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Once Upon a Time in New Austin

Was passiert, wenn sich eines der einflussreichsten Entwicklerstudios der neueren Videospielgeschichte einem Thema annimmt, welches seit vielen Jahren nur noch ein Nischendasein in der popkulturellen Welt fristet? Rockstar Games, Macher der kontrovers diskutierten und viel verkauften Grand Theft Auto-Reihe, wussten das wohl selbst nicht so recht. Anders sind die lange Entwicklungszeit und die Meuterei innerhalb des Teams nicht zu erklären. Lange Zeit wussten auch die Spieler nicht, was dieses Westernspiel „Red Dead Redemption“ eigentlich werden sollte. Dann tauchten immer mehr Bilder und Videos auf und die Marketingabteilung von Take2 blies zu einem Großangriff. Über Nacht wurde aus dem vernebelten Nachfolger des wenig erfolgreichen Red Dead Revolver, ein ernstzunehmendes Westernepos, das sich anschickte, seine mit modernen Pferdestärken besetzten Brüder im Geiste zu überflügeln. Nach vielen Stunden im Sattel können wir vorab schonmal eines sagen: an „Red Dead Redemption“ werden sich alle zukünftigen Sandbox-Spiele messen lassen müssen. Warum und wieso verraten die Polyneux-Cowboys und -girls auf den folgenden Zeilen:

altDaniel: Der größte Pluspunkt für „Red Dead Redemption“ ist sein Setting. Der Wilde Westen ist eine Umgebung, an der sich wir Videospieler noch nicht satt gesehen haben. Wir kennen zwar diese staubigen Ebenen und die kargen Berge aus alten Filmklassikern, aber in Pixel- und Polygonwelten hat der Western kaum stattgefunden. Dank der aus GTA4 bekannten Grafikengine, die für die großen weiten Prärieflächen um einiges aufgebohrt wurde, entfaltet sich vor dem Reiter eine lebendige Landschaft, in der er ein kleiner Teil ist. In welchem Spiel kann man in den blutroten Sonnenuntergang reiten, während im Hintergrund ein Zug mit Dampflokomotive heran eilt und eine dunkle Wolke in den Himmel spuckt? Wo erklingen sanfte kurze Musiknoten wie aus einem Ennio Morricone Soundtrack, während ein Rudel Wölfe hinter einem Rudel Hirsche her jagt und wir gerade langsam auf dem Pferd durch einen kniehohen Fluss waten? Wo wundert man sich nicht, wenn plötzlich aus dem Unterholz ein Grizzlybär auf einen zustürmt und das eigene Reittier dahinrafft, nur um nach drei Revolverschüssen in den Schädel ausgenommen und als Bettvorleger benutzt zu werden? Wo ruft ein einsamer Mann mitten im Nirgendwo nach Hilfe und versucht nach freundlicher Annäherung plötzlich euer Pferd zu stehlen? Wo wird ein Streit nicht mit langem Geschwätz, sondern einer Kugel im Kopf des anderen beendet? Nur im dreckigen und wunderschönen Wilden Westen.

altRockstar Games haben ihr bestes Open-World-Spiel bisher abgeliefert. In jedem GTA stand die moderne Welt mit ihren zivilisatorischen Zwängen einem authentischen und spaßigen Spielerlebnis im Weg. Wer wollte schon in Nebenmissionen als Taxifahrer oder Pizzabote arbeiten? Das möchte man im echten Leben schon ungern, aber im Videospiel, wo ich aus dem Alltag entfliehen will, erst recht nicht. Aber im Wilden Westen auf Tierjagd gehen? Pflanzen sammeln? Gangster mit dem Lasso einsammeln? Schätze suchen? Wilde Pferde bändigen? Hell yeah!

Ja, die Storymissionen spielen sich so wie alle GTAs seit dem dritten Teil. Fahre/reite irgendwo hin und erschieß alle roten Punkte auf dem Radar. Diese Formel hat sich nicht verändert, aber alle nervigen Nebeneffekte wurden entfernt. Es gibt ausreichend Zwischenspeicherpunkte, reitet man mit jemandem zusammen kann man ihm per Knopfdruck folgen und häufig können lange Wege sogar einfach ganz übersprungen werden. Ist man allein unterwegs und möchte zum nächsten Startpunkt einer Mission, schlägt man einfach ein Lager auf und reist per fast-travel dort hin. Quasi ein Instant-Taxi in der Steppe.

Aber auch wenn man die langen Wege selbst zurücklegen möchte, kommt es nicht zu langweiligen Durchhängern. Lässt man sich einfach ein wenig in der Welt treiben, so stolpert man zufällig über Ereignisse, an denen man teilhaben kann oder auch nicht. Ein Gefangenentransport hatte einen Unfall und die Verbrecher sind abgehauen: mit dem Lasso einfangen, erschießen, weiterreiten? Am nächsten Baum soll jemand aufgeknüpft werden: Seil zerschießen, Gangster erschießen, weiterreiten? Eine Frau wird von einem Mann belästigt: verprügeln, töten, weiterlaufen? Ein Jäger fordert euch zum Wettstreit auf: Vögelwettschießen mitmachen, den Kerl erledigen und seine Sachen einsacken, weiterreiten? Selten wirkte eine so riesige Welt so lebendig und selten kam man sich als Spieler als ein Teil davon vor und wurde so elegant und fließend von einem Spielelement ins nächste geleitet.

altDie Geschichte hat ihre Höhen und Tiefen. Anfang und Ende haben mir sehr gut gefallen, der Mittelteil in Mexiko aber sorgte für einiges Kopfschütteln. Unser Held John Marston soll seine alten Gangsterkollegen erledigen, damit er Sohn und Ehefrau aus den Fängen der Regierung zurückerhält. Marston hat eine dunkle Vergangenheit, präsentiert sich aber als geläutertes Raubein, das nun nur Gutes will. Trotzdem lässt er sich mit allerlei Gesindel ein und erledigt viele fragwürdige Aufträge für konkurrierende Parteien. Leider übertreibt es Rockstar hier mit überzeichneten Figuren und präsentiert einen Unsymphaten nach dem anderen. Zum Glück scheuen sie sich aber am Ende nicht, einen wirklich passenden Abschluss zu inszenieren und dem hoffnungsvollen aber häufig tragischen Unterton des gesamten Spiels gerecht zu werden. Videospiele haben ja häufig Probleme mit einem angemessenen Finale, aber hier wurde es wirklich perfekt gelöst.

Ist „Red Dead Redemption“ jetzt das perfekte Spiel? Sicher nicht. Viele der einzelnen Spielelemente haben ihre kleinen Macken und können allein betrachtet nicht mit Konkurrenzprodukten mithalten. Die Schießereien sehen dank der Euphoria-Physik brutal realistisch aus, aber Deckungs- und Schussmechanik könnten auch aus einem drei Jahre älteren Titel stammen. Außerdem hat die große Spielwelt hier und da mit Bugs zu kämpfen. Einmal ließ sich mein Lasso nicht mehr von einem Gegner lösen und ich konnte es wie ein Gummiband zwei Meilen weit ziehen. Ein anderes Mal durfte ich die Deckung nicht mehr verlassen und musste die gesamte Konsole neustarten. Auch von der teils überkomplexen Steuerung kann und will sich Rockstar anscheinend nicht trennen. Mich haben diese kleinen Probleme jedoch nicht sehr gestört und ich bleibe mit einem euphorisch-positiven Gefühl zurück.

„Red Dead Redemption“ ist mein bisheriges Spiel des Jahres und mein Open-World-Game der bisherigen Videospielkarriere. Es ist das rundere und bessere GTA und bezogen auf die große Welt und das vergleichbare Spielgefühl, das flüssigere Fallout und geschliffenere Gothic.

altDoreen: Ich habe Red Dead Redemption ab dem Moment geliebt, als mir vor dem ersten Saloon ein Betrunkener lallend entgegen torkelte. Das war so ziemlich am Anfang, kurz nachdem John Marston aus dem Zug gestiegen ist und wir unsere ersten Schritte gemeinsam gegangen sind. Das Schöne an diesem Spielerlebnis war, dass ich dem Titel zwar schon sehr lange entgegenfieberte, meine Erwartungshaltung jedoch erstaunlich gering war. Nicht nur, weil ich den Vorgänger Read Dead Revolver ziemlich bescheiden fand, sondern ich habe mich dieses Mal jeglichen Screenshots, Trailern und etlichen Previews bis zum Release entzogen und bin quasi vollkommen nackig in diesen Western hinein gesprungen. Schön war das!

Was mir an unserem Helden sofort aufgefallen ist, dass mir sein Gang besonders gut gefallen hat. Überhaupt haben mir diesmal die Bewegungen der Figuren mehr zugesagt als in GTA4. In Cowboymanier nimmt John seinen Hut vom Kopf und wischt sich am Hemdärmel den Schweiß ab. Beim Grüßen nickt er cool mit der Hand am Hut den Personen zu oder kratzt sich mit den Cowboystiefeln am Bein. Beim Gehen und Laufen wird Staub aufgewirbelt, man sieht und fühlt die Hitze der Mittagssonne. Grafisch ist das Spiel wie zu erwarten eine Wucht.

altVor allem das Design der Landschaften hat mich umgehauen. Ob es die Provinz Amerikas war, die Wüste Mexikos oder der hohe Norden im Schnee. Selten zuvor habe ich in einem Videospiel so viel Leben vorgefunden. Überall sieht man Tiere, man hört die Krähen am Himmel und die Grillen im Gras. Ich habe noch nie zuvor einen Kojoten gehäutet oder einem niedlichen Singvogel eine Ladung Blei in den Schnabel platziert. Klingt alles vielleicht nicht sonderlich innovativ, ist es aber trotzdem, da Rockstar dafür gesorgt hat, dass der Spieler belohnt wird, wenn er jagt und sammelt. Und das läuft nicht nur auf ein einfaches Achievement hinaus. Ich wollte dieses eine bestimmte Outfit freispielen und irgendwann wollte ich dann alle freispielen. Und dann wollte ich plötzlich alles und ich habs mir geholt!

Ich habe mir mit dem Spiel eine Menge Zeit gelassen. Zwischen den Missionen habe ich gejagt, Schätze gesucht und Pflanzen gesammelt und ich bin ganz oft einfach nur mit meinem Gaul durch die Gegend geritten, hab den Sonnenuntergang betrachtet, den Regen auf mich prasseln lassen und mir dabei gedacht, wie cool das doch alles ist. Ich habe die Freiheit einfach genossen, das Spiel auf diese Art einfach zu pausieren. Klar war das bei GTA auch alles schon so, aber da stand ich bisher immer nur zwischen Beton. Und klar gabs da auch Minispiele wie Bowling, Dart und Billiard. Aber das ist doch langweilig, wenn ich bei „Red Dead Redemption“ fleissig beim Pokern bescheissen kann. Und ich sage euch, ich habe soviel Kohle damit gemacht, das ging gar nicht! Die Minispiele machen definitiv mehr her als in GTA, wobei das natürlich Geschmacksache ist, aber ich konnte Würfeln und Blackjack mehr abgewinnen.

Kleine Makel besitzt „Red Dead Redemption“ auch und die sind alle irgendwie typisch Rockstar. Gut, dass das Spiel mehr Bugs als gewöhnlich besitzt, schockierte mich anfangs doch etwas: Mir sind regelmäßig die Kutschen im Boden hängen geblieben oder ich konnte auf einer Frau reiten, was ja wenigstens noch lustig war. Tröstlich war es, dass die meisten Bugs immerhin durch einen Neustart zu beheben waren. Desweiteren gab es mal wieder eine ziemlich zähe Steuerung und es ist schon fast ein Frevel, dass uns Rockstar nicht mal ein Fadenkreuz spendiert hat. Was habe ich manchmal diesen fiesen, kleinen weißen Punkt zum Zielen gesucht. Das Deckungssystem fand ich ganz okay, aber wirklich zeitgemäß war Rockstar in der Hinsicht ja noch nie. Also alles in allem solide, aber ausbaufähig.

altZur Story muss ich noch sagen, dass ich sie dieses Mal noch etwas erwachsener fand als die ganzen bisherigen GTA-Teile. Unser Protagonist macht nicht den Eindruck, dass er gerne und viel redet, weshalb das Spiel auf mich vor allem zu Beginn etwas ruhiger wirkte. Zur Abwechslung sind die Damen des „ältesten Gewerbe der Welt“ dieses Mal auch nur Statisten, da John Marston eine treue Seele ist, obwohl es vor Angeboten nur so wimmelt. Das Zölibat passt zur gesamten Geschichte, alles andere wäre nur unglaubwürdig und unpassend gewesen. Natürlich treffen wir im Laufe der Geschichte wieder einige sehr schräge und fragwürdige Figuren, die einen, wie von Rockstar gewohnt, mit ihren wunderbar zynischen Dialogen zum Lachen bringen. Dennoch wird es auch immer wieder emotional und tiefgründig. Trotz vieler bedienter Klischees, hat mich das Finale bewegen und auch überraschen können. Zu jeder Zeit passend war auch der zurückhaltende Soundtrack, welchen ich mir im nachhinein gleich besorgt habe.

Den Multiplayer habe ich alles in allem vielleicht zwei Stunden ausprobiert. Er konnte mich aber nicht weiter beeindrucken. Dadurch, dass man die anderen Spieler jederzeit auf dem Radar aufspüren kann, läuft es in den meisten Fällen auf Hinreiten und Abknallen hinaus. Nichts mit heimlich anpirschen oder gemein hinter einem Kaktus lauern und rumsnipern. Das Spiel lebt von seinem grandiosen Singleplayer und ich hoffe, dass die Leute von Rockstar San Diego nach einem intensiven Urlaub vielleicht noch einen kleinen aber feinen DLC zaubern.

Zum Schluss noch einen Dank an Stephan Lomp, der uns in der wunderschönen Headergrafik zeigt, wie sich unsere rücksichtlose Spielweise auf Einzelschicksale auswirken kann. Für mehr Grafiken, Bilder und Artworks von Lomp surft doch mal auf seiner Seite www.lomp.de oder bei flickr vorbei. Als kleines Goodie: Das Headerbild als Wallpaper für den Desktop (Auflösung 1900×1200).


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10 Kommentare

  1. Druzil - 15.06.2010 11:30

    Definitiv eines der geilsten Spiele der letzten Jahre. Und endlich mal ein Settin und ein Hauptcharakter in einem Rockstar Game, der auch mich anspricht.
    Ich persönlich mag vor allem die Gegenden in Mexico. Sehr markant und die kleinen Städtchen erinnern einfach nur an alle möglichen genialen Western Filme.

  2. Pascal - 15.06.2010 11:46

    Ich bin mit der Story noch nicht vollständig durch, aber ich finde sie dumm. Marston ist dumm. Der spricht aus unbekannten Gründen Fremde an, von denen er nicht wissen kann, ob sie wissen, wo seine alten Kumpels stecken und tötet nur aus der Hoffnung heraus, dass sie ihm helfen können, drölf Milliarden Leute, die zum Teil noch dazu Unschuldige sind um dann völlig unbegründet und unzusammenhängend eben doch irgendwen zu erschießen, den er erschießen wollten.

  3. Daniel - 15.06.2010 17:16

    @ Pascal:
    Ja, die Motivationen hinter Marstons Handels sind vor allen Dingen im Mittelteil, in Mexiko, am merkwürdigsten. Wie gesagt, ich mochte den Anfang mit Bonnie und dem Sheriff und das Ende, welches ich aus Spoilergründen nicht weiter beschreibe.

  4. Missingno. - 15.06.2010 17:21

    Irgendwie hört es sich ja an, als wäre es einfach ein GTA mit Blackjack und Nutten und das GTA hat man dann weggelassen. Bender wäre es recht.
    Persönlich denke ich, dass mich Fallout 3 weitaus mehr angesprochen hätte, wenn da nicht dieses doofe Ende wäre, das so überhaupt nicht zum weiteren Erkunden der Welt einlädt.

  5. Pascal - 15.06.2010 17:52

    @Missingno.: Das Ende von Fallout 3 kann man mit den (übrigens total guten) Addons lösen ;)

    @Daniel: Das Gefühl hatte ich schon zu Anfang. Ich weiß bis heute nicht, warum ich diesem Wundermittelverkäufer ständig geholfen habe, der hat mir doch effektiv rein gar nichts gebracht außer ein paar coolen Schießereien.

  6. Jingleball - 15.06.2010 18:32

    @Pascal: Hin und wieder habe ich auch überlegt, wer das ist und warum ich dem helfen muss etc. Nach längerem fabulieren muss ich aber sagen, das auch alle GTA Teile bisher so waren. Man erfüllt immer mal wieder Aufgaben für nicht storyrelevante Personen, einfach um Geld zu verdienen, Ansehen zu gewinnen oder neue Kontakte zu knüpfen. Das ist einfach eine typische Rockstar-Eigenart. Und in der Tat dient es auch der Unterhaltung und es ist zumeist amüsant.

    Dumm macht das die Story nicht für mich, da Marston ja mit der Zeit erfährt, wo er diese und jene Hinweise auf den Aufenthaltsort der ‚Bösewichter‘ bekomme könnte und diesen eben nachgeht. Hat sogar ein bißchen was von einem Roadmovie vielleicht oder Kill Bill. ;D

  7. Missingno. - 15.06.2010 18:43

    Die Addons helfen aber auch nicht, wenn man nach dem Hauptspiel-Ende gar keine „Lust“ mehr auf Addons hat. ;)

  8. HerrDominik - 15.06.2010 21:46

    @pascal dem Wundermitteltypen hilft man damit er einen mit seiner Kutsche(Tarnung) ins Fort bringt, vorher muss man die Kutsche noch panzern und mit ner Gatling bestücken. und da es ein raffgieriger Aasgeier is beutet er den John ein wenig aus, wie alle anderen halt auch.

  9. Daniel - 15.06.2010 22:09

    @Pascal:
    Die Sache mit dem Wundermittelheiler war ja noch halbwegs logisch. Marston brauchte Hilfe um in das Fort zu kommen und da hat er den ganzen schrägen Vögeln geholfen und die haben ihm die Kutsche und das MG geliefert. Aber die Mexikaner wussten ja wirklich nichts und er hat für sie einfach mal so auf gut Glück gearbeitet und das sie ihn verarschen wollen war dann auch bald klar.

  10. Frank - 15.06.2010 23:56

    Ehrlicherweise muss ich zugeben dass ich schon seit den ersten Bildern ziemlich gehypt war von dem Spiel. Nicht ohne Grund habe ich alle Eastwood- und einen großen Teil der sonstigen so called Spaghettiwestern im Regal stehen. Es stimmt schon dass die Story im mittleren Teil ein wenig nachlässt, dafür war das Ende aber eines der besten welches ich seit langem gesehen habe.

    ***** Spoiler *****

    Auch wenn es ziemlich das gleiche vor 40 Jahren schon in „The Wild Bunch“ gab, so ist dieses Ende doch eins der wenigen welches es bis heute geschafft hat in einem Videospiel bei mir echte Emotionen zu wecken. Als John die Scheunentür aufstiess dachte ich einfach nur noch „Oh Fuck, das wars“ nicht nur weil ich einer Übermacht an Space Invaders gegenüberstand sondern weil ich wirklich traurig war. Als dann auch noch das Grab von Abigail gezeigt wurde, war ich wirklich soweit Rache zunehmen. Als Jack habe ich nicht nur den Bureauagenten erschossen sondern auch seine Frau und seinen Bruder, weil es sein musste, weil ich einfach sauer war….großartig, warum nicht öfters mal den „Helden“ sterben lassen!!

    ***** Spoiler Ende *****

    Wie Ihr schon geschrieben habt, alles im Prinzip schon in GTA4 gesehen, nur hier ist es allein wegen dem Setting deutlich interessanter. Ich freue mich jetzt schon auf ein RDR2 oder evtl. Addons im Stile von GTA4 mit ein wenig gestraffter Story.

    Gruß
    Frank

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