterung um 8:02 Uhr: Es ist exakt die gleiche Beta wie noch vor wenigen Wochen, seinerzeit für zwei Stunden für einen Kreis ausgewählter Teilnehmer geöffnet. Das Bett könnte mich in diesem Moment wiederhaben, der Kaffee wirkt ohnehin nicht. Drauf geschissen. Vielleicht gibt’s ja noch was zu entdecken, das ich beim letzten Mal nicht gefunden habe, vielleicht lege ich noch einen der übrig gebliebenen Gegner, vor denen ich im ersten Versuch weggerannt bin. Dieser verdammte Erkundungsdrang auch. Was werde ich schon davon haben? Das ist doch eh nur eine Beta, es gibt noch nicht mal Trophäen.

Blutlachen wenige Meter nach dem Start in einer nahe gelegenen Höhle. Ha, da war einer zu schnell und hat wohl nicht bedacht, dass stockfinstere Höhlen garantiert irgendwo Fallen haben oder der Boden einfach aufhört oder sonstwas passiert, was einem das digitale Genick bricht. Das ist dem Masochisten im Dark Souls-Spieler ja wichtig, dass er möglichst krepiert und dann erzählen kann, wie fies das war. Abhilfe hängt übrigens direkt neben dem Höhleneingang – und damit haben wir auch schon eine Neuerung. Es gibt nun Fackeln! Lichtspender! Streng genommen konnte im Vorgänger schon ein ähnliches Item gefunden werden, aber wir wollen mal nicht so sein. Der Preis für das Leuchtmittel in der linken Hand ist schließlich nur, dass der Griffel nun kein Schild mehr halten kann. Dann wird halt ohne gekämpft, Dodgerolls beherrscht der Typ, den ich ausgewählt hab, sowieso. Denn seine Traglast ist unter 50 Prozent dessen, was er insgesamt schleppen kann – und dafür gibt’s einen Bewegungs-Bonus. Soweit, so bekannt.

Ach, bekannt! Dark Souls 2 ist diesbezüglich ja sowieso so ein Reizthema. Da vermeide ich sonst alles, was nach Fortsetzung im Jahrestakt stinkt und brülle “Innovation her!”, während ich bei genau diesem Spiel gar keine Entwicklung völlig in Ordnung fände. Ich Pseudomoralist. Ehe ich mir weitere Gedanken über diesen unschönen Wesenszug machen kann, ist die Höhle zu Ende, ich wieder im Freien, der Schild angelegt und eine Kirche in Sicht. Darin ist es selbstverständlich ebenso finster und weil das nicht reicht, beschießt mich von irgendwoher noch so ein Vogel mit Pfeilen. Was ist das? Die Fenster sind mit Brettern beschlagen, die irgendwie verdächtig nach “Hau mich kaputt!” aussehen. Danke, Videospiel, dass du mir über Leuchten und Glitzern immer deutlicher als deutlich klarmachen musst, dass hier was getan werden soll. Wir wär’s, wenn du mich das ohne Blingbling-Zaunpfahlwinkerei rausfinden lassen würdest? Aber gut. Zerkloppt und schon kommt Licht in die Angelegenheit – hey, noch ein Novum! Gegenüber steht der Typ mit dem Bogen und siehe da, es führt auch eine Treppe nach unten und auf der anderen Seite wieder hoch. Heißt: ich kann zu ihm gelangen und ihn plätten! Wunderbar. Das war mir beim ersten Mal übrigens nicht aufgefallen. Hat sich das Wachbleiben also direkt gelohnt. Erkundungsfetisch-Belohnschema voll angesprungen.

Dark Souls 2 Beta

Den Rest kenne ich schon: In der Nähe ist das erste Bonfire und ich finde, das ist viel zu Nahe am Levelanfang. Soll das hier ein Spaziergang für Ex-Farmville-Zocker werden, die auch mal das Game zocken wollen, von dem ihre voll truen Coregamer-Kumpel immer prollen? Der Eindruck verstärkt sich durch den Umstand, dass es nun “Lifegems” gibt. Das sind Quasi-Heiltränke, die nach Einnahme wenige Sekunden lang die Lebensleiste wieder auffüllen, nicht auf einen Schlag, sondern ansteigend. Man kann die Dinger im Gegensatz zum “richtigen” Heiltrank, der weiterhin aus dem Estus-Flakon kommt, sogar während dem Gehen trinken. Ein kleines Detail, möchte man sagen, aber eines, das dem Dark Souls-Zocker auffällt. Der ist schließlich oft genug verreckt, weil ihn ein Gegner ausgerechnet in dem Moment umgemacht hat, als sich die Futterluke um die Heiltrank-Pulle schloss. Und nun kann man beim heilen laufen! Skandal. Casualisierung! Verrat!

Lassen wir die Kirche mal im Dorf, denn auch Dark Souls 2 ist immer noch auf hinterlistigste Art fies. Aber man kann’s ja besser machen, lernen und diversen unangenehmen Subjekten ausweichen lernen. Oder sie kalt machen. Etwa den “Verfickten Sichelmann”, wie wir einen neuen Gegner liebevoll getauft haben. Der Typ ist fett, groß und trotz seiner Körpermasse verdammt agil. Was vergessen? Ach ja, die Sicheln, genau. Drum ja der Name. Nicht eine trägt er, sondern gleich zwei. Damit beherrscht er diverse Angriffe, vor allem aber ist er gegen die bewährte Dark Souls-Taktik namens “Ich umlaufe dich und stech dich dann von hinten ab” scheinbar immun. Es hilft nur der mannhafte Kampf direkt von vorne, einstecken, wegducken und notfalls wegrennen inklusive. Nein, das ist kein Spaß. Prima, jetzt lieben wir uns wieder, Dark Souls 2!

Denn Spaß machen soll es ja nicht durchgehend, sondern eben auch fordern. Das macht das Erfolgsmoment größer und dafür liebt man die Serie ja. Wer bietet das sonst schon? Call of Duty auf Veteran? Spaziergang. In Dead or Alive: Xtreme 2 alle Bikinis freispielen? Benötigt nicht mal zwei Rollen Klopapier. Nein, nein, das soll schwer sein, schwer werden, das ist die einzige Anforderung an das Sequel, die das Gros der Spielerschaft haben wird.

Dark Souls trägt dem gleich mehrfach Rechnung: Es bestraft den unvorsichtig Voranstürmenden ebenso wie den von Hybris Getriebenen, der meint, es mit vier in schwere Rüstung gehüllten Gestalten auf einmal aufnehmen zu können. Oder auch nur den friedlich dahinschlendernden Spieler, der verdammt noch mal nicht mehr will, als eine dämliche Brücke überqueren. Da muss natürlich eine Lücke zwischen den Planken sein und die muss ich natürlich herunterfallen um zu lernen, dass selbst so etwas simples wie eine Brücke, hinter der noch nicht mal ausgewachsene Paranoiker etwas Böses vermuten, eine ausgemachte Falle sein kann. Ist ja gut, Dark Souls 2, ich hab es nun kapiert.

Dark Souls 2 Beta

Nach erfolgreicher Überquerung Brücke im Drittversuch (weiter vorne war nochmal ein Loch. Durch das ich natürlich ebenfalls gerasselt bin. Leck mich doch!) wartet ein Bossfight. Insofern man den roten Gegner davor umgehen kann. Rot, weil er eine besonders starke Version eines Standard-Feindes ist. Es geht eben immer noch ein wenig was. Ich beschließe, den Typen links liegen zu lassen, die Eiche juckt sich schließlich nicht am Schwein, das sich an ihr kratzt. Durch den Nebel, Boss-Gesundheitsleiste am unteren Bildschirmrand, Panik. Wohin ausweichen, wo ist hier der Safe-Point, der kleine Vorsprung, wo mich der Boss nicht erreichen kann? Vor allem: wo ist überhaupt der Boss? Ah, da, links. Kommt auf mich zugerast. In einem Streitwagen, der von zwei untoten Skelett-Pferden gezogen wird. Ich äh, bin dann mal tot.

Wachsen mit den Herausforderungen: Der Boss ist ein Kinderspiel. Ich bin nur draufgegangen, weil ich in die falsche Richtung weggerannt bin – und da natürlich ein Loch im Boden war. Dark Souls 2, du bodenlose Frechheit. Das nächste Mal klappt’s und die Taktik sei hier nicht verraten. Auch nicht jene, mit der ich den zweiten Boss, den man in der Beta antreffen kann, gelegt habe. Im Erstversuch, versteht sich. Stolzgeschwellte Heldenbrust und es ist noch nicht mal halb zehn.

Kritik? Durchaus! Mittlerweile besitze ich rund 50 Lifegems. Wann soll ich die denn alle schlürfen, wo ich doch so ein tougher Motherfucker bin, der das hier auch einhändig durchziehen könnte? Das muss reduziert werden. Rohes Gameplay to the max! Dafür gefällt mir die neue Gesundheitsleiste, die mit jedem Tod einen kleinen Prozentsatz an Länge verliert, bis sie nur noch bei der Hälfte angekommen ist. Abhilfe schafft nur das Lebendigmachen. Und dann können andere Spieler in die Welt eindringen. Es ist also der altbekannte Teufelskreis, mit einem kleinen Kniff noch diabolischer gestaltet. Prima! Das wird PvP zockende Schweine wie mich erfreuen, die hinter Ecken auf ahnungslose Opfer lauern, die den schmalen Felsweg entlangkommen und mit einem beherzten Tritt in den Abgrund gekickt werden können. Was mir übrigens auch passiert ist. Und das von KI-Gegnern. Ihr mich auch.

Last but not least: Das Inventar sieht doof aus, ist unübersichtlich und mit viel zu vielen bunten Icons (keines davon in Kornblumenblau) gespickt. WoW-isierung, shame on you. Das ist aber nur die Beta und es besteht Hoffnung auf Besserung in der finalen Version, die im März 2014 dann ansteht. In der dann auch nicht mit einem bereits auf Level 40 befindlichen Helden gestartet wird. Da hat es From Software den Testern schon angenehm gemacht. Ansonsten im Westen genau so viel Neues, dass der treue Serienanhänger nicht abgeschreckt wird und dabei immer noch so viel Besinnung auf die Kerntugenden, dass man von beinahe versucht wäre, von einem “More of the same”-Sequel zu reden. Es sind die kleinen Neuerungen, die Dark Souls 2 interessant werden lassen. Und die dafür gesorgt haben, dass Kaffee Nummer zwei still und leise kalt wurde. Ich war schließlich mit draufgehen und fluchen beschäftigt.


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28 Kommentare

  1. Pingback: random:notes

  2. Volker - 03.11.2013 09:58

    Polynoir!

  3. johnchrono - 04.11.2013 09:14

    Na toll. Wenn ihr so weiter macht, hol ich mir den ersten Teil bald wirklich noch. :) Ps.: Sehr schönes Zitat als Headline.

  4. Volker - 04.11.2013 09:15

    mach das! der erste ist es immer noch mehr als wert. und – wenn du eine ps3 hast – natürlich demon’s souls :) 10.000 geschrottete gamepads können nicht irren!

  5. Greulich Mansmann - 07.11.2013 13:07

    Schöner Bericht,wirklich.
    Du scheinst Talent zum Schreiben zu haben
    Schade, dass du ansonsten offensichtlich ein dummer Faschist bist .

    Onkelz… das geht ja mal GAR NICHT.
    Wissen die anderen Polynesen von deiner Gesinnung?
    Finden die das soweit OK?

  6. Volker - 07.11.2013 13:14

    Interessant, was du so alles weißt. Ich würde Dir nahelegen, Dich mit deinem Wissen einfach wieder dorthin zu trollen, wo du hergekrochen bist, denn ich hab nun weder Lust, auf Beleidigungen wie Faschist einzugehen oder dir zu erklären, warum ich weder dumm, noch die Onkelz braun sind. Wer mit ner Tonalität wie du hier aufkreuzt, darf nichts erwarten außer einem (un)freundlichen: *wink*

  7. Greulich Mansmann - 07.11.2013 13:30

    (Sehr) frei Zitiert aus dem Song „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten
    „Zwischen Störkraft und den Onkelz steht ’ne Dark Souls DVD.“

    :-)

  8. Zwerg-im-Bikini - 07.11.2013 13:50

    Hätte ich erkannt, dass der Titel ein Zitat der Onkelz ist, hätte ich tatsächlich ein mulmiges Gefühl bekommen – aber nachdem ich mich vor Jahren einmal und nie wieder mit der Geschichte der Band beschäftigt habe, habe ich für mich beschlossen, dass ich sie ignorieren möchte und deshalb erkenne ich ein Onkelz Zitat nicht einmal, wenn es mich in den Hintern beißt ;).

    Jemanden deshalb direkt als „dummer Faschist“ zu beschimpfen geht aber doch zu weit, und führt zu keiner vernünftigen Diskussion.

  9. Volker - 07.11.2013 13:56

    Ich hab jetzt echt keine Lust, hier (offensichtliche) Trolle zu füttern, insofern: Schaut das Teil an (http://www.youtube.com/watch?v=khcrYgYqr40), lest das hier durch (http://www.weidnerwatchblog.de/2012/09/28/stephan-weidner-unterstuetzt-schule-ohne-rassismus/) und damit basta. Die Onkelz waren sicher eine Proll-Band, deren Fans sich zu 90 Prozent aus eher einfach denkenden Menschen rekrutierten, aber Nazi-Scheiße lass ich mir hier nicht geben von Leuten, die weder mich, noch meine politische Gesinnung kennen, aber glauben, hier mit Beleidigungen einfallen zu müssen. That fucking simple. Und raus.

  10. Greulich Mansmann - 07.11.2013 14:05

    Ich muss Dich enttäuschen.
    Ich habe definitiv keinerlei Trollintentionen. Danke aber für die Unterstellung.
    Erkläre den Kritiker einfach zum Troll, das spart die die Auseinandersetzung.

    Ich habe jedoch -und das gebe ich zu- Bauchschmerzen, wenn kommentarlos ein Zitat von einer extrem (!) fragwürdigen Band durchgewunken wird.
    Ich habe einfach auf zu vielen AntiFa Demos dagegen protestiert .
    Sorry, Du magst kein blöder Faschist sein aber Dein Musikgeschmack ist definitiv schlechter als dein Schreibstil es vermuten ließe.

  11. Volker - 07.11.2013 14:09

    Schön, dann steig doch das nächste Mal mit Sätzen wie deinem letzten ein, dann nimmt man dir das Diskussionsangebot auch ab. Wie man in den Wald reinruft und so, ne?

    Auf ein „fragwürdig“ können wir uns meinetwegen einigen, ich brauch’s schließlich nicht, dass jeder deren Wandlung zu einer eindeutig antinationalistischen Band nachvollziehen kann. Aber Faschos? Sorry, da gehst du besser bei Frei.Wild und Co. schauen – da trifft’s die Richtigen.

    Übrigens: Vermutlich waren wir auf den gleichen Demos und haben dort gegen die gleichen braunen Arschlöcher Stellung bezogen. Das nur mal am Rande, auch wenn’s vermutlich mit deinem Weltbild inkompatibel ist.

  12. Greulich Mansmann - 07.11.2013 14:23

    Schön, dann übertitele deine Blogeinträge das nächste doch nicht mit Zitaten einer Band deren erster „HIT“ „Türken raus“ hieß, und diffamiere etwaige Kritiker als Trolle. Offen gestanden bin ich nach wie vor erschrocken darüber das derartiges hier passieren kann.
    Und noch offener gestanden WILL ich mich mit deinem Weltbild auch gar nicht näher beschäftigen nur um etwaige Kompatibilitäten zu finden.

    Gibt es bei Polyneux auch so etwas wie eine rudimentäre Endredaktion oder findet diese -wie jetzt- in den Kommentaren statt?

  13. Volker - 07.11.2013 14:34

    „Und noch offener gestanden WILL ich mich mit deinem Weltbild auch gar nicht näher beschäftigen.“ wunderbar. sorry, ich debattiere nicht mit menschen, die ein level an ignoranz und unwissen an den tag legen, dass sie nur noch graduell von braunem dreck unterscheidet (den gibt’s eben auch in rot). wir reden hier über spiele und gern auch über spiele und politik, aber diffamierungen wie deine verlierst du bitte beim nächsten antifa-stammtisch, wo ihr dann ganz doll gegen alles sein könnt und bei euren menschen abstempelnden hetzjagden nicht merkt, dass die methode die gleiche wie vor 75 jahren ist. diskussion hiermit beendet, echt kein bock auf den scheiß.

  14. Zwerg-im-Bikini - 07.11.2013 14:43

    Alle aus dem Team haben die Möglichkeit, vorher über die Beiträge zu lesen und das wird normalerweise auch genutzt. Wenn jemand ein Problem mit einer bestimmten Stelle hat, sagen wir das also rechtzeitig. Ich hatte bisher das Gefühl, dass wir immer vernünftig miteinander reden konnten. Aber letztendlich wird niemand Zeile für Zeile auseinandergenommen… ich denke mal da herrscht einfach ein gewisses Grundvertrauen vor, dass Polyneux nicht genutzt wird, um rechtsextreme Ansichten zu verbreiten. Man kennt sich ja ein bisschen ;).

    Ich vermute einfach mal, dass in diesem Fall tatsächlich niemand von uns das Zitat erkannt hat. Man möge mir widersprechen, wenn ich mich irre. Und deshalb konnte natürlich auch gar nicht erst die Frage aufkommen, ob das „zu fragwürdig“ als Überschrift ist oder nicht.

  15. Volker - 07.11.2013 14:47

    Als nächstes nehm ich dann Justin Bieber. Das wird richtig weh tun ;)

  16. SpielerZwei - 07.11.2013 14:48

    Um das mal klar zu sagen: Ich finde die Onkelz ebenfalls komplett scheiße. Aus den bereits genannten Gründen (fragwürdige Läuterungsgeschichte, Proll-Fans, etc.).
    Aber: Da ich weiß, dass Volker kein Nazi ist und meine persönliche Meinung zu der Band auch zum Teil durchaus subjektiver Natur ist (ich kann die Musik auch einfach nicht ab), gab es keinen Grund, das redaktionell weiter zu problematisieren. Wir haben bei Polyneux grundsätzlich keine „thematisch-idiologische Leitlinie“; sprich: Niemand pfuscht den Autoren inhaltlich rein. Natürlich innerhalb allgemein vertretbarer Grenzen, aber die sehe ich hier, wie schon erläutert, nicht überschritten.

    Eine Grundsatzdiskussion über die Onkelz ist erfahrungsgemäß so fruchtbar, wie z.B. über „Red Skins“: Jeder hat seine Meinung, aber das Thema ist objektiv nicht eindeutig zu klären.

  17. Volker - 07.11.2013 14:51

    Drum hab ich da auch weiter keine Lust auf Debatten. Das Thema ist nicht abschließend klärbar, da niemand von seiner Meinung (Hey, wer braucht Fakten, wenn er MEINUNG hat!) abrücken wird. Was politische Gesinnung betrifft: ich sende euch gern meinen SPD-Mitgliedsausweis zu, zwecks hartem Bewesi derber Streetcredibility fotografiert auf nem Slime-Konzert, wo ich neben dem Sänger der Broilers stehe ;)

  18. Greulich Mansmann - 07.11.2013 15:35

    Hallo.
    Schön, das meine Gedanken zumindest zu einem nachdenken geführt haben. Mehr kann ein einfacher Troll (sic!) wie ich ja gar nicht erwarten.

    @Volker (obwohl der das hier ja gar nicht mehr lesen wird). Sarazin hat (te?) wohl auch einen SPD Mitgliedsausweis, der beweist also erst mal gar nichts. Beweisen musst du auch nichts. „Dumm ist der, der dummes tut“ Forrest Gump. Und von allen passenden Zitaten die es als Themeneinstieg hätte geben können, hast du eben Onkelz gewählt. Das ist meines Erachtens, insbesondere unter Berücksichtigung deines vorgegebenen intellektuellen Backgroundes wahlweise ignorant, gleichgültig oder -eben- dumm.
    Dieser durch dein Handeln erzeigte Eindruck steht übrigens in starkem Kontrast zu deinen semantischen und didaktischen Fähigkeiten. Ich wünschte ich hätte diene Schreibe, wirklich.
    Desweiteren habe ich auch den Eindruck das du zwar sehr gut austeilen („nur noch graduell von braunem dreck unterscheidet „..) aber extrem schlecht einstecken kannst. Nur mein persönlicher Eindruck, den DU ja eh nicht liest, weil du mich ja geblacklisted hast ich weiß., ich weiß schon gut…

    @Zwerg-im-Bikini : KORREKT, der ein Eindruck ist leider extrem ambivalent.

    @christian: Du machst es dir hier viel zu einfach und eigentlich weißt du das auch, oder?

  19. Volker - 07.11.2013 15:38

    Hallo zurück.
    Ich nehm Dein Lob an und übrigens auch Deine Kritik. Wir haben uns nach einer ganz ordentlich heißen, internen Debatte nun geeinigt, hier weder Leute zu blacklisten, noch uns auf Endlosdebatten einzulassen (und das hier wird eine). Insofern: Du hast recht, ich hätte bei der Wahl der Headline beachten müssen, dass das Negativfeedback schaffen könnte. Rückblickend hätte ich ganz einfach eine andere genommen.
    Und das mit dem schlecht einstecken mag zutreffen, auch das nehm ich auf meine Kappe.
    Cheers,
    Volker

  20. Greulich Mansmann - 07.11.2013 15:39

    Na toll :-)
    Jetzt habt Ihr die Einträge Kommentare entfernt auf die ich mich beziehe und lasst mich mich wie einen verwirrten Zauselkopf aussehen.

    Danke! :-)

  21. SpielerZwei - 07.11.2013 15:43

    Zur Erklärung:
    Es ist hier gerade innerhalb weniger Minuten mit einigen Leuten durchgegangen. Der Herr Greulich wurde wieder „entblacklistet“, weil hier grundsätzlich niemand gesperrt oder gelöscht wird (Ausnahme: Spam). Desweiteren habe ich die letzten vier Kommentare der Polynesen mit ihrem Einverständnis entfernt, weil sie übereilt und der Diskussion wenig förderlich waren.

  22. Greulich Mansmann - 07.11.2013 15:54

    Sorry aber jetzt muss ich doch nochmal einhaken und voll investigativ nachfragen: :

    ich wurde also nur aus „prinzipiellen Erwägungen“ heraus de-blacklistet und nicht etwa, weil
    meine Kritik -ein stück weit- von euch als durchaus berechtigt anerkannt worden ist?
    Interpretiere ich das so richtig ?

    DAS wäre allerdings traurig.

    nebenbei vorsichtig gefragt:: Wäre es nicht eigentlich ein leichtes den Artikel jetzt noch einfach umzubenennen und so sämtlicher Kritik den Boden zu entziehen?

  23. Volker - 07.11.2013 16:05

    Hallo abermals,
    Deine Kritik wurde von mancher der Poly-Autoren als berechtigt anerkannt. Ich habe sie als (zunächst) beleidigend empfunden („dummer Fascho“). Wir haben uns außerdem konsensuell entschieden, keinerlei Veränderungen an der Headline vorzunehmen. Dann wären nämlich a) die Kommentare drunter Schwachsinn und b) wir wieder mit Löschen von Kommentaren dran. Was wir auch nicht wollen.
    Insofern: Wir haben uns nun genug gefetzt.
    Cheers,
    V.

  24. SpielerZwei - 07.11.2013 16:05

    @Greulich: Wie gesagt, ich finde die Onkelz auch scheiße, aber sehe hier keinen Grund, mich auf eine Antifa-Diskussion über diese Band einzulassen, weil das nirgendwohin führt. Wenn Du mit uns über den Inhalt des Artikels diskutieren möchtest, sind unsere Ohren selbstverständlich weit offen… ;-)

  25. Doreen - 07.11.2013 16:30

    Ich habe irgendwann, irgendwo mal davon gehört, dass die Böhsen Onkelz so einen gespaltenen Ruf haben. Ich persönlich kenne tatsächlich keinen einzigen Song von denen, dass kann man mir nun glauben oder nicht. Was ich für eine politische Einstellung vertrete, sage ich vielleicht einer Handvoll Menschen aus meinem näheren Umfeld, dass wissen auch die Polyneux-Kollegen nicht, man kennt sich ein bisschen, aber nicht gut genug. Meine Erfahrung ist auch, dass es selbst enge Freundschaften zerstören kann, wenn man sich gegenseitig aufs Brot schmiert, wo man seine Kreuze auf dem Wahlzettel gesetzt hat. Bei dem Thema sind viele sehr empfindlich und jeder meint auch immer gern, es viel besser zu wissen als der lahme Rest. Von daher behalte ich das auch lieber für mich. Ich diskutiere darüber privat recht gerne, aber halt nicht mit jedem.

    Ich kann aber versichern, dass Polyneux kein Blog ist, das rechtsextremes Gedankengut verbreitetet, jedenfalls nicht mit Absicht. Wir können natürlich jetzt fleissig drauf los wettern, ob die Band nun rechte Tendenzen hat oder nicht, oder uns einfach drauf einigen, dass Volker einen grottigen Musikgeschmack hat, haha.

    Grundsätzlich finde ich Deine Kritik gut Mansmann, es kann nicht falsch sein, sich gegen Rechts auszusprechen. Die Frage ist aber halt, wie so oft im Internet, wie man es tut. Gleich mit „dummer Faschist“ zu kommen ist jetzt auch keine so rumreiche Tugend. Von daher: We need to talk about Dark Souls 2-Beta.

  26. Greulich Mansmann - 07.11.2013 16:31

    @Spielerzwei: Was kann ich zum Inhalt des Artikel schon sagen, ich würde NIEMALS Dark Souls spielen, das überlasse ich den frustresistenten Coregamern.
    Für sowas fehlt mir die Geduld und/oder die Hand Augen Koordination. Ich spiele gerade zb stanley parabel, bei dem ich übrigens schon sehnsüchtig auch einen Poly Artikel warte. echt jetzt.

    Wird es einen geben?

    Wer wird ihr schreiben? Etwa wieder Der Fascho? :-)

  27. Volker - 07.11.2013 17:10

    Nee ;) der hat als nächstes einen „Call of Duty“-Verriss offen. Und „WRC 14“ auch noch. Ansonsten spiele ich gerade dank dem Beitrag hier viel zu viel „Pikmin 3“ und überlege, dazu noch was zu schreiben, denn das ist in sich eigentlich auch ganz schön politisch brisant (Ausbeuter kommen auf fremden Planeten, unterjochen Arbeitskräfte für ihre Zwecke, beuten aus und hauen wieder ab, dazu Versatzstücke aus der Rassenlehre (einzelfarbige Pikmin haben spezielle Attribute), das gäbe nen schönen Rant). Nur leider fällt mir keine Headline ein. Ich bin übrigens der schlechteste Headlinetexter der Welt. Ernsthaft.

  28. Kashmir - 08.11.2013 02:57

    NJOA…blöde Headline (hab’s selbst nicht bemerkt), steiler Erfahrungsbericht über Dark Souls 2, doofer Kommentarstrang…dafür bekomme ich jetzt einen Artikel über Retro-Spiele umsonst! =P

    PS: Die von den Linken haben damals gute Sitze bei der NSDAP bekommen, think about it! Wir sind alle nur Menschen ;)

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