Mall Of The Dead

Zweieinhalb Jahre nach der Xbox360-Version hat Capcom nun eine Wii-Portierung vom Zombie-Action-Adventure Dead Rising herausgebracht. Und erwartungsgemäß ging dies nicht ohne einige Konzessionen an die unbestreitbar schwächere Hardware der Nintendo-Konsole ab:

Die geringere Anzahl gleichzeitig dargestellter Untoter, der Wegfall des Foto-Features und natürlich die geringere Bildschirmauflösung sind neben kleineren Detailänderungen die auffälligsten Unterschiede zwischen Chop Till You Drop und seinem großen Bruder.

Jetzt könnte man natürlich schnell „Scheiße“ rufen und sich wieder zufrieden seiner 360 zuwenden, wenn da nicht ein kleiner Haken wäre: Nicht jeder Mensch auf diesem Planeten besitzt eine eigene 360. Ich zum Beispiel. Und für 360-lose Besitzer einer Wii ist es wenig relevant, ob Dead Rising: Chop Till You Drop nun besser oder schlechter ist, sondern ob es als Wii-Spiel überhaupt etwas taugt. Deshalb vergleiche ich es im Folgenden zwar immer wieder mit der Xbox-Version, bewerte es am Ende aber als eigenständiges Spiel.

Das Setting und die Story wurden 1 zu 1 von der 360 übernommen: Der Fotoreporter Frank West gerät auf der Suche nach einer exklusiven Story mitten in einen Zombie-Outbreak in der amerikanischen Kleinstadt Willamette. Zusammen mit anderen Überlebenden verschanzt er sich in der örtlichen Mall. Aber schon bald wimmelt es auch dort nur so von hungrigen Untoten, für die die wenigen Überlebenden nichts weiter als leckere Appetithäppchen sind. Und Franks Hubschrauber holt ihn erst in 72 Stunden wieder ab…

Das Beste und Faszinierendste an den Dead Rising-Spielen ist in meinen Augen natürlich, dass sie ganz offensichtlich eine Hommage an den Großartigsten aller Zombiefilme sind: George Romeros Dawn Of The Dead. Auch wenn die Story im weiteren Verlauf eigene Wege geht und mehr an die Resident Evil-Reihe erinnert als an den Horrorfilmklassiker von 1978, so bleibt das faszinierende Setting im Einkaufszentrum Romeros Meisterwerk weitestgehend treu. Man kann sich frei durch die große Mall bewegen und findet in den vielen Geschäften allerlei nützliche Dinge, um den umherschlurfenden Untoten endgültig zur letzten Ruhe zu verhelfen. Und wer jetzt nur an das Waffengeschäft oder die örtliche Burgerbraterei denkt, hat eindeutig zu wenig Fantasie, denn auch ein Besuch im Baumarkt, dem Sportgeschäft oder dem Spielwarenladen kann durchaus brauchbare Gegenstände für das Überleben unter Tausenden von Zombies zutage fördern. Ob man die wandelnden Leichen nun einfach mit dem Auto, Fahrrad, Skateboard, Einkaufswagen oder Rasenmäher umfährt, sie lieber mit Nahkampfwaffen, wie beispielsweise Golfschläger, Samuraischwert, Motorsäge oder Eisenstange, erledigt oder ihnen einfach Alltagsgegenstände wie Schaufensterpuppen, Parkbänke oder Fernseher um die Ohren haut; der Kreativität des Spielers sind kaum Grenzen gesetzt.

Allerdings hat man bei Capcom konsequent der besseren Zielmöglichkeit mit der WiiMote Rechnung getragen und den Fokus, im Vergleich zur 360, etwas mehr auf die zahlreichen Schusswaffen verschoben. Diese gab es auf der 360 natürlich auch schon, aber die chronische Munitionsknappheit zwang einen zum eher sparsamen Einsatz selbiger. Auf der Wii ist Munition dagegen kein Thema. Man findet reichlich davon und kann sich, so man will, fast ausschließlich auf den Gebrauch von Fernwaffen beschränken. Das geht gut von der Hand, ist aber nur der halbe Spaß…

Aber nicht nur das Waffen-Aiming ist gelungen. Die Steuerung der Wii-Version ist insgesamt eine sehr runde Sache geworden: Die Bewegungssensoren werden wenig, aber immer sinnvoll eingesetzt. So werden die Nahkampfwaffen beispielsweise entsprechend geschwungen oder Zombies, die einen gepackt haben, im wahrsten Sinne des Wortes abgeschüttelt. Einzig der gleichzeitige Einsatz von zwei Buttons (Z+A) zum Benutzen von Gegenständen ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Spieler der Wii-Edition von Resident Evil 4 werden sich steuerungstechnisch ohnehin sofort wie zu Hause fühlen, denn genau diese Engine wurde auch für DR:CTYD verwendet. Was auf der einen Seite zu einem klaren Pluspunkt bezüglich der Bedienung gegenüber der Xbox-Version führt, wird auf der anderen Seite aber auch zu einer Schwäche: Die Grafik ist nicht mehr so recht auf dem Stand der Zeit. Dass die Wii-Version in diesem Bereich ganz klare Abstriche gegenüber der Original-HD-Version würde machen müssen, war von Anfang an klar, aber durch den Einsatz der nicht mehr ganz frischen RE4-Engine ist DR:CTYD sogar im direkten Vergleich zu anderen Wii-Spielen grafisch lediglich Durchschnitt. Das Spiel ist keinesfalls potthässlich und die Optik trübt den Spielspaß auch in keinster Weise, aber man muss schon ganz klar sagen, dass die Wii-Hardware hier sicherlich mehr hergegeben hätte, wenn man nur gewollt hätte.

Andererseits kann ich die Befürchtungen, die Wii-Version werde zu wenig Zombies enthalten, nicht bestätigen. Es sind, hardwarebedingt, natürlich etwas weniger Zombies im Bild als auf der 360, aber den Spaß und die Spannung trübt dies nicht. In der Mall sind immer noch genug Untote unterwegs, um die langsamen Romero-Zombies nicht zu unbedrohlichen Witzfiguren verkommen zu lassen. Um Kennern des Originals eine ungefähre Vorstellung von der Anzahl der Zombies auf der Wii zu gegeben: Sowohl der übervölkerte Innenpark der Mall, als auch die Autofahrten durch die überfüllte Tiefgarage sind nach wie vor enthalten und kommen der 360-Version doch recht nahe! Außerdem hat man DR:CTYD eine bessere und aggressivere Zombie-KI und noch ein paar schwierigere Extra-Gegner spendiert, die es in der alten Version gar nicht gab, so dass sich der Spieler ganz sicher nicht über Langeweile oder einen zu geringen Schwierigkeitsgrad beschweren kann.

Neben den, meiner Meinung nach nicht gravierenden, Abstrichen bei der Grafik und der etwas stärkeren Fokussierung von Schusswaffen, gibt es aber tatsächlich zwei grundlegende Unterschiede im Gameplay:

Da wäre zunächst einmal das Foto-Feature. Protagonist Frank ist Fotojournalist und muss in der Original-Version dementsprechend auch fleißig Fotos schießen, um an zusätzliche Prestige-Punkte zu gelangen. Dieses Spielelement wurde auf der Wii ersatzlos gestrichen. Vermutlich weil die geschossenen Bilder die Speicherausstattung der Konsole überfordert hätten. Jetzt gibt es nicht wenige Leute, die meinen, dass das Spiel dann gar keinen Spaß mehr machen könne. Ich gebe gerne zu, dass das Fotografieren sicherlich ein tolles Spielelement des Originals war, aber wenn ich ehrlich bin: Ich habe es auf der Wii keinen Moment lang wirklich vermisst! Nur weil Frank zufällig als Reporter in die Geschehnisse in Willamette verwickelt wird, ist dies noch kein zwingender Grund, dass er seinen Überlebenskampf immer wieder für die Ausübung seines eigentlichen Berufs unterbricht. Wenn dies wirklich ein Kriterium wäre, dann hätten aber 99% aller Spiele ein dickes Problem! Immerhin haben vermutlich fast alle Action-Helden irgendeinen normalen Beruf in ihrer Backstory. Kratos können wir hier mal freundlich ausklammern, weil er tatsächlich gewissermaßen „beruflich“ ganze Herrscharen niedermetzelt, aber wen kratzt es denn wirklich aus Logikgründen, ob der Duke nun Fleischer, Apotheker, Kindergärtner oder Alien-Arschtreter gelernt hat, solange er Letzteres mit Bravour praktiziert?! Natürlich ist Franks Sensations-Story in diesem Fall sogar ein wichtiger Bestandteil der Geschichte des Spiels, aber es macht im Kontext trotzdem praktisch kaum einen Unterschied, ob man die Fotos nun eigenhändig schießt oder nicht.

Die zweite größere Gameplay-Änderung betrifft den Ablauf der 72 Stunden in der Mall. Auf der 360 lief das Ganze in Quasi-Echtzeit ab, was gerne dazu führte, dass man mal eine Verabredung oder eine optionale Mission verpasste, weil man bei all der Metzelei die Uhrzeit aus den Auge verloren hatte. Auf der Wii haben wir dagegen einen eher linearen Spielablauf. Die 72 Stunden werden schlicht an den Missionen der Hauptstory festgemacht. Erledigt man bestimmte storyrelevante Aufträge, so schreitet die Storyzeit voran. Bei den Nebenmissionen oder wenn man einfach nur in der Mall unterwegs ist, um Zombie-Sandkasten zu spielen, vergeht die Storyzeit hingegen nicht. Auch dass mag man jetzt vielleicht erst einmal doof finden, es nimmt dem Spiel aber in der Praxis eigentlich kaum etwas. Ich persönlich begrüße es sogar eher, dass sich die von der Xbox bekannten Frustmomente ob verpasster Gelegenheiten gar nicht erst ergeben können. Zum Wiederspielen lädt das Spiel auch ohne diese „Fuck! Verpasst!“-Spielmechanik ausreichend ein, da nach dem ersten Durchgang (etwa 10 Stunden Spielzeit) weitere Missionen, Waffen und Minispiele freigeschaltet werden (können).

Wie schon eingangs erwähnt, ist Dead Rising: Chop Till You Drop für Besitzer einer Xbox360 natürlich völlig witzlos. Aber darum geht es hier ja auch überhaupt nicht. Wer nichts Besseres zu tun hat, als sich über die offensichtlichen Schwächen bzw. Abstriche bei Portierungen auf andere Plattformen aufzuregen, die er selber nicht einmal besitzt, der sollte das nächste Mal beim Arzt unbedingt seine Fanboy-Werte checken lassen…

Wer unter Euch hingegen keine Xbox360, aber dafür eine Wii besitzt und darüber hinaus durchaus etwas mit Zombie-Metzeleien anfangen kann, der sollte unbedingt mal einen Blick auf die Wii-Version von Dead Rising werfen! Sie ist nämlich allen Unkenrufen zum Trotz ein wirklich ordentliches Spiel geworden, das trotz leichter, hauptsächlich grafischer, Abstriche nicht annähernd so schlecht geworden ist, wie die meisten Leute, und das schließt auch mich mit ein, im Vorfeld befürchtet haben. In Sachen Handling und Vermeidung von Frustmomenten hat die Wii-Version dem Original sogar einiges voraus. Ich wurde jedenfalls, vielleicht gerade wegen meiner anfänglichen Skepsis, über alle Maßen positiv von dieser Wii-Portierung überrascht!


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15 Kommentare

  1. HomiSite - 22.03.2009 16:00

    Ausgewogen-faires Review – schönchen!

  2. Puschelich - 23.03.2009 14:44

    Kommt es in Deutschland überhaupt in den Handel?
    Frage zur Legalität: darf man darüber schreiben, da ich doch annehme, dass die Indizierung der Xbox-Version sicher auch auf die Wii-Version durchschlagen wird?
    Ist es besser als Onechanbara: Bikini Zombie Slayers/Killers?

    Dennoch eine seltsame Idee: einen HD-Titel auf SD zu stutzen. Das Ganze für eine Plattform, deren technische Möglichkeiten weit hinter dem heute Machbaren zurückfällt. Zweieinhalb Jahre nach der Veröffentlichung des Originals. Und das für eine Zielgruppe, die vermutlich ohnehin nicht existiert: Hardcoregamer, die lediglich eine Wii ihr Eigen nennen. Warum diese Mühe, wenn man mit Carnival-Games Millionen scheffeln kann ohne sich anzustrengen. Ein beliebiges „Benutz das Board, mach’s nach mit der ‚Mote, schüttel den ‚Chuck“ verkauft sich als „Nie wiider Übergewiicht“ bestimmt auch schneller. Ich verstehe es nicht, erklärt es mir. Ist es eine Fingerübung für den zweiten Teil? Ein Recycling ohnehin vorhandenen Materials? Der Testballon für Resident Ewiil 5?

  3. Knurrunkulus - 23.03.2009 14:48

    Wirklich faire Review, die mich außerordentlich überrascht hat. Und zwar deswegen, da ich mich von dem Bashing der Wii-Version allerorten offenbar schon sehr hatte anstecken lassen und daher vermutete, dass das Spiel tatsächlich gar nichts taugen könne.

    Von daher: Danke fürs Augen öffnen. :)

  4. Frank - 23.03.2009 17:35

    @ Puschelich

    Ich denke nicht dass das Spiel in Deutschland erscheinen wird. Die ausländische 360-Fassung ist schließlich nicht „nur“ indiziert sondern auch beschlagnahmt; wegen Inhaltsgleichheit würde die USK das Spiel niemals in dem Zustand ab 18 frei geben.

    In Hinsicht Zielgruppe würde ich Dir nicht hundertprozentig recht geben. Es gibt genug Coregamer (ich hasse diesen Begriff), die bspw. ein(e(nen)) Wii und bspw. eine PS3 oder potenten PC zu Hause haben, die werden sich – bei Interesse – sicherlich mit Freuden auf ein Nichtcasualgame stürzen. Aus Produktionskostensicht wird die Umsetzung kein großes Risiko gewesen sein, da Engine (RE4) und Levels, etc ja schon da gewesen sind. Ich denke den Break-Even wird das Spiel mit Sicherheit knacken und wenns gut läuft ist es vielleicht so gar ein Startschuss für mehr Erwachsenentitel auf der Fuchtelkonsole, wer weiss?

    Gruß
    Frank

  5. SpielerZwei - 23.03.2009 18:07

    Zur Legalität:
    Noch ist die Wii-Version in Deutschland weder indiziert, noch beschlagnahmt. Erscheinen wird es in der BRD vermutlich ohnehin nicht.

    Und zur Zielgruppe:
    Die ist mit Sicherheit vorhanden! Es gibt Abermillionen von Wii-Besitzern. Da werden sicherlich auch genug „Core-Gamer“ ohne Xbox360 dabei sein. Ich bin ja auch so einer: Wii und PC, nix PS360. Und wie Frank schon richtig anmerkte, werden sich die Produktionskosten des Spiels sicherlich in Grenzen gehalten haben, weshalb man auch nicht erst 2 Mio absetzen muss, um schwarze Zahlen zu schreiben.

    Ich bin ja generell langsam etwas von den Wii-Besitzern genervt: 2 Jahre lang jammern alle über die fehlenden Core-Gamer-Titel auf der Wii und wenn sie dann tatsächlich kommen, ist es auch nicht Recht…
    Dabei war es doch klar, dass die richtig guten 3rd-Party-Titel erst jetzt so langsam kommen. Am Anfang hatten die Entwickler die Wii gar nicht als ernsthafte Plattform auf dem Zettel und haben sich lieber auf PS3 und 360 konzentriert. Dann haben sie aber verdutzt zur Kenntnis genommen, dass sich die Konsole wider Erwarten verkauft wie geschnitten Brot. Also haben die meisten Entwickler erst Monate nach Erscheinen der Wii wirklich mit interessanten Entwicklungen begonnen. Bei durchschnittlich 2-3 Jahren Entwicklungszeit geht es jetzt also langsam los.
    Nach HOTD: Overkill und Dead Rising: CTYD schnetzel ich mich gerade durch Mad World. Das sind gleich drei 18er-Splatter-Spiele für die Wii in nur wenigen Wochen! Und es geht dieses Jahr so weiter. Ich bin vor allem auf The Conduit gespannt…
    Ich glaube, dass am Ende dieser Konsolen-Generation einzig die PS3-Besitzer wirklich in den Arsch gekniffen sind, weil hier echt am wenigsten interessantes (Exklusiv-)Zeug herauskommt. Sony hat sich mit dem Teil echt kräftig verzettelt, da sie , mal den PC ausgenommen, zwar die stärkste Hardware hat, aber am schwierigsten zu programmieren ist.

  6. Aulbath - 23.03.2009 19:10

    „Alien-Arschtreter“ – wie lang macht man denn dafür Ausbildung? 3 Jahre? Und geht das nur privat, oder auch als betriebliche Ausbildung? Wenn auch betrieblich, wo muß ich mich melden?

    Vielleicht sattel‘ ich ja nochmal um…

    Too little love for MAD WORLD… da kommt das Wii Game to end all Wii Games, und ihr haut Dead Rising raus… *GNARGH!*

    Ich muß mir den großen Bruder auf jeden Fall nochmal ansehen…

  7. SpielerZwei - 23.03.2009 20:57

    Wer sagt denn, dass ich keinen Artikel zu Mad World schreibe?! Aber durchspielen werde ich es vorher doch noch dürfen, oder Aulbath? ;)

  8. Aulbath - 23.03.2009 21:11

    Hättest du schon lange erledigt haben können, wenn du die Zeit nicht mit Dead Rising vergeudet hättest!!!1!elf!!

    Zudem bewerten manche Mitbewerber das Spiel schon nach 15 Minuten Spielzeit.

  9. SpielerZwei - 23.03.2009 22:45

    Erstens habe ich meine Zeit, zumindest subjektiv, eben nicht vergeudet, weil mir das Spiel ja gefallen hat.
    Zweitens kam MW erst Ende letzter Woche heraus und ich möchte mich nicht dafür entschuldigen müssen, dass ich auch ein Leben habe. ;-)
    Drittens gibt es keine „Mitbewerber“ von denen ich wüßte…

  10. Aulbath - 23.03.2009 23:11

    Hmmm… ich glaube einen gut platzierten ;) habe ich vergessen…
    Oder du hast ihn vergessen… man weiß es nicht.

    Anyway, der Typ sagt ist „meh!“ nach 15 Minuten: http://nerve.com/CS/blogs/61fps/archive/2009/01/29/madworld-actually-a-pretty-even-keeled-world.aspx

    Den Videos nach hat er wahrscheinlich recht, und ein zweites Godhand ist’s dann doch nicht.

    Mir ist’s zwar egal, mir auch sogar Last Battle / Hokuto no Ken auf dem Mega Drive respektive Amiga gefallen… comicbook ultra-violence ist genau mein Ding (da kann das Spiel auch kacke sein, Mad World ist einfach mal komplett sexy was das Design angeht), aber ein paar mehr „sophisticated thoughts“ dazu können ja nie schaden.

    Das bedeutet aber, das man eventuell in absehbarer Zeit noch was zum Thema liest, richtig?

  11. SpielerZwei - 23.03.2009 23:55

    Haben wir wohl beide vergessen.
    Oder auch nicht. Ich setze selten Emoticons. Liegt vielleicht daran, dass ich der Meinung bin, dass Humor auch etwas mit Intelligenz zu tun hat…

    Der verlinkte Artikel ist ziemlicher Mist, wenn Du mich fragst. Ich habe zwar erst ca. 4 Stunden gespielt, aber ich kann schon mal sicher sagen, dass MW neben dem äußerst coolen Design auch spielerisch einiges zu bieten hat. Ein recht witziges Combo-System zum Beispiel. Aber so langsam kommt auch die Story in Gang und deutet mehr an, als nur einen Schwarz-Weiß-Porno für Extrem-Splatter-Fans. Ich muss das aber noch zu Ende spielen. Nach 15 Minuten hätte ich wahrscheinlich auch nicht mehr sagen können als Dein Link, but who cares? Wenn sowas als ernste Meinung durchgeht, dann kann man ja gleich die Koten fragen, die die Spiele mal bei Media-Markt angezockt haben…

  12. Kreon - 24.03.2009 00:21

    Ganz ehrlich?
    MadWorld ist für mich ein rotes Tuch (HAHA!)

    Ganz ernsthaft, wir reden davon das Spiele für Erwachsene ernst genommen werden und was passiert? MadWorld erscheint auf der Wii und sagt „hier habt ihr viel Blut und Gewalt. Das ist sowas von Erwachsen.“
    Gut, MadWorld ist vermutlich auch ein Befreiungsschlag für die Wii-Entwickler aber so richtig auf das Spiel abfahren tu ich desswegen noch nicht. Lieber hoffen das demnächst ein Shin Megami Tensei Teil darauf erscheint

  13. Aulbath - 24.03.2009 01:25

    Na, mit Intelligenz biste bei mir an der falschen Adresse, heh!

    Was den „Artikel“ angeht, natürlich ist der Mist… war auch eigentlich bloß als Antwort auf dein Zeitargument gedacht.

    Was MW angeht, wenn’s auch spielerisch was taugt umso besser (ist ja immerhin von den GodHand-Machern kann also zumindest kein so grauenhafte Basis haben) – ist zumindest bei mir aber wie mit OdinSphere und Okami, sieht geil aus – der Rest ist Nebensache, wenn gut dann gut wenn nicht auch egal.

    Aus Wii-Mangel werde ich es aber wahrscheinlich nie erfahren wieviel das taugt… und 250€ für 2 Spiele (und welche man beiden eigentlich importieren muß, das eine wegen Geldregen statt Blutfontänen und das andere wegen mieser PAL-Anpassung… wie man liest hat’s wohl nur 50Hz) ist mir dann doch zuviel Investment für den Style.

  14. Aulbath - 24.03.2009 01:29

    @Kreon: Ihr redet davon das die Spiele ernst genommen werden sollen, mir ist das ziemlich Banane… ich will ordentliche Videospiele und dieses scheint genau so eins zu sein mit allem was dazu gehört, daher ein Mad World für zehn Shadow of the Colossi und zwanzig Icos (oder welche anderen, fantastischen, ernstzunehmenden Spiele das da auch geben mag).

    Bei SMT stimme ich zu, aber da bist du wohl mit PS2 noch weitaus besser beraten – oder?

  15. SpielerZwei - 24.03.2009 12:09

    Ich hoffe, ich wurde nicht so verstanden. Die Gleichung „Je mehr Blut, desto erwachsener das Spiel“ ist völliger Blödsinn und wird eigentlich nur von bloggenden Studenten aus Bielefeld vertreten…

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