alt

Gebrauchtmarkt killed the Videogame-Star

Wer sich heute ein Spiel für Konsolen kauft wird beim Auspacken mit immer höherer Wahrscheinlichkeit ein Kärtchen mit einem einlösbaren Einmal-Code finden. Mass Effect 2, Alan Wake – meistens handelt es sich um exklusive Zusatz-Inhalte in Form von kostenlosem, downloadbarem Content. Gerne erhält man solche Codes auch für das Vorbestellen vor Release oder durch den Kauf einer Special-Edition. Der Grund für diese Goodies: Da der Code nur einmal eingelöst werden kann, wird dieses Spiel für den Gebrauchtmarkt deutlich unattraktiver. Zwar lassen sich die meisten Inhalte dieser “Rubbelcode”-Karten wie die 1. Zusatzepisode für Alan Wake oder das Zerberus-Netzwerk von Mass Effect 2 über die Onlineplattformen auch käuflich erwerben, jedoch steigen die Investitionskosten im Prinzip dadurch wieder auf den Vollpreis an, wenn man auf diese Inhalte nicht verzichten möchte. THQ geht nun mit dem Release ihres Wrestling-Titels “Smackdown vs. Raw 2011” noch einen Schritt weiter und läßt die Käufer den Online-Multiplayer-Part des Spieles erst durch die Eingabe eines Codes aktivieren. Für die Käufer des Spieles ein kleiner Aufwand, für die Käufer des Spieles auf dem Gebrauchtmarkt ein großes Ärgernis, da diese nur einen Teil des Gesamtpakets erhalten. Doch damit nicht genug, THQ Kreativdirektor Cory Ledesma holt daraufhin auch noch zum verbalen Schlag aus und bezeichnet Gebrauchtspiele-Käufer als Betrüger am Publisher.

Zitat Ledesma:
(Quelle: http://www.computerandvideogames.com/article.php?id=261330)

„I don’t think we really care whether used game buyers are upset because new game buyers get everything. So if used game buyers are upset they don’t get the online feature set I don’t really have much sympathy for them. That’s a little blunt but we hope it doesn’t disappoint people. We hope people understand that when the game’s bought used we get cheated.“

Auf deutsch: „Ich glaube nicht, dass es uns wirklich interessiert, ob sich Gebrauchtspiele-Käufer darüber ärgern, dass Neukäufer alles bekommen. Wenn sich Gebrauchtspiele-Käufer also darüber ärgern, dass sie das Online-Feature nicht bekommen, habe ich nicht viel Sympathie für sie. Es mag ein wenig unverblümt sein, aber wir hoffen, die Leute nicht zu enttäuschen. Wir hoffen, dass die Leute verstehen, dass wir betrogen werden, wenn die Spiele gebraucht gekauft werden.“

Dass da die Emotionen erst einmal hochkochen, versteht sich von selbst. Da kauft man als ehrlicher Mensch ein Original-Spiel anstatt es einfach zu kopieren und muss sich dann dennoch als Unmensch und Betrüger bezeichnen lassen? Die Formulierung hätte wohl in der Tat etwas taktvoller gewählt sein können, aber versetzen wir uns mal in die Lage eines Publishers. Kann man einer Firma, die Produkte verkaufen will und muss, es denn tatsächlich vorwerfen, wenn sie genau dieses Ziel verfolgt? Machen wir uns nichts vor, kein Produzent von Spielen investiert uns zu Liebe ein paar Millionen Dollar in ein Projekt, damit wir ein paar Stunden Spaß daran haben, sondern um Geld damit zu verdienen. Hollywood verdient an jedem verkauften Kinoticket, an jeder verkaufen DVD auf Amazon und selbst an der Zweitverwertung in TV und Videotheken. Und die Spieleindustrie soll tatenlos zusehen, wie ihr Produkt ohne Qualitätsverlust auf dem Gebrauchtmarkt Millionen macht, ohne daran teilzuhaben?

Als Kunde muss man sich deswegen natürlich diesen obigen Vergleich nicht gefallen lassen, aber “Kunden” sind damit ja auch nicht gemeint. Denn ein Käufer eines Gebrauchtspieles ist kein Kunde des Publishers, er ist ein Kunde des Ladens, der mit Gebrauchtspielen Gewinn an den Margen macht. Der Spiele unter Preis gebraucht einkauft und überteuert an unbedarfte Kunden wieder verkauft. Die Produzenten sehen nichts von diesem Geld, keinen Cent. Daher sollte man sich als Spieler in der Tat fragen, ob man mit dem Kauf eines Spieles einen bestimmten Entwickler unterstützen möchte oder ein paar Euro spart und mit dem Kauf der gebrauchten Version Geld in die Kassen eines Wiederverkäufers spült. (Kleiner Tipp unter Profis: Im Ausland findet man oft Preise für Neuspiele, die sogar oft noch günstiger sind als die Inlandpreise für gebrauchte Spiele) Aus den Augen des Entwicklers hätte diese Käuferschicht auch gleich eine Raubkopie ziehen können. Bei der Frage, ob es zu dem Spiel einen Nachfolger geben wird und die Verkaufszahlen verglichen werden macht dieser Zweit-Käufer der gebrauchten Version genauso wenig Unterschied wie die Raubkopierer.

Ich habe aus kaufmännischer Sicht volles Verständnis für die aktuelle Wut und kreative Ideensuche aus der Misere. Doch eines vergessen die Publisher gerne. Nicht jeder Kauf eines Gebrauchtspieles entspricht automatisch einem verpassten Neukauf. Viele Spiele sind einem durch schlechte Kritiken oder ähnliches einfach nicht den Vollpreis wert. Erst ab einer gewissen Budgetgrenze wird der Titel dann wieder interessant. Gäbe es keinen Gebraucht- und Schnäppchenmarkt, manche Titel wären nie in meinem Laufwerk gelandet um dem Spiel überhaupt eine Chance zu geben. Und wer weiß, vielleicht werde ich durch diesen Versuch gar Fan der Serie oder des Genres und bestelle mir das nächste Spiel des Publishers sogar direkt vor? Ein weiterer Aspekt: Ein gekauftes Gebrauchtspiel in einem GameStop hat auch immer einen, der das Spiel in Zahlung gegeben hat und dieses Geld meist direkt wieder in ein neues Spiel steckt. Die Zahl dürfte einen nicht unerheblichen Anteil an der Gesamtinvestition in Neuspiele bedeuten.

Die Debatte hat also deutlich mehr Ebenen als nur “böse, geldgeile Publisher” und “Kundenverarsche”. Es erfordert von beiden Seiten aktives Mitdenken und etwas Verständnis. Wir Käufer entscheiden immer noch mit unserem Geldbeutel darüber, welche Spiele erfolgreich sind, welche Serien Fortsetzungen erhalten und welche Projekte eingestellt werden. Am Gebrauchtmarkt sparen wir zwar Geld, verlieren diese Stimme aber. Das ist weder verwerflich noch wird man dadurch zum Betrüger, man sollte sich aber jedoch darüber im Klaren sein, bevor man sich beschwert. Dass die Publisher mit Einmalcodes versuchen, das Produkt für Neukäufer interessanter zu machen, ist ebenfalls völlig legitim und bildet eigentlich nur das ab, was auch andere Produkte auf dem Gebrauchtmarkt sind: Produkte von minderer Qualität.

Diese Diskussion wird noch eine Weile andauern aber bereits jetzt ist ersichtlich, wohin sie führen wird: In einen kompletten, digitalen Vertriebsweg. Steam, XBLA, PSN und auch der iTunes Store machen es erfolgreich vor. Hier wird die Kaufentscheidung jedoch noch wichtiger. Die Publisher werden selbstredend versuchen, den gebräuchlichen Marktpreis für ein Spiel aus den Ladengeschäften auch über Direkt-Downloads zu erzielen, fallen für sie doch hier alle Abgaben an Zwischenhändler, Produktions- und Materialkosten weg. Hier müssen wir Käufer laut werden und genau aufpassen, dass sich die Preise dann auch entsprechend den Gegebenheiten anpassen. Wenn es dann soweit ist, sind wir dem Idealzustand für beide Seiten ein Stück näher: Spiele direkt beim Hersteller zu kaufen wird dann hoffentlich so günstig, dass keiner mehr raubkopieren oder gebraucht kaufen muss und noch genug Gewinn abfällt, um die Entwicklung weiterer Spiele zu ermöglichen. Zwar bringt der reine Digitalvertrieb auch Probleme mit sich, aber das ist ein Thema für einen anderen Post an einem anderen Tag. Um es mit einem sehr treffenden „Penny Arcade“-Comic aus dem Jahre 2007 zu sagen: http://www.penny-arcade.com/images/2007/20070330.jpg

Bis dahin erkennen die Publisher vielleicht, dass es machbar ist, Spiele so zu designen, dass man diese schlicht und ergreifend gar nicht verkaufen möchte. Ein Spiel, auf das keiner warten möchte, was man dank eines hohen Wiederspielwertes, einer packenden Online-Community oder aus reinem Sammeltrieb für immer behalten möchte.

Foto Quelle: http://www.flickr.com/photos/8171213@N03/2423108353/


Tags: , , , ,  

55 Kommentare

  1. coralius - 30.08.2010 10:33

    Hallo,

    danke erstmal und schöner Artikel, der das Ganze recht ausgewogen beleuchtet.

    Klar verstehe ich, dass Publisher sich ärgern, nichts von den Gebrauchtspielmargen abzukriegen, aber die ganze Aktivierung von Online-Codes ist eigentlich auch nur in der Anfangsphase eines Spieles interessant, denn irgendwann werden die Aktivierungsserver ausgeschaltet. Sobald das der Fall ist, hat das neue Vollpreisspiel auch keinen Mehrwert mehr.
    Was mir auch nicht so ganz in den Kopf will: Jahrelang wurde uns eingeredet, dass ich nicht das Spiel kaufe, sondern eine Lizenz, den tollen Inhalt genießen zu dürfen. Wenn man das Ganze jetzt mal auf ein Kinoticket überträgt, dürfte ich Games auch nicht weiterverkaufen – andererseits dürfte ich sie auch nur einmal durchspielen. Von daher ist der personengebundene Verkauf der Spiele der logische nächste Schritt der Publisher – und mit Steam, Uplay etc ja auch im vollen Gange.
    Solange aber der Erwerb eines Spieles an einen physisch unabhängigen Träger gebunden ist, werde ich immer das Gefühl haben, dass das Spiel mir gehört, und nicht nur eine einzelne Lizenz!
    Das liest sich jetzt sehr pro-Publisher, aber im Endeffekt will ich nicht einen Vollpreis bezahlen, um eine einzelne Lizenz zu erwerben. Wenn es in näherer Zukunft biometrische Erkennungsverfahren auch für Steam gibt (und dieser Punkt wird uns bestimmt über Accountsicherheit und Komfort aufgedrückt werden!) könnte noch nicht mal ein Freund das Spiel an meinem PC zocken! Finde ich nicht hinnehmbar…

    Meine unsortierten 2 cent,
    schönen Gruß,
    Holger

  2. Sebastian - 30.08.2010 11:29

    Onlinevertrieb ist ein zweischneidiges Schwert. Vor allem bei uns in Deutschland mit unserer kruden Gesetzgebung, bei der es zb. scheinbar nicht möglich ist auf einer Onlineplattform zB. indizierte Spiele anzubieten.
    Wenn ich mir da vorstelle dass die Möglichkeit zu importieren irgendwann ganz wegfallen wird – weil, seien wir ehrlich, Importeure sind auch Betrüger die sich schamlos auf Märkten die Bäuche vollschlagen die für sie nicht gedacht sind – dann hoffe ich einmal bis dahin nicht mehr Bürger dieses Landes zu sein.

  3. Missingno. - 30.08.2010 11:50

    Den Vergleich zu den Filmen finde ich nicht ganz passend. Ich kann eine DVD mit beliebig vielen Leuten anschauen/teilen. Bei einem Spiel kann meistens nur einer aktiv spielen und zuschauen ist weniger interessant. Das Ausleihen wird ja durch Accountbindung und solche (fehlenden) Zusatzcodes ebenfalls erschwert.
    Wie ist das eigentlich mit Video-/Spielotheken? Dass ich mir die Lieder von LEGO Rock Band nur einmal auf die Platte ziehen kann ist ja aus meiner Sicht in Ordnung; es hätte etwas komfortabler gelöst sein können. Bei Rock Band 1/2 war man als Käufer des ersten Spiels ja in den Arsch gekniffen, da RB2(-only)-Käufer alle Lieder von der ersten DVD für 5 Euro bekommen haben, während man selber für die Lieder in Rock Band 1 gezahlt hat und noch einmal 5 Euro für den Export in Rock Band 2.

    Denn ein Käufer eines Gebrauchtspieles ist kein Kunde des Publishers,

    Gewagte Aussage. Mag auf den ersten Blick sehr einleuchtend sein, aber wie viele Leute kaufen sich einen Titel für 60 Euro, weil sie wissen, dass sie den nach einer Woche locker für 40 Euro weiterverkaufen können? Effektiv zahlen sie so 20 Euro um das Spiel mal durch zuspielen, der Zweitkäufer den Rest und ist damit indirekt der Kunde des Publishers.

    (Kleiner Tipp unter Profis: Im Ausland findet man oft Preise für Neuspiele, die sogar oft noch günstiger sind als die Inlandpreise für gebrauchte Spiele)

    Dann darf man sich wieder von Microsoft/Sony/Nintendo als bösen Buben „beschimpfen“ lassen, weil der Deutschland-Konzern ja gar nichts von den Umsätzen hat. Das ist genau der selbe Wahnsinn.

    Aus den Augen des Entwicklers hätte diese Käuferschicht auch gleich eine Raubkopie ziehen können.

    Und genau das ist das größte Problem. Die Schwarzkopie ist in vielerlei Hinsicht für den „Kunden“ besser als das Original. Die ‚geringeren Kosten‘ sind da inzwischen nicht mehr das Hauptkriterium. (Außer natürlich für Leute, die prinzipiell nichts zahlen wollen, aber die kann man aus der Rechnung sowieso ausnehmen.)

  4. Ben - 30.08.2010 11:58

    Die Debatte hat also deutlich mehr Ebenen als nur “böse, geldgeile Publisher” und “Kundenverarsche”.

    Nein, hat sie nicht.
    Nachdem die ganze Tauschbörsensache durch ist haben die BWL-Arschlöcher eben einfach einen anderen Grund gefunden, warum ihre überzogenen Gewinnprognosen für den Aktienmarkt dann doch nicht zutreffen sind.

    Was sich mir überhaupt nicht erschließt, ist warum für Spiele andere Regeln gelten sollen als für jedes andere Produkt auf dem Markt. Sollen morgen die lustigen Leute auf dem Flohmarkt für ihre alten Regale Abgaben an IKEA zahlen, oder an Reclam für ihre Bücher oder an Opel für die alten Autos? Es gibt den Gebrauchtmarkt einfach und er entzieht sich zum großen Teil der Kontrolle des Produzenten.

    Auch das Beispiel mit der Filmwirtschaft hinkt gewaltig. Spiele werden genau so zweit- und drittverwertet, sei es mit Videothekenausgaben, den Coverdiscs der Zeitschriften, Budgetauflagen, Billig-Portierungen alter Titel auf neue Plattformen, Merchandise und Filmlizenzen. Mal davon abgesehen dass selbst Kino+Leihen+DVD grade mal halb soviel kostet, wie ein neues Spiel, man lässt sich eventuelle Unterschiede also schon gut bezahlen.

    Es geht da wirklich nur um Geldgier, um nichts anderes, das angebliche „Problem“ des Gebrauchtmarktes sind eigentlich zwei hausgemachte: Der radikale Preisverfall, bei dem man schon nach ein bis zwei Monaten Spiele auf dem Gebrauchtmarkt zum halben Preis des Neukaufs bekommt (30€ statt 60€) und Gamestop, die den Gebrauchtmarkt zu ihrem Hauptgeschäft gemacht haben und dadurch dass sie beides nebeneinander im Regal verkaufen, die Neuversionen direkt abwerten. Beide Probleme wäre leicht zu lösen. Ersteres durch eine andere Preispolitik, bei der man durch niedrigere Preise mehr Neuspiele verkauft (die Gebrauchtkäufer sind ja bereit für Spiele zu zahlen, nur eben keine 60€), kleinere Spiele entwickelt oder einfach mal den ganzen Releasehype zurückfährt und (wie z.B. Nintendo) auf Long-Tail-Verkäufe setzt. Zweiteres Problem wäre noch trivialer zu lösen: Verkauft Gamestop keine neuen Spiele, löscht sie aus euren Vertriebslisten. Machen sie nicht, ergo kann es nicht so schlimm sein (wie man auch an den ganzen Gamestop-Exklusiven Editionen sieht).

    Tldr-Version:
    Geldgier, sonst nix. Gebrauchtmarkt gibt es für jedes Produkt, wenn euch das stört dann verkauft Dienstleistungen (wie Blizzard bei WoW), reduziert den Neupreis oder hungert Gamestop aus.

  5. Manu - 30.08.2010 12:33

    @Missingno:
    die 60 EUR des Erstkäufers bleiben beim Publisher, egal für wieviel er nach dem Durchspielen dafür noch bekommt. Das Geld für den Weiterverkauf ist ja nur eine Umschichtung zu Gunsten des Verkäufers. Dadurch wird der Zweitkäufer nicht zum Kunden.

    @Ben:
    Autos nutzen sich ab. Ein Gebrauchtwagen ist einfach kein Neuwagen. Er ist reparaturanfälliger, sieht evtl. schlechter aus und fährt sich je nach Zustand schlechter. Genauso ein Ikea-Regal. Hast du schon mal einen Schrank der Schweden das zweite Mal nach einem Umzug aufgebaut? Das will man gar nicht gebraucht haben. Ein Videospiel dagegen hat NULL Abnutzun (solange der Datenträger nicht defekt ist). Weder Grafik, Sound, Rätsel noch Atmosphäre sind von einem Neuspiel zu unterscheiden, daher hinkt der Vergleich mit dem Gebrauchtmarkt. Bei Videospielen gibt es keine „verbrauchten“ Versionen. Ein NES Modul spielt sich auch nach 20 Jahren vom Flohmarkt noch genauso wie die eingeschweißte Originalversion.

    Dass die Publisher es schaffen müssen, Spiele so zu gestalten, dass man sie gar nicht verkaufen will, schrieb ich ja, da bin ich voll bei Dir. Die Einführung von Einmal-Codes, um das „verbrauchen“ eines echten Produktes nachzubilden, damit der Gebrauchtmarkt weniger attraktiv wird, finde ich dagegen völlig legitim.

    Dass die Publisher einfach aufhören sollten, GameStop zu beliefern sehe ich auch so, wird aber wohl recht schwierig wenn nicht gar unmöglich sein, weil dafür ALLE Publisher gleichzeitig mit der Belieferung aufhören müssten und das erlauben wohl alleine die Verträge schon nicht.

  6. Gwondor - 30.08.2010 13:03

    Leider lasst ihr auch ein wenig ausser Acht, dass so ein Gebrauchtmarkt auch ein Vorteil für eine Plattform ist. Der Gebrauchtmarkt für die Xbox 360 ist sehr groß und viele Leute entscheiden sich für eine Plattform, weil man da auch mal einen Titel gebraucht bekommt. Diese Leute kaufen auch neue Spiele… In meinen Freundeskreis haben viele eine Xbox aus dem Grund gekauft.
    Das der Gebrauchtmarkt den Publishern ein Dorn im Auge ist, kann ich aus betriebswirtschaftlicher Sicht verstehen. Andererseits muss man bedenken, das nicht jeder die dicke Kohle auf Tasche hat und sich mal eben für 60€ einen Neu-Titel leisten kann. Früher konnte ich mir auch nur gebrauchte Titel leisten, trotzdem bin ich den Serien Treu geblieben (Call of Duty, Warcraft etc.), bzw. den Entwicklerstudios und kaufe die Titel neu (wenn auch aus England wegen Uncut und Preis).

    Das der reine Download von Spielen für Konsolen sich super durchsetzt sieht man an der PSP Go. Will kein Schwein. Und die Spiele für iPad und iPhone/iPod touch verkaufen sich auch nur so gut, weil sie einen angemessenen Preis haben.

  7. Sebastian - 30.08.2010 13:05

    Wie ist das eigentlich, gibt es inzwischen „Verleih-Versionen“ von Games, die entsprechend die Publisher/Developer rücksubventionieren? CLINT HOCKING (nur echt in all Caps) forderte seine Spieler vor etwa einem Jahr dazu auf, seine Spiele lieber raubzukopieren als sie zu leihen http://bit.ly/dtzf7V in den Kommentaren.

    Generell ist es durchaus nachvollziehbar, vor allem in Anbetracht der Milliardenumsätze die GameStop auf dem Buckel der Developer (okay, und der Publisher) macht, ohne dass die einen Cent von sehen.
    Aber – und da wird’s schizophren – warum geben dann so viele Publisher GS exklusive Preordergeschichten? Um doch noch ein paar Gamestopkunden zum Erstkauf zu bewegen? Wäre zwar durchaus sinnig, aber langfristig irgendwie doch suizidal.
    Und ich denke dass in diese Debatte keiner der Publisher das Problem beim Namen nennen will. Ohne Gamestop gäbe es dieses Problem nicht. Vermutlich bis jemand anders auf die Idee kommt, Gebrauchtspiele als Haupteinnahmequelle zu benutzen.
    Wie ist das? Bei GS kostet ein neues Spiel 60€, vom selben Spiel steht daneben eine gerbauchte Kopie für 55€. Die 60€ bringen GS vermutlich so 10-15€ die bei ihnen bleiben. Die 55€ bleiben fast komplett bei ihnen. Und da ist das Problem, weil sie mit diesem Modell einfach Unsummen verdienen. Schon nicht unbedingt blöd, weil GS ja auch jeden Trick nutzt um an „Rohmaterial“ zu kommen. Gib uns 3 aktuelle Titel und kaufe einen neuen aktuellen Titel für 20€. Gibt uns 3 aktuelle Titel und erhalte einen massiven Rabatt auf die neue Konsole. Es sind Bauernfängertaktiken, gepaart mit der UNGLAUBLICHEN Dichte der Läden (hier in Berlin in jedem Einkaufszentrum einer – die bluten die kleinen Lädchen an der Ecke schlimmer aus als Amazon…).
    Und jetzt springen in den Staaten auch die großen Ladenketten auf den Zug auf, weil GS bewiesen hat, dass das Modell funktioniert.

    Wir die Spieler/Käuferschaft dürfen in dieser Situation nicht den Fehler begehen, die „geldgierigen Publisher“ für die Bösen zu halten. Die sind vielleicht nicht per se die Guten, aber wenn jemand nicht auf unserer Seite steht, dann ist das Gamestop. Freier Markt hin oder her, Gamestop sind die Bösewichte in dieser Geschichte.

  8. Sebastian - 30.08.2010 13:23

    @Gwondor: Bei der PSP Go muss man aber in Deutschland auch bedenken, dass die nicht von MediaMarktSaturn und Konsorten geführt wird.
    Davon mal abgesehen dass die PSP gegen DS verkaufstechnisch generell nicht viel Sonne hat.

  9. Missingno. - 30.08.2010 13:30

    @Manu
    Der Erstkäufer ist aber eventuell gar kein Erstkäufer, wenn er das Spiel nicht für 40 Euro weiterverkaufen kann, sondern wartet, bis er es für 30 Euro bekommt (um es dann für 10 Euro weiter zu verkaufen).

    Ein Videospiel dagegen hat NULL Abnutzun (solange der Datenträger nicht defekt ist). Weder Grafik, Sound, Rätsel noch Atmosphäre sind von einem Neuspiel zu unterscheiden

    Mööp! Es mag Spiele geben, die nicht altern, aber generell gibt es einen Alterungsprozess. Warum kaufen sich FIFA-Fans jedes Jahr das selbe Spiel wieder? Und um das auf hinkende Autovergleiche umzumünzen: Tageszulassungen! Neuwagen werden für einen Tag zugelassen um dann als Gebrauchtwagen verkauft zu werden. Da findet kein „Werteverlust“ statt, aber trotzdem wird das Auto günstiger.
    Bei Modulen hast du noch die Abnutzung der internen Batterie. (Gut, die ist bei einem eingeschweißten 20 Jahre alten Original natürlich auch nicht mehr frisch.) Davon abgesehen ist das minte NES-Spiel sowieso wertvoller als das verstaubte halb kaputte Modul auf dem Dachboden.

  10. Thomas - 30.08.2010 13:32

    (Manu) die 60 EUR des Erstkäufers bleiben beim Publisher, egal für wieviel er nach dem Durchspielen dafür noch bekommt.

    Du bist ja niedlich. Bei den 60 Euro im Media Markt oder Saturn dürfte ein GROSSTEIL sogar beim Verkäufer bleiben. Niedrigere Preise anderswo liegen dann nur an kleinerer Gewinnspanne der anderen Händler. Und da die Metro mit MM und Saturn einen Großteil des Markts bedient, dürften die sogar noch heftig niedrigere Preise bekommen als kleinere Händler. Was beim Media Markt an riesigen Stapeln selbst von Crap-Spielen rumliegt, ist erschreckend.

    (MissingNo.) da RB2(-only)-Käufer alle Lieder von der ersten DVD für 5 Euro bekommen haben

    Für die 5 Euro musste man aber trotzdem die erste DVD haben! Diese wurde für 5 Euro auf die Festplatte übertragen, so dass man die Songs dann in Rock Band 2 spielen konnte.

    Die überzogenen Preise von 60 Euro in den Läden wie Media Markt und GameStop sind doch ähnlich wie bei Sky. Die meckern auch seit Jahren, dass sie keinen Fuß an die Erde kriegen und so wenig Abonnenten haben, sich aber nicht verramschen wollen. Tja, Pech gehabt. Gute Angebote ziehen nun mal viele Käufer. Und solange die Standardkunden so blöd sind und die 60 Euro bei den Läden bezahlen, müssen die Publisher die Spiele auch nicht billiger machen.

    Die Digitaldistribution ist mir aber auch ein Dorn im Auge, speziell im Hinblick auf den deutschen Jugendschutz. Irgendwann kann es wirklich so kommen, dass man sich nichts mehr im Ausland kaufen kann, weil es keine physischen Datenträger mehr gibt. Dann geht es höchstens wieder los, sich VPN-Verbindungen im Ausland zu besorgen, wie es manche schon jetzt für Xbox Live (Gears of War-Mappacks) oder Steam (geschnittene deutsche Fassungen) machen. Freut die VPN-Anbieter.

    Im Falle von Smackdown vs. Raw ist die Beigabe des Multiplayer-Codes aber wirklich Blödsinn. Bei den meisten Spielen tut sich doch nach wenigen Wochen NICHTS mehr in den Lobbys, von Ausnahmen wie Halo oder Gears of War mal abgesehen. Insofern wird der Gebrauchtkäufer des Spiels den Multiplayer-Code sowieso nicht brauchen und freut sich am Singleplayer-Modus. Kritischer wäre sowas natürlich quasi reinen Multiplayer-Titeln wie Left 4 Dead, wo der Singleplayer-Teil eigentlich nur Beigabe ist. Aber solange es das billige Großbritannien gibt, ist das auch egal.

    Ansonsten bin ich der Ansicht, dass diese ganzen Code-Geschichten blöde Abzocke der Firmen sind. Fertig.

  11. Marco - 30.08.2010 13:37

    Auch wenn sich ein Spiel nicht so abnutzt wie Ikea Regale oder Opels, gelten doch auch für sie die gleichen Regeln wie für alle anderen Produkte.
    Ich würde da auch mal vorsichtig widersprechen wollen, denn eine optische Datenträger können sich ja durchaus auch abnutzen (verkratzen) und irgendwann den Dienst verweigern.
    Es hängt immer davon ab, wie der Vorbesitzer damit umgeht, egal ob beim Spiel oder Auto.

    Richtig übel wirds ja aber erst dann wieder, wenn die BWL Excellisten Jonglierer ihre große Rechnung aufmachen, in dem sie im meeting dem großen Chef präsentieren, wieviel Umsatz der Gebrauchtmarkt macht, und dass ihnen dass ganze Geld ja durch die Lappen geht.
    Ist genau das gleiche Thema wie bei den Raubkopierern: jede Raubkopie = 60€ entgangener Umsatz.
    Dass das totaler Bullshit ist, weiß wohl jeder, selbst diese Leute, nur trauen sie es sich nicht zu sagen.
    Man kann ja gerne diskutieren (bzw. Studien kaufen), wieviel % des Gebrauchtmarkts wirklich in neue Spiele fließen, aber dass das ein großer Teil ist, wird wohl niemand ernsthaft bezweifeln.

    Zu guter Letzt sollte man auch die Problematik an dieser Form der Beschneidung durch Codes oder die digitale Distrubition nicht vergessen:
    Niemand kann garantieren, dass man in 2, 5 oder gar 10 Jahren seinen ehrlich erworbenen Content noch nutzen können wird, weil die Download oder Lizensierungsserver nicht mehr da sind.
    Und neu kaufen kann ich das Spiel dann erst recht nicht mehr!
    (auch ein schöner unterschied zu filmen und büchern beispielsweise)

  12. Missingno. - 30.08.2010 13:38

    Für die 5 Euro musste man aber trotzdem die erste DVD haben!

    Ja, für die Zeit der Übertragung. Also aus der Videothek oder vom doofen RB1-Käufer geliehen, (zur Not für ein paar wenige Euro auf ebay geschossen) 5 Euro investiert und die Liedauswahl ordentlich aufgestockt (und danach auf ebay an den nächsten verkauft).

  13. Ben - 30.08.2010 13:48

    @Manu: Wie Missingo schon ausgeführt hat, zum einen haben Spiele einen Abnutzungseffekt, zum anderen gibt es eben so viele Beispiele für andere Produkte, deren Abnutzung bestenfalls als minimal zu bewerten ist, grade aus dem Kunst/Film/Musikbereich.

    Was die Publisher da versuchen ist einfach dreist, sie wollen (moralische) Rechte einklagen, die in keinem anderen Marktbereich gelten… zumal sie mit DRM und Steam und MMOS und sonstwas erstmals überhaupt in der Geschichte die Möglichkeit hätten, den Gebrauchtmarkt komplett zu vernichten. Statt dem Gejammer könnten sie auch einfach mal die Retailkanäle zu machen, wenn sie denn nur Verlust mit dem Gebrauchtmarkt einfahren. Aber das ist ja das hirnrissige an der Debatte, es geht um potenzielle Gewinne um imaginäre Einkünfte, an die heranzukommen würde aber bedeuten, man müsse die realen Einkünfte riskieren. Das will ja keiner, also versucht man es über die Jammertour.

  14. Sebastian - 30.08.2010 14:27

    Ich glaube man macht es sich zu einfach, hier Games mit anderen Medien gleichzusetzen. Andere Medien haben auch noch andere Vertriebswege als den Verkauf auf physikalischen Trägermedien.
    Filme bekommt man im Kino, auf DVD zum Kaufen UND zum Mieten (also mit einem vorhandenen Subventionsnetz), im Fernsehen und neuerdings auch per Pay-per-View und Bezahldownload. Musik sogar in noch viel mehr Formen.
    Spielen fehlen da weitere Vertriebswege, die unter anderem der Natur des Mediums geschuldet sind.
    Von daher ist ein um sich greifendes Geschäftsmodell nach GameStop durchaus problematisch.

  15. NoGoSoul - 30.08.2010 14:43

    Herrliche Diskussion mal wieder und ich finde im Moment alle klasse, die hier rufen „GameStop“ sind die Schuldigen ;D

    Kleinkariertes Denken ohne Hintergrundinfo liebe ich. Na dann will ich mal ein bisschen Licht in das Dunkel bringen. (ja ich gehöre zu diesen bösen bösen Leuten die bei GameStop arbeiten – ich will hier nichts rechtfertigen – ich will euch einfach nur mal eine kleine, nicht geheime Hintergrund Info geben.

    Nehmen wir Firma „Eierapfelkuchen“ – diese bringt ein neues Game auf den Markt – nennen wir es „IrgendeineSpielsuppeX“.

    Diese Firma will ihren Titel groß raus bringen und sucht sich für diesen Fall Partner die bei dieser Neueinführung mitmachen. Sie schreiben MM und Saturn an (die Platzhirsche im Deutschen Markt) und bieten denen XY-Summe an – genauso bieten sie auch GS ihren neuen Titel an und das „ausnahmslos“! Sie wollen wo es nur geht, Geld verdienen.

    Diese Neueinführung wird dann auch noch Subenvtioniert – Teilweise fließen hier extra Beiträge, damit ein Markt XY Summe nimmt – das nennt man WKZ oder auch Werbekostenzuschlag. Media und Saturn sind hier ziemlich gierig und saugen sich mit Ware voll.

    Ok – das mal soweit.

    Auch GS wird hier der Titel angeboten und die Industrie produziert bis zum Abwinken Werbematerial (Flyer, Banner, Poster etc.) dazu gehört auch die Firma THQ und stellen diese den Märken zur Verfügung.

    Der Titel hat seinen Einkaufspreis und wird dann mit einer „kleinen“ Gewinnmarge an den Endkunden weiter gegeben. Ihr braucht nicht denken, das eine Firma wie MM, Saturn oder auch GameStop an einem Titel wirklich viel verdient. Das funktioniert im Tonträger Bereich (CD/DVD)- aber nicht bei Software (ausgenommen sind diese Schütten 5.- Artikel)

    Wenn jetzt THQ denkt, das GS z.B. den Markt kaputt macht, warum bieten sie dann überhaupt noch diesen Artikel an? Warum gehen diese dann direkt zu GameStop und „wollen“ das wir für die diesen Artikel verkaufen? Weil sie Menge verkaufen wollen/müssen und da können sie niemanden auslassen.

    Die Einführung der „Online-Codes“ etc. ist natürlich eine Möglichkeit den Gebrauchtmarkt zu schwächen oder ihn „unvorteilhaft“ darzustellen aber im Hintergrund freut sich z.B. THQ wenn auch GameStop X-hundert oder tausend über alle Stores verkauft… Ich würde sagen das ist eine fadenscheinige Fasade welche die gerade aufbauen um evtl. wegbrechende Umsätze zu rechtfertigen.

    Den Gebrauchtmarkt gibt es schon immer und der Industrie ging es vor ein paar Jahren auch bestimmt nicht schlecht. Die Wende kam mit immer schlechter produzierten Titeln die keinen Inhalt mehr boten oder einfach grottig produziert wurden.

    Wisst ihr welche Titel wir am meisten gebraucht weiterverkaufen? 08/15 Schrott wie Fifa, PES, WWE etc. alles Titel die jedes Jahr aufs neue frisch aufgelegt werden und dabei nicht einen Cent mehr wert sind als die alten weil meist schlechter oder ohne Neuerungen. Titel wie Red Dead Redemption, Mass Effect 2, Bioshock 1 und 2 oder andere große Themen bekommen wir fast nicht zurück weil sie die Leute behalten (wohl gemerkt als NEUWARE) gekauft.

    Daher regt es mich so auf, das hier viele Schreien, GameStop ist schuld etc. Absoluter Schwachsinn!
    Auch bei Aktionen mit gebe 2 Spiele in Zahlung und bekomme dafür Titel X für 9,99 z.B. kommt überwiegend der Rotz aus der Spieleindustrie zurück, Fifa 10, PES 10 und all solche Klamotten…

    THQ bekommt trotzdem seinen Einkaufspreis/Verkaufspreis in voller Höhe, wir müssen zuerst mal wieder die angekauften Games weiter verkaufen und das kann teilweise dauern oder garnicht mehr passieren.

    Weiter im Text: Die Industrie verdient bestimmt nicht schlecht an neuen Titeln, vorausgesetzt sie sind begehrt oder gut umgesetzt, wie war es mit CoD4 oder CoD6? Diese Titel verkauften sich in den ersten Wochen millionenfach – die Entwicklungskosten sind damit rausgeholt und die Mitarbeiter sind bezahlt. Die Firma hat mit einem guten Titel schnell ihre Investionen wieder raus – da hilft halt kein rumgeplärre von THQ wenn sie über den Sommer keinen Titel auf den Markt gebracht haben und nur mit ihrem assligen WWE versuchen Geld in die leeren Kassen zu spühlen. Das ist ein Nieschenprodukt und die Firma hat schon sehr lange keinen guten Titel mehr auf den Markt gebracht – das letzte Zeug ist mehr oder weniger gefloppt.
    Für ihr eigenes Unvermögen den Gebrauchtmarkt verantwortlich zu machen empfinde ich als Frechheit.

    So – nun habe ich mich genug ausgekotzt. Bin gespannt wenn WWE 2011 auf den Markt kommt und ich wieder im ganzen Laden Promo-Material aufstelle um deren Spiel zu bewerben… Promomaterial, was extra für GS von denen produziert wird…. Prost Mahlzeit….

  16. Gwondor - 30.08.2010 14:47

    @Sebastian Überleg mal warum die großen Elektronikmärkte kein Intresse daran haben, die PSP Go zu verkaufen? Das wird was mit Profit zu tun haben, den man nicht mehr hat, weil man keine Spiele mehr verkaufen kann.

  17. Ivo - 30.08.2010 14:54

    Das eigentliche Problem der Publisher ist die Gewinnmarge, die Investitionen pro Spiel steigen immer weiter, doch der Preis bleibt nahezu konstant. Daraus ergeben sich dann diverse Probleme:

    1. Man kann den Preis der Spiele schlecht anheben, wenn die Leute dennoch nur die gleiche Spielzeit kriegen.

    2. Der Markt für die teuren Blockbuster wächst einfach nicht schnell genug, auch ist man mit den Casualgames teils selbst schuld, das es nicht gelingt die Käufer zu „konvertieren“.

    3. Man bringt zu viel zu schnell raus und verlangt dennoch ordentlich Asche. Das ist eben zum Teil auch freie Martkwirtschaft, aber EA muss sich mit den jährlichen Sportspieleupdates zum Vollpreis nicht wundern, wenn die Leute dann eben nicht nocht Geld für 3 andere Titel von ihnen haben.

    4. Aufgrund von Risikomanagement, setzt man nur noch auf die bekannten Mainstream Geldesel: CoD, MW, MoH, Fifa, NFS etc. logischerweise bleibt da die Innovation auf der Strecke und die Leute werden dem immer gleichen nur mit anderen Setting überdrüssig, kaufen also wieder weniger.

    Dazu kommt noch das man eben keine neuen Ideen entwickelt, sondern wie bereits am Anfang genannt lieber nochmal 10 Mio mehr ins Spiel blässt, in der Hoffnung das man das irgendwie wieder rauskriegt.

    Wer ist nun also Schuld? Die potenziellen Käufer die dem Überdruss an jährlichen 08/15 Updates Leid sein? Die vielleicht auch teils gar nicht die Zeit haben noch mehr zu Spielen oder andersherum einfach nicht das ganze Geld haben? Oder Leute wie Bobby Kotick, die ohne auch nur den blassesten Schimmer zu haben von Videospielen, alles schnurstracks Richtung erneutem Crash des Marktes treiben?

    Ich meine mit den im Artikel genannten Aussagen treibt man sich nur weiter in die Enge, die Leute die vielleicht neue Ideen auch mit ihrem Geld unterstützen würden haben einfach keine Lust mehr darauf wie letzte Dreck behandelt zu werden und boykottieren dann eben jene neuen Franchises. Was dann wieder in mehr Updates und mehr Kosten endet.

    Daher mein Tipp an die Publisher und Entwickler: Unterstützt mal was neues mit euren Millionen und sucht bei euch selbst nach den Fehlern, sonst seid ihr bald genauso beliebt wie die Musikindustrie.

    PS: 80s Musik FTW ;)

  18. Thomas - 30.08.2010 16:18

    @NoGoSoul: GameStop *ist* ein Saftladen, daran ändert sich nichts. Die Gebrauchtpreise sind eine absolut Unverschämtheit und ich bin auch noch nie auf die dumme Idee gekommen, bei GameStop etwas zu kaufen, sondern habe die Games nach dem Ansehen und Lachen schnell wieder ins Regal gestellt. Da bedienen mich England und die Kanalinseln weit besser.

    Zur Marge: Gegen Saturn und Media Markt dürfte GameStop ein kleiner Fisch sein. Die Märkte dürften an den sündhaft teuren Titeln immer noch gut verdienen, eben WEGEN der Subventionierung durch die Hersteller.

    Und wieso wird den Herstellern vorgeworfen, ihre Sportspiele immer nur neu auf zu gießen, WENN SIE DOCH GEKAUFT WERDEN? Die Sportspieler kaufen doch jede Neuauflage fast unbesehen – also warum sollten die Hersteller ein Risiko eingehen??

    Siehe Gran Turismo 5: Das Spiel ist noch nicht mal erschienen und jeder hirnlose PS3-Besitzer hat es schon vorbestellt. In der Zeit kamen auf anderen Plattformen schon zig andere gute Rennspiele heraus.

  19. NoGoSoul - 30.08.2010 17:32

    @NoGoSoul: GameStop *ist* ein Saftladen, daran ändert sich nichts. Die Gebrauchtpreise sind eine absolut Unverschämtheit und ich bin auch noch nie auf die dumme Idee gekommen, bei GameStop etwas zu kaufen, sondern habe die Games nach dem Ansehen und Lachen schnell wieder ins Regal gestellt. Da bedienen mich England und die Kanalinseln weit besser.

    Muss ich wohl so stehen lassen von dir, wenn du sagst das GS ein Saftladen ist.. deine Meinung. Warum die Gebrauchtpreise aber eine „unverschämtheit“ sind kann ich nicht nachvollziehen. Titel „Neupreis“ in DE 69,99 – „Geraucht“ 54,99 = 15 EUR Ersparnis – wenn du das Geld zum verjubeln hast, kann ich dir gerne meine Kontodaten geben um die Differenz zu überweisen (ist natürlich jetzt mal ganz spitz formuliert – ich hoffe du verstehst jetzt was ich meine.

    Und Gratulation: Den Engländern das Geld reinblasen und in DE Arbeitsplätze dadurch gefährden – ganz dicke Leistung.

    Dazu will ich aber noch sagen, das es DE nicht anders verdient hat, das sie weiterhin ihre Preise so weit oben halten – aber da ist einerseits der Publisher/Distri schuld und andererseits die Einzel- und Großhändler welche diese Sachen überhaupt noch zu diesem Preis einkaufen. Daher kann ich jeden verstehen, der in UK einkauft.

    Aber auch das wird irgendwann vorbei sein – GP hatte wegen der Finanzkrise seinen MwSt. Satz auf 15% gesenkt, was eigentlich bis Ende 2009 begrenzt war – bis heute wurde der nicht mehr angehoben. Wenn der wieder oben ist wird auch das UK shoppen uninteressant (wobei sie dann immer noch einen ticken günstiger sein werden als DE)

    Zur Marge: Gegen Saturn und Media Markt dürfte GameStop ein kleiner Fisch sein. Die Märkte dürften an den sündhaft teuren Titeln immer noch gut verdienen, eben WEGEN der Subventionierung durch die Hersteller.

    Falsch – die Märke verdienen wenig bis nichts an den Titeln, weil sie die Neuerscheinungen zu irwitzigen Preisen verjubeln. GameStop macht einfach bei diesen Geschichten nicht mit, sollen doch andere bluten und mit jedem noch so bescheuerten Mittel versuchen ihre Marktanteile zu sichern – um was anderes geht es nicht – NUR Marktanteile – koste es was es wolle. Dadurch sind wir alle verwöhnt worden. Neues Game – ZACK – 15-20 EUR günstiger bei Saturn, Neue DVD (die einen Einkaufspreis im Schnitt von 15-16.- EUR hat wird für wahnwitzige 7,99 bis 9,99 verkauft. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – wir sind dazu erzogen worden, das es immer einen von den großen gibt die hier wie die blöden ihre eigenen Preise gestalten. Damals seit ihr doch auch noch losgezogen und habt euch die SNES Module für 120.- Deutsche Mark gekauft.. heute 60.- für ein PC Spiel/70.- für ein Konsolen Spiel und ihr dreht alle durch. Klar juckt das weder den Publisher/Distributer noch den Kunden der natürlich dadurch einen gewaltigen Vorteil hat. Aber es ist regelrechte Selbstzerstörung was die dort betreiben. Wer meint, das MM oder Saturn es bezahlt bekommen wenn die z.B. einen neuen Konsolentitel für 45 EUR statt 69,99 verkloppen, der hat sich geschnitten. Hier legen diese Märkte selber drauf und fahren Minus (und das Minus ist wörtlich zu nehmen) – Die Subventionen dienen dann noch nicht mal um den Titel günstiger zu machen sondern um den Verlust im Geschäftsjahr auszugleichen.

    Und wieso wird den Herstellern vorgeworfen, ihre Sportspiele immer nur neu auf zu gießen, WENN SIE DOCH GEKAUFT WERDEN? Die Sportspieler kaufen doch jede Neuauflage fast unbesehen – also warum sollten die Hersteller ein Risiko eingehen??

    Ja warum… weil die Leute sau blöd sind (sorry wer sich nun auf den Schlips getreten fühlt) – aber mir ist das unbegreiflich – Fifa 08/09/10…. alles der selbe Quark – neuer Spieler hier, neuer Spieler dort, wenn überhaupt minimale verbesserungen… Respekt wer Firmen für teilweise schlechte Leistungen unterstützt.

    Wir haben gesehen, was bei der NFS Serie passiert ist – hier wurden nonstop die Studios gewechselt – selbst das groß gesagte Shift konnte es nicht rausreisen – die Quittung haben sie bekommen – die Spiele wurden nicht gekauft.. jetzt ist Criterion dran und die sollten es endlich mal wieder schaffen.

    Siehe Gran Turismo 5: Das Spiel ist noch nicht mal erschienen und jeder hirnlose PS3-Besitzer hat es schon vorbestellt. In der Zeit kamen auf anderen Plattformen schon zig andere gute Rennspiele heraus.

    Das hat nichts mit hirnlos zu tun sondern mit einem Titel der Qualität bringen wird. Hier wird das Unternehmen für die, hoffentlich herrausragende, Arbeit belohnt. Und GT ist kein „ich komme jedes Jahr aufs neue raus“ Version. Ich glaube die Fans haben zurecht lange auf diesen Titel gewartet und werden dafür dann auch belohnt.

    …..

    versteht mich nicht falsch – ich verstehe jeden Kunden der in UK kauft aufgrund des Preises – aber macht nicht eine Firma zur Sau, die einfach nur darauf bedacht ist, am Markt ebenfalls zu bleiben und dabei keinen Bock hat sich selber zu vernichten wie es MM und Saturn machen. Aber auch diese werden in den nächsten Jahren ihre Quittung bekommen… Der Tonträger Bereich ist bereits ein dicker Bleifuss in so einem Unternehmen, CD´s sind schon lange nicht mehr lukrativ, DVD´s sind im Moment noch in Ordnung.. aber es wird auch nicht mehr lange dauern bis der rote oder der blaue anfängt eine Neuerscheinung für 6,99, dann für 5,99 usw. zu verscherbeln.. in ein paar Jahren seit ihr dann daran gewöhnt und wollt „nur“ noch für diesen Preis kaufen..

    Jaja.. der Mensch.. ein Gewohnheitstier

    und Sorry @ Manu – beim nächsten Comment bin ich wieder B2T

  20. Missingno. - 30.08.2010 18:02

    Warum die Gebrauchtpreise aber eine „unverschämtheit“ sind kann ich nicht nachvollziehen. Titel „Neupreis“ in DE 69,99 – „Geraucht“ 54,99 = 15 EUR Ersparnis

    Ist alles eine Frage der Perspektive. Wenn ich im Schnitt 40 Euro für ein neues Spiel ausgebe, dann sind 55 Euro für ein gebrauchtes einfach „Wucher“. Insbesondere, wenn besagtes 70 Euro NP-Spiel in den UK für 30 Pfund verkauft wird. Da müssten die ihren Steuersatz aber ordentlich anheben, dass es sich nicht mehr lohnt ggf. das (unverschämte) Porto in Kauf zu nehmen.

  21. Thomas - 30.08.2010 18:08

    @NoGoSoul
    Du willst doch nicht ernsthaft behaupten, dass über 50 Euro ein guter Kurs für ein Gebrauchtspiel sind? Zumal aus der Diskussion bisher komplett außer acht gelassen wurde, wieviel GameStop für den ANKAUF bezahlt. Sind das nicht nur 15 oder 20 Euro? Mal eben 100% auf den Preis aufschlagen ist auf jeden Fall gut für den VERkäufer, aber mit dem eigentlichen Gebrauchtmarkt hat das nichts zu tun, da sind eher Preise um die 50% vom Neupreis realistisch. Zumal schon die Gebrauchtpackungen im Regal bei GameStop oft nicht einladend aussehen…

    Ein SNES hatte ich nie. ;-) Aber ja, Spiele für den 8-Bit-Atari haben damals auch über 100 Mark gekostet und wurden von 1-3 Leuten programmiert. Darum hat sich die Videospielindustrie damals auch die goldene Nase verdient, der sie heute immer noch hinterher jammert.

    Dass MM ein Minus macht, wenn sie z.B. Red Dead Redemption für 45 Euro verkaufen, glaube ich einfach nicht. Die Listenpreise der Spiele (60-70 Euro) sind doch vollkommen übertrieben aufgeblasen. Schlimm, dass sie dafür in manchen Läden noch gekauft werden! Karstadt ist auch so eine Apotheke, hat aber bei weitem nicht den Umsatz und die Auswahl bei Games. Und bei weitem nicht jedes Spiel wird von den großen Ketten so billig angeboten, das sind eher die Ausnahmen, die ganz großen Titel (RDR, Mafia II). Dafür liegen dort dann aber Dutzende andere Spielen für 70 Euro. Hast du denn verlässliche Informationen über die interne Preisgestaltung der Media-Märkte oder ist das wie leider meinerseits Vermutung?

    (Gran Turismo 5)

    Das hat nichts mit hirnlos zu tun sondern mit einem Titel der Qualität bringen wird. Hier wird das Unternehmen für die, hoffentlich herrausragende, Arbeit belohnt.

    Genau das meine ich. So wirklich gesehen und gespielt hat das Spiel keiner und jetzt schon kommen Gerüchte auf, dass bestimmte Features (Streckeneditor) halbherzig eingebaut wurden. Ich bin wirklich SEHR gespannt, ob das Spiel im November die Wertungen einfahren wird, die jeder erwartet. Nach 73 Jahren Entwicklungszeit. Pff.

    Und ansonsten kaufe ich gerne meine Blu-ray-Neuerscheinungen für 12,99 Euro bei Amazon und warte ansonsten. Man hat doch Zeit. ;-)

    Mh, jetzt sind wir aber wirklich weit vom Thema abgekommen.

  22. NoGoSoul - 30.08.2010 18:11

    Ist alles eine Frage der Perspektive. Wenn ich im Schnitt 40 Euro für ein neues Spiel ausgebe, dann sind 55 Euro für ein gebrauchtes einfach „Wucher“. Insbesondere, wenn besagtes 70 Euro NP-Spiel in den UK für 30 Pfund verkauft wird. Da müssten die ihren Steuersatz aber ordentlich anheben, dass es sich nicht mehr lohnt ggf. das (unverschämte) Porto in Kauf zu nehmen.

    Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen – ich habe absichtlich vom deutschen Markt gesprochen und wenn man hier die Preise vergleicht dann sind die gebraucht Preise von GS wieder legitim.

    In DE kostet ein Vollpreistitel meistens 64,99 EUR bis 69,99 EUR – wenn hier jetzt der Gebrauchtpreis bei 54 liegt, ist das eine Ersparnis.

    Natürlich kann dies nicht mit dem Importpreis von UK mithalten.

  23. NoGoSoul - 30.08.2010 18:48

    Hast du denn verlässliche Informationen über die interne Preisgestaltung der Media-Märkte oder ist das wie leider meinerseits Vermutung?

    Das sind keine Vermutungen von mir, sondern 4 Jahre Erfahrung im Einkauf bei Saturn in der Tonträgerabteilung. Ich würde hier nicht so aktiv darüber schreiben, wenn ich mich nicht damit auskennen würde.

    @NoGoSoul
    Du willst doch nicht ernsthaft behaupten, dass über 50 Euro ein guter Kurs für ein Gebrauchtspiel sind? Zumal aus der Diskussion bisher komplett außer acht gelassen wurde, wieviel GameStop für den ANKAUF bezahlt. Sind das nicht nur 15 oder 20 Euro? Mal eben 100% auf den Preis aufschlagen ist auf jeden Fall gut für den VERkäufer, aber mit dem eigentlichen Gebrauchtmarkt hat das nichts zu tun, da sind eher Preise um die 50% vom Neupreis realistisch. Zumal schon die Gebrauchtpackungen im Regal bei GameStop oft nicht einladend aussehen…

    Wenn ich mir 15.- EUR sparen kann, dann kann ich mir 15.- EUR sparen. Ich glaube wir sind uns einig, das dies einfach Summe X ist (jetzt mal abgesehen von allem anderen) oder? Und bitte noch einmal – ich vergleiche die 54,00 EUR mit dem, in Deutschland normalen, Verkaufspreis von 69,99

    Beim Ankaufspreis bitte mal die Bremse reinhauen ;) – Eine ganz einfache Frage:
    „Setzt euch der Verkäufer die Pistole auf die Brust wenn ihr in einen GS kommt und z.B. RdR verkaufen wollt, das ihr es verkaufen „müsst“???

    Oha… nein? Es ist euch frei überlassen ob ihr das Game verkaufen wollt oder nicht.. es ist eure Entscheidung ob ihr es zu diesem angebotenen Kurs verkaufen wollt… Wem das zu wenig ist, der setzt das Ding bei eBay rein. Wer das Game bei GS verkauft für z.B. 25.- EUR und danach aus dem Laden rausläuft und schreit: GameStop sind Halsabschneider… sorry – ich würde noch mal alle Hirnfunktionen testen lassen.

    Und wegen dem Ankaufspreis (eine Firma soll sich rechnen – wenn ich pro Spiel nur 5.- Gewinn machen würde könnte ich die Mitarbeiter entlassen, die Miete nicht bezahlen, hätte keinen Strom und könnte keine frische Ware einkaufen…

    Und um diesen Quote abzuschließen – wenn mal eine Hülle ganz schlecht ausschauen sollte kann man jederzeit mit uns quatschen – sofern ich eine andere, bessere Hülle da habe, wird diese ausgetauscht – Miteinander reden hat schon immer geholfen.

    Ein SNES hatte ich nie. ;-) Aber ja, Spiele für den 8-Bit-Atari haben damals auch über 100 Mark gekostet und wurden von 1-3 Leuten programmiert. Darum hat sich die Videospielindustrie damals auch die goldene Nase verdient, der sie heute immer noch hinterher jammert.

    Heute kosten die Games (ähm war es Crysis 1) 10 Millionen EUR in der Produktion… und dahinter sitzen… kA 50-100+ Leute (rein Entwicklungsstudio) mal abgesehen von externen Firmen die Bezahlt werden müssen für z.B. Sync, Engines (jaja bei Crysis nicht), Sound Engines, Werbung, Marketing….. bei unserem Preis von 69.- muss sich das Spiel 144.927x verkaufen um die Kosten wieder drinnen zu haben. Das Spiel hat sich öfter als 144927x verkauft – damit sind die kosten gedeckt – alles über diese 144k Stück ist Gewinn. Wenn die jetzt 300k verkauft haben, dann haben die 10.000.000 Gewinn gemacht. Soviel zum Thema der Industrie geht es schlecht – Produziere einen Top-Seller und du bist gut dabei ;) Dann wird das Spiel noch mal als Platinum verkauft und es kommt noch mal Summe X dazu (und jetzt wollt ihr dem Gebrauchtmarkt ans Bein pinkeln?)

    Ich kann es nur immer wieder sagen: Der Frust auf den Gebrauchtmarkt kommt von den Firmen nur, weil sie es nicht geschafft haben einen Titel über ihre „Soll-Grenze“ zu verkaufen und hinterher hängen.. Hätten sie etwas handfestes abgeliefert… alle hätten sich weiterhin lieb gehabt :D

    Ahrg – ich will jetzt nicht weiter mit Zahlen jonglieren *mhmpf*

  24. Ben - 30.08.2010 19:12

    Wie gesagt, diese ganze Gebrauchtmarktkiste ist dummes Gejammer der Hersteller. Würde ihnen Gamestop (und es geht ja primär um US-Gamestop die aufgrund ihrer dortigen Markmacht doch eine andere Position haben als die dt. Variante) wirklich das Wasser abgraben, es stünde ihnen frei die Geschäftsbeziehungen abzubrechen. Man möchte einfach einen Teil vom Kuchen haben an den fast drei Jahrzehnte lang niemand gedacht hat.

  25. Manu - 30.08.2010 19:44

    @Ben: Ja, klar. Aber wenn ich die Wahl habe, ob ich denen das Geld gebe, die die Spiele herstellen und vertreiben, oder denen, die mit dem kreativen Prozess nichts zu tun haben, dann gebe ich das Geld doch lieber denen, die weiterhin Spiele für mich machen, oder nicht?
    Von daher stimme ich Dir zu, dass die Hersteller und vor allem Publisher nicht jammern müssten, aber dennoch halte ich es für richtig, den Konsumenten zu sensibilisieren und ihm sein Kaufverhalten und deren Konsequenzen überhaupt mal aufzuzeigen.

    Ganz wichtig und nicht falsch verstehen: Ein Gebrauchtmarkt wie er bisher existiert hat auf Schulhöfen, eBay und Flohmärkten ist wichtig und richtig. Den Gebrauchtmarkt aber so professionell auszubeuten wie es GameStop tut ist auf Dauer kritisch. Wenn ein Laden mehr Gewinn durch den Wiederverkauf als bei Neupreistiteln macht, dann dürfte klar sein, wo das Hauptaugenmerk und der Fokus bei der „Kundenberatung“ liegt.

    Und auch wenn ich @NoGoSoul wirklich gerne mag, aber ein Preis von >50 EUR als fair zu bezeichnen für einen gebrauchten Titel ist nicht wirklich glaubwürdig und steht in keinem Verhältnis zu eBay und Co. Dort würde man auf dem Spiel sitzen bleiben uns ausgelacht werden. Dass es DENNOCH genug Käufer zu geben scheint, gut, da kann GameStop ja nichts dafür. Wenn ihr diese Preise durchbekommt, dann ist das natürlich auch das Gesetz von Angebot und Nachfrage und der Dummheit eurer Kunden (sorry, aber stimmt doch), die wohl kein Internet zuhause haben.

  26. Ben - 30.08.2010 20:26

    @Manu: Es ist nur mal wieder bezeichnend wer da jammert. Das ist nicht die kleine Klitsche die von ihren zwei Titeln im Jahr grade so leben kann, sondern die milliardenschweren börsennotierte Publisher die sich über eventuell vorhandene Gewinnausfälle beschweren. Da geht es um Börsenkurse, nicht um Spieleentwicklung.

  27. Aulbath - 30.08.2010 20:57

    Ich kann zur Diskussion nichts beitragen (Ich stimme Ben weitesgehend zu).

    Nur soviel zu Manus Kommentar hier:
    „Ein NES Modul spielt sich auch nach 20 Jahren vom Flohmarkt noch genauso wie die eingeschweißte Originalversion.“

    MUAHAHAHAAHAHAHAHAH! Gerne würde ich dir persönlich demonstrieren das dieses das wohl unglücklichste Beispiel ist was du hättest wählen können – NES ist eine alte Sau wenn’s darum geht das Teil zum laufen zu kriegen, sei es weil stetes Reinpusten die Kontakte korrodieren lässt oder weil die dolle Einrast-Lockon-Videorekorderwäreichgerne Mechanik völlig ausgeleiert ist.

    Was würde ich dafür geben das es wirklich so wäre…

    Trägt nichts zur Diskussion bei, ich weiß. Damit es nicht völlig für die Tonne war hier der Link zur dicken Diskussion im Maniac Forum (das klassische, alte, gute): http://www.maniac-forum.de/forum/pxmboard.php?mode=message&brdid=1&msgid=2531219

  28. Thomas - 30.08.2010 21:45

    @NoGoSoul

    Das sind keine Vermutungen von mir, sondern 4 Jahre Erfahrung im Einkauf bei Saturn in der Tonträgerabteilung.

    Kann man denn die Tonträgerabteilung mit den Games vergleichen? Hattest du Kontakt mit denen? Heißt „Einkauf“ wirklich der Einkauf im Konzern oder das Bestellen der Titel im Laden?

    Wir reden wohl aneinander vorbei: Für dich sind 15 Euro eine riesige Ersparnis und halt „billiger“, für mich sind über 50 Euro ein lachhafter „Gebrauchtpreis“. Das sind eben zwei Paar Schuhe. Wie Manu schon schrieb, bei eBay würde man sich darüber kaputt lachen und was Gebrauchtpreise an sich angeht, dürfte eBay jetzt das Maß der Dinge darstellen.

    Dass GameStop die Spiele natürlich nicht für 2 Euro mehr weiterverkauft, ist natürlich klar. Schließlich steht ja noch eine große Logistik (vom Tresen ins Regal) dahinter. Kleiner Scherz. Die Gewinnmarge beim Gebrauchtan- und -verkauf ist aber beträchtlich und darum geht es ja. Ich dachte zuerst, dass GameStop ein cooler Laden ist, der den großen Märkten Paroli bietet, wurde aber beim ersten Besuch gleich eines Besseren belehrt. Nur Listenpreise und dann halt noch der lächerliche Gebrauchtverkauf. Und die Deals mit 9,90 Euro sind doch ähnlich: Jedes der vom Kunden angelieferten zwei Gebrauchtspiele wird für 40 oder sogar 50 Euro wieder verkauft, der Laden hat NULL Arbeit damit gehabt, außer es ein und aus zu bongen, und dazu gibt’s noch 9,90 Euro Cash vom Kunden. Sind im besten Fall 109,90 Geldeingang und ein Spiel für vielleicht 40 Euro im Einkauf geht raus. Hmmm.

    Das schlimme ist ja, dass kein Unterschied gemacht wird. Wenn ich jetzt ein brandneues Mafia II zum Ankauf bringe, kriege ich doch auch nur 20 Euro dafür. Und dann wäre ich WIRKLICH bescheuert, es zu den „Halsabschneidern“ zu bringen. :-)

    Natürlich funktioniert die Quersubventionierung großer Titel für kleine wie auch bei CDs. Ein Großteil der CDs steht im Laden und sammelt Staub, den Kram müssen die Plattenfirmen halt verlegen. Wenn es nach denen ginge, wäre aber jeder Künstler vom Schlage einer Madonna, die mal eben ein paar Millionen Vorbestellungen bringt bei ihrer neuen CD. Und so finanziert halt ein Dead Space irgendeine Gurke mit.

    Wenn es aber den Gebrauchtmarkt vielleicht irgendwann nicht mehr gibt, werden dann WIRKLICH mehr Spiele verkauft oder werden die Wertungen in Magazinen und auf Webseiten wieder wichtiger und die Käufer sieben NOCH stärker aus und kaufen weniger?

  29. NoGoSoul - 30.08.2010 22:05

    Kann man denn die Tonträgerabteilung mit den Games vergleichen? Hattest du Kontakt mit denen? Heißt „Einkauf“ wirklich der Einkauf im Konzern oder das Bestellen der Titel im Laden?

    Ich finde es nett, wie du meine Antwort gleich wieder in Frage stellen musst.
    Ok – um es noch mal deutlich für dich zu machen (wirst es mir wohl danach immer noch nicht glauben) – ich habe 4 Jahre lang den Einkauf für Anwendersoftware, PC Games, Konsolen Spiele und Konsolen-Zubehör für eine 300qm Abteilung geschmissen. Zudem hatte ich den kompletten Einblick und auch Einkaufsverhandlungen mit der Tonträger (DVD sowie CD Abteilung) und kenne daher die Einkaufspreise in und Auswendig sowohl für diese Titel (Preisstaffeln). Wenn ich dir sage, das der Laden nichts daran verdient, dann sage ich das nicht um hier einen auf dicke Hose zu machen. Aus dem Alter bin ich raus und ich dachte das hier ist Polyneux und nicht irgendein Gamestar Forum :( (sorry)

    Das schlimme ist ja, dass kein Unterschied gemacht wird. Wenn ich jetzt ein brandneues Mafia II zum Ankauf bringe, kriege ich doch auch nur 20 Euro dafür. Und dann wäre ich WIRKLICH bescheuert, es zu den „Halsabschneidern“ zu bringen. :-)

    Noch mal – es zwingt euch keiner diesen Trade-In zu machen.

    Und genial finde ich, wenn diese Spiele so „überteuert“ sind – warum werden sie dann gekauft? (ok – mal abgesehen davon das ein Kunde anscheinend kein Internet bedienen kann) – wenn das alles so teuer ist und die Kunden das nicht kaufen….. Warum hat dann THQ/EA so viel Angst vor dem „Gebrauchtmark“ – ihr müsstet doch selber merken das spätestens jetzt kein Zusammenhang mehr vorhanden ist.

    Und btw – können wir wieder zurück auf das Thema kommen und jetzt nicht über Preispolitik von GameStop und Co reden – das hat nichts mehr mit der ursprünglichen Thematik zu tun….

  30. Thomas - 30.08.2010 22:29

    Tschuldigung, dass ich nachfrage, um deine Aussagen in einen Kontext setzen zu können. Mir reicht ein „das ist so“ nun mal nicht, egal ob bei Polyneux, Gamestar oder Spiegel.

    Du beantwortest dir deine Frage ja selbst: Auch bei den großen Ketten wird zu hohen Preisen gekauft. Manchen ist es wohl egal und die meisten wissen es nicht besser oder ihnen ist Internet-Shopping immer noch suspekt.

    Dass man zum Kauf oder Verkauf gezwungen wird, hat niemand behauptet.

  31. Torwalter - 30.08.2010 22:39

    Ich sehe keinen ernstzunehmenden Unterschied zwischen Videogames und anderen Gütern, der eine Unterbindung des Gebrauchtmarktes rechtfertigen würden.

    Jede Branche könnte irgendwelche Ausnahmen und mehr oder weniger sinnvolle Begründungen aus dem Hut zaubern, um für sich Sonderstellungen zu fordern.

    Im Jammern und Wehklagen war die Softwareindustrie -mal abgesehen von der Musikindustrie- schon immer der ungeschlagene Meister.
    Man bedenke nur, was der Autoindustrie durch den Gebraucht- und Importhandel für Geld durch die Lappen geht und trotzdem ist das Gejammer nicht halb so groß.

    Auch Spiele unterliegen einem Wertverlust und durchleben einen Alterungsprozess durch stetem technischen Fortschreiten neuerer Games.
    Zwar hat ein solches älteres Game dann im Gegensatz zum materiellem Produkt keine direkten Gebrauchsspuren (mal abgesehen von Datenträger, Verpackung, Anleitung), hat aber gegenüber aktuelleren Games zumeist technische Defizite, d.h. der Zahn der Zeit nagt auch an immateriellen Gütern und wertet diese herab.

  32. Balkan Toni - 31.08.2010 00:30

    Ob der Gebrauchtmarkt die Spieleindustrie tötet oder nicht, das weiß ich nicht. Doch eins weiß ich: Diese Diskussion tötet Gehirnzellen.

  33. Flokker - 31.08.2010 01:23

    Tonez, Tonez…

    Zum Thema: Das Gemaule der Publisher am Gebrauchtmarkt zeigt mir nur wiedermal, dass diese Branche einer der am härstesten umkämpften und dadurch am härstesten kapitalistisch ausgerichteten ist. Es geht NUR um Profitmaximierung. Jede noch so kleine Marge muss ausfindig gemacht werden und dann eingestrichen werden. Mir gefällt das nicht. Euch?

  34. Gameproducer - 31.08.2010 02:38

    Spiele sind gar nicht so teuer.

    Überlegt mal folgendes:

    1993 kostete ein SNES-Spiel 100-140 DM.

    2010 kostet ein Wii-Spiel 30-60 Euro.

    Dazwischen liegen 17 Jahre Inflation und um Faktor 10-50 gestiegene Entwicklungskosten.

    Der gesunkene (sic!) Preis ist nur möglich, weil mittlerweile mehr Menschen Spiele kaufen.

    Gebrauchte Spiele aber bringen keine Entwicklungskosten und verkleinern die Käuferschicht wieder.

    Ich möchte auch weiterhin für meine Arbeit bezahlt werden und wer meint, dass es hier nur um das Anhäufen großer Geldmengen geht, sollte vielleicht mal gründlich schauen, wie viele Stellen in der Gamesbranche 2009/210 allein in Deutschland weggefallen sind.

  35. Flokker - 31.08.2010 02:45

    Dass die Arbeits- und Lohnbedingungen in der Spielebranche ne Sauerei sind steht auf einem ganz anderen Blatt und ist Ausprägung der anderen Seite der Profitmaximierung. Hier Kausalzusammenhänge zwischen Gebrauchtspielemarkt und Kündigungen in der Gamebranche zu konstruieren ist erstens faktisch fragwürdig und zweitens einfach populistischer Quatsch.

  36. NoGoSoul - 31.08.2010 12:07

    Ich persönlich finde ja, das es doch immer auf das Win-Win Prinzip rauslaufen sollte.

    Firma A verkauft sein Spiel B Neu
    Firma C verkauft Spiel B gebraucht
    Kunde bekommt eventuell durch kauf von gebraucht Spiel B lust auf neuen Teil D und kauft sich dann diesen von Firma A.

    Ich sehe den Gebrauchtmarkt (egal ob jetzt GS, eBay, Flohmarkt, Privat usw) als unterstützende Maßnahme für eine Firma, um das Interesse an Titeln zu entfachen.
    Kann man doch mit dem ausleihen vergleichen. Schon oft hatte ich einen Titel von einem Bekannten ausgeliehen und musste ihn mir ein paar Tage später selber kaufen, um ihn einfach im Regal stehen zu haben ;D

    THQ und Co. sollte ein bisschen über den Marketing- und Zahlenrand drüberschauen und dann merken sie vielleicht, das alles nicht so schlecht ist wie sie selber denken.

    BTW – habe mir gerade noch mal von THQ die Releases der letzten Zeit angeschaut… Darksiders dürfte dabei so ziemlich das einzigste Glanzlicht gewesen sein. Titel wie „All Stars Cheerleading, Karatekid und noch mehr Casual Schrott ziehen halt einfach nicht. Und auch die Aussicht auf das Weihnachtsgeschäft und Q1 2011 sieht nicht vielversprechend aus (ausgenommen mal WH Space Marines)…
    Die Investition in gute Titel, Lizenstitel etc würden gut Geld in die Kassen spühlen und ich wette mit euch: Sobald ein Titel $$$$$$$$$$$ (stellt euch jetzt ein *DINGDINGDINGDINGDING-Ton vor* hervorruft ist das Thema „Used-Market“ ganz schnell wieder vergessen.

  37. cmi - 31.08.2010 14:05

    zum thema digitaler vertrieb (mangels konsole rede ich im folgenden ausschließlich von steam bzw. eingeschränkt von d2d)

    ich habe als kunde dabei einige vorteile (automatisches patchen, spielereien wie achievements, relativ unbegrenzte downloads, teilweise kein kopierschutz) und einige nachteile (spiele nicht weiterverkaufbar (interessiert mich persönlich nicht weiter), teilweise immer noch kopierschutz, kein echtes handbuch (was aber bei den heutigen handbüchern allerdings größtenteils kein verlust mehr ist)).

    was ich aber als eine frechheit empfinde, sind die preise. ist mir in dem moment egal, ob die preise so hoch sind, weil die publisher oder steam/valve soviel verlangen.

    wenn ich ein spiel herunterlade, dabei keine physischen medien, keinen transport, keine zwischenhändler mitbezahlen muss, sondern „lediglich“ die infrastruktur des anbieters… dann erwarte ich einfach, dass die spiele günstiger sind und nicht teurer als teilweise im laden(!) bzw. grundsätzlich teurer als bei order aus uk. ich zahle nicht 50eur (oder noch mehr) für einen digitalen download bei steam, wenn es selbst bei saturn günstiger ist (die die preise auch angehoben haben), von uk ganz zu schweigen.

    steam war früher mal ein echtes schnäppchen, heute kann man da (imho) nur noch bei aktionen bzw. ältere spieler kaufen.

  38. Manu - 31.08.2010 14:24

    @cmi: sehe ich auch so. Ich mag es, Spiele direkt im Moment des Kaufimpulses herunterladen zu können und nutze das gerne. Ich brauche auch keine physikalischen Staubfänger im Schrank und auf den Wiederverkaufswert kann ich gerne verzichten, wenn ich denn das auch im Preis spüre. Der iTunes Store zeigt ja, dass man auch mit niedrigen Preisen für ein Spiel durchaus noch Gewinn machen kann als Entwickler (Siehe Carcassonne und die bekannten Top10 Titel) – aber selbst bei Preisen von 5-10 EUR im Appstore wären die Spiele noch günstig und für einen digitalen Download voll ok. Genauso die Arcade-Spiele bei XBLA – da diese NUR dort existieren, sind die Preise ja auch angemessen. Ein Limbo oder Lara Croft GoL sind die ca. 15 EUR einfach Wert. Dass die Vollpreis-Titel als Download noch so teuer sind, liegt aber in erster Linie an dem Zoff mit den Zwischenhändlern, dem man im Moment wohl noch aus dem Weg gehen möchte. Würde Steam ein CIV 5 oder MS ein Halo Reach als Download direkt für 25-30 EUR anbieten, die würden momentan von der Einzelhandels-Lobby ordentlich auf den Sack bekommen.

  39. Missingno. - 31.08.2010 14:43

    Was mir jetzt ja nicht ganz klar ist… warum ist der Einzelhandel so erpicht darauf Spiele im Sortiment zu haben? Laut NoGoSoul machen sie damit ja keinen (nennenswerten) Gewinn, stellen also nur aus Jux und Dollerei Ladenfläche zur Verfügung!? Und warum will MM/Saturn die PSP Go! nicht ins Angebot nehmen, weil ihnen der (angeblich unliebsame) Handel mit Spielen verwehrt bleibt?

    Und wo kauft ihr denn, dass Spiele 70 Euro kosten? Wenn ich mich in einem Laden umschaue, schlucke ich ja schon bei 50-60 Euro Neupreis und bestelle dann lieber bei Amazon (DE! Oder eben gleich in UK). MM/Saturn und Co. lohnen sich höchstens noch bei Angeboten oder 18er-Titeln, die bei Amazon mit 5 Euro „zwangsbesteuert“ werden. (Wenn ich ein Spiel für 48 Euro mitnehmen kann ist das bequemer als 40 Euro + 5 Euro zu zahlen und das Paket persönlich in Empfang nehmen zu müssen.) Die kleiner 40 Euro Durchschnitt sind übrigens zu 90% hier in D gekauft, das zum Thema Äpfel mit Birnen vergleichen.

  40. NoGoSoul - 31.08.2010 15:46

    Was mir jetzt ja nicht ganz klar ist… warum ist der Einzelhandel so erpicht darauf Spiele im Sortiment zu haben? Laut NoGoSoul machen sie damit ja keinen (nennenswerten) Gewinn, stellen also nur aus Jux und Dollerei Ladenfläche zur Verfügung!? Und warum will MM/Saturn die PSP Go! nicht ins Angebot nehmen, weil ihnen der (angeblich unliebsame) Handel mit Spielen verwehrt bleibt?

    Das liegt an drei Dingen:

    a) Marktanteile
    b) Umsatz durch Masse
    c) Weil die Kunden sonst wo anders hingehen.

    Durch die Marktanteile zeigt ein Unternehmen seine Stellung auf den Markt, der Umsatz kommt durch Masse (bestimmt schon mal aufgefallen bei einem Big-Release z.B. CoD 6 das ca. 200-300 Units auf der Verkaufsfläche stehen und zu guter letzt „musst“ du es im Sortiment haben, damit die Kunden zu dir in den Markt kommen.

    Bei der PSP GO! ging es um 3 Faktoren

    a) Einkaufspreis Vs. Verkaufspreis des Gerätes = niedrige Marge
    b) Zusatzverkauf durch Spiele nicht gegeben
    c) Einkaufspreis Vs. Verkaufspreis der Networkkarten

    Es gab viel Diskussion darüber, das Sony den EH (Einzelhandel) nur als Buckeltier zum Verkauf nutzen würde. Hintenrum ging es aber darum, das der Erlös aus dem Verkauf in keiner Relation stand von der Gewinnsumme (wirtschaftlichkeit) – zudem stand natürlich die Frage im Raum – an was man dann nach dem Hardware Verkauf weiter verdient (Anmerkung: Hardware = +/- Null Geschäft) – keine Software mehr und nur noch die Network-Karten. Damit sind wir auch beim nächsten Punkt – die Marge für die Networkkarten war nicht das, was sich MM und Saturn vorgestellt hatten. Somit gab es sehr viele Diskussionen und verhandlungen. Zum Schluss machte dann MM und Saturn mit und nahmen kleine Stückzahlen zum Release auf (bei uns waren es damals glaube ich 3 schwarze und 3 weiße) – Sony wollte aber jeweils 50 Stk+ haben… naja interner Kram.

    Zusammengefasst: Sony brauchte nur jemanden, der ihnen das Gerät auf den Markt bringt (Vertrieb) – der EH sollte von dem dicken Geschäft im Hintergrund mit den DLC nichts haben… Das ist auch schon die ganze Geschichte.

    Und wo kauft ihr denn, dass Spiele 70 Euro kosten? Wenn ich mich in einem Laden umschaue, schlucke ich ja schon bei 50-60 Euro Neupreis und bestelle dann lieber bei Amazon (DE! Oder eben gleich in UK). MM/Saturn und Co. lohnen sich höchstens noch bei Angeboten oder 18er-Titeln, die bei Amazon mit 5 Euro „zwangsbesteuert“ werden. (Wenn ich ein Spiel für 48 Euro mitnehmen kann ist das bequemer als 40 Euro + 5 Euro zu zahlen und das Paket persönlich in Empfang nehmen zu müssen.) Die kleiner 40 Euro Durchschnitt sind übrigens zu 90% hier in D gekauft, das zum Thema Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Also die 69,99 sind bei Konsolenspielen bei MM und Saturn fast normal. Dies fällt meistens nicht ganz so auf, da sie einen Artikel Wochenlang durch die Werbung schleifen und somit den Preis bei 50-60 EUR eintingeln. Ansonsten ist das der normale Verkaufspreis – Sony hat einen UVP von 70,95 EUR bei Neuware und einen UVP von 30,95 bei Platin Geschichten (wie gesagt – der UVP ist direkt von Sony).

    Wenn du bei dir 40 EUR im Schnitt bezahlst – wow … sag mir bitte wo – dann komme ich vorbei. (Das meine ich ernst) weil die Regel ist das für DE nicht.
    Ich habe schon lange im deutschen Handel solche Preise nicht mehr gesehen – daher auch meine Aufstellung mit dem Äpfel und Birnen vergleichen. Ich lasse mich gerne von etwas anderem überzeugen! Kannst du mir einen Link oder Webseite zu solchen Preisen geben? Es würde mich einfach mal brennend interessieren.

    wenn ich ein spiel herunterlade, dabei keine physischen medien, keinen transport, keine zwischenhändler mitbezahlen muss, sondern „lediglich“ die infrastruktur des anbieters… dann erwarte ich einfach, dass die spiele günstiger sind und nicht teurer als teilweise im laden(!) bzw. grundsätzlich teurer als bei order aus uk.

    Ich stimme dir in diesem Bereich zu – aber sind wir doch mal ehrlich – es geht nicht um das Geld sondern um einen idealen-Wert – das Gefühl etwas in der Hand zu haben. Wenn wir jetzt aber mal die Kosten für eine „normale“ Edition nehmen, d.h. DVD Hülle, Cover und Inlay + CD/DVD/Bluray – was haben wir dann an Materialkosten? Ich nenne jetzt mal ca. Preise (ohne das ich deren Wahrheitsgrad belegen kann)

    CD/DVD Rohling – 10 Cent
    Cover Druck – 5-10 Cent
    DVD Hülle max. 50 Cent
    Handbuch – max. 50 Cent

    Gesamt: 1,20 EUR (wie gesagt – habe ich mir jetzt mal so ausgedacht – denke aber ich liege nicht ganz so weit daneben)

    Bei Spezial-Editions sieht das natürlich eine ganze Ecke anders aus.

    Wie gesagt, ich gebe dir recht, was den Preis angeht – aber wir reden halt über einen ideellen Wert (für uns müsste halt der Preisnachlass sehr viel höher sein als diese 1,20 EUR – und zu guter letzt – mit Serverhosting, Pflege, Techniker und Co… wahrscheinlich ist sogar auf Dauer dieser Distributionsweg teuer ;) (Ich lasse mich aber gerne von einem Server-Admin aufklären wenn ich hier komplett daneben liege)

    Der iTunes Store zeigt ja, dass man auch mit niedrigen Preisen für ein Spiel durchaus noch Gewinn machen kann als Entwickle

    Du darfst aber nicht vergessen, das hier die Einstiegshürde viel geringer ist als bei Consolen-Titeln. 79 Cent vs. 40-70 EUR (damit wir jetzt mal alles abgedeckt haben ^^) ist ein gewaltiger Unterschied. Diese App´s verkaufen sich halt einfach nur über Masse – 1x kaufen oder 200x mal kaufen…

  41. Missingno. - 31.08.2010 17:42

    Wenn du bei dir 40 EUR im Schnitt bezahlst – wow … sag mir bitte wo – dann komme ich vorbei.

    Amazon.de -.-

    Bioshock 2 Limited Edition: 39,97 Euro (+ Versandbonus)
    LEGO Rock Band: 29,99 Euro
    Fallout 3: 38,25 Euro

    The Conduit: 19,99 Euro
    No More Heroes 2: 39,99 Euro
    Red Steel 2: 39,99 Euro
    Another Code R: 39,99 Euro

    Für ein Eternal Sonata habe ich mal knapp 60 Euro gezahlt. Mass Effect damals 48,74 Euro.

    (Da ich seit einiger Zeit genau Buch führe kann ich auch das mit den Durchschnittspreisen für mich sagen. Für die Wii sind es momentan 37,22 Euro, für die Xbox 360 41,80 Euro. Am PC dagegen nur 25,56 Euro.)

    Du darfst aber nicht vergessen, das hier die Einstiegshürde viel geringer ist als bei Consolen-Titeln. 79 Cent vs. 40-70 EUR (damit wir jetzt mal alles abgedeckt haben ^^) ist ein gewaltiger Unterschied. Diese App´s verkaufen sich halt einfach nur über Masse – 1x kaufen oder 200x mal kaufen…

    Dazu kann ich nur empfehlen: http://www.codinghorror.com/blog/2009/08/software-pricing-are-we-doing-it-wrong.html

  42. NoGoSoul - 31.08.2010 19:11

    Sind das Preise, die du „zum“ Release gezahlt hast oder die aktuellen Preise auf Amazon? (bin gerade zu faul um selber zu schauen ^^)

  43. cmi - 31.08.2010 19:22

    @NoGoSoul

    Ich stimme dir in diesem Bereich zu – aber sind wir doch mal ehrlich – es geht nicht um das Geld sondern um einen idealen-Wert – das Gefühl etwas in der Hand zu haben.

    also ich hoffe wir reden jetzt nicht aneinander vorbei. aber die zeiten, bei denen spiele bei mir sowas erzeugt haben, sind lange vorbei. in zeiten von minimalanleitungen (zum großteil ist ja auch (aus verschiedenen gründen) nix mehr anderes notwendig) und dvd-cases samt seriennummer kann ich auf einen physischen datenträger verzichten.

    wiederverkaufswert ist mir wie gesagt bummi, habe ich eh noch nie gemacht. spiele, die ich mir neu kaufe, sind „behalte ich bis in alle ewigkeit“-spiele. andere kaufe ich eh erst, wenn sie im budgetbereich von 25eur oder so angekommen sind.

    beispiel bzgl. der preise:

    ein modern warfare 2 für 59eur bei steam? *lachwech* für ein paar stunden gute unterhaltung (multiplayer interessiert mich nicht weiter) soviel geld? witzig in diesem zusammenhang: modern warfare 1(!!) steht für 39,90 bei unserem saturn… oO

  44. Manu - 31.08.2010 20:26

    @cmi:

    die Diskussion wie viel Geld einem Entertainment wert ist, führt aber zu nichts. MW2 hätte bei 10 Stunden Singleplayer selbst dann noch mit 6EUR/h einen guten Schnitt für mein Gefühl im Verhältnis zu Kino oder Edelnutten. Wenn du dann 100h Multiplayer rechnest, dann sowieso. Aber wie gesagt, das führt zu nix. Spätestens seit der Diskussion ob Limbo 1200 MS Punkte wert sei, hat sich gezeigt, dass die Schmerzgrenze da wohl sehr stark individuell abweicht ;)

  45. Missingno. - 31.08.2010 20:45

    @NoGoSoul
    Das sind die Preise, die ich zum Kauf gezahlt habe. ;) Ich habe aber extra ein paar Beispiele rausgezogen, wo der Kauf nicht allzu spät nach dem Release kam. NMH2 war z.B. vorbestellt. Metroid: Other M ist auch für so rund 44 Euro vorbestellt. Vielleicht geht der Preis ja noch ein bisschen runter bis zum 3.9. :D
    Ich muss ein Spiel aber nicht unbedingt am allerersten Tag haben. Das macht natürlich auch noch etwas aus. ;) Aber wenn man es wieder mit den Äpfeln vergleicht: dass ich den Blockbuster-Titel, den ich unbedingt haben will, am ersten Tag gebraucht (d.h. „günstiger“) bei Gamestop bekomme, ist ja auch sehr sehr unwahrscheinlich. Ich muss hier also auch ein bisschen warten können, bis die ersten Exemplare zum Verkauf stehen.

  46. cmi - 31.08.2010 22:12

    @manu: ja sicherlich. nie im leben würde ich 60eur für ein pc-spiel ausgeben, aber mir ist bewusst, dass das jeder anders sieht.

    mir ging es nur darum, dass mw2 heute immer noch 59,99eur bei steam kostet, während es bei amazon für 28,90eur (.de) bzw. 29,77pfund (bei .co.uk – ist das erste mal in langer zeit das es bei uk teurer ist) zu haben ist. es ist vollkommen gaga, für einen digitalen download das doppelte(!) zu verlangen, wie es im laden mit margen, transport, produktion usw. kostet. darauf wollte ich hinaus.

    @missingno.: das mit dem „muss es nicht am ersten tag haben“, kann aber auch nach hinten losgehen. siehe starcraft 2. da muss man schon noch ne ganze weile warten, bis das günstiger wird. zumal der preis nach dem erstverkaufstag nach oben ging. ;)

  47. Missingno. - 31.08.2010 22:32

    Starcraft 2 war aber auch schon am ersten Tag für unter 40 Euro zu haben. Übrigens ist mir dieses merkwürdige Preisverhalten auch schon bei einigen Wii-Titeln aufgefallen.

  48. Rados - 31.08.2010 22:39

    Balkan Toni sind mittlerweile bestimmt schon die Gehirnzellen ausgegangen :D

  49. cmi - 31.08.2010 22:41

    @missingno.: ja, genau am ersten tag. danach ging der preis hoch. jetzt kostet es überall zwischen 45 und 50eur.

    meinte das nur als kleinen seitenhieb auf dein „muss spiele nicht am ersten tag haben“ – das wäre bei sc2 ein schnäppchen gewesen ;)

  50. Stegosaurus - 01.09.2010 11:16

    Hallo !

    Ich komme auch aus Berlin und kann nur bestätigen, dass Gamestop mittlerweile an jeder Ecke vertreten ist. In Steglitz gibt es in einem Bezirk sogar 2 Gamestops innerhalb von 2 Kilometern.
    Vor ca. einem Monat habe ich dort das teuerste Gebrauchtspiel gesehen, was ich jemals in der Hand hatte: Gamestop hat es für 59,99 Euro verkauft- GEBRAUCHT. Ich weiß nicht mehr welcher Titel es war, ein 360-Spiel war es aber.

    Ich war mehrmals dabei als Leute dort ihre Spiele verkaufen wollten und dann wieder rausgegnagen sind. Oft geben sie für ein Spiel, was sie selbst gebraucht für 20 Euro verkaufen nur 1,50 Euro.

    Am fiesesten sind die Leerhüllen bei neuen Spielen. 95 % der „neuen“ Disks weisen Schlieren und Kratzer durch Ablagerungen auf. Einmal habe ich mir ein neues Spiel gekauft und es hat aufgrund solcher Ablagerungen (kennt man von Disks aus Videospielzeitschriften) nicht funktioniert und ich musste es umtauschen. Das muss man sich mal vorstellen: Umtausch eines NEUEN Spiels, weil es nicht funktioniert !
    Überhaupt sehen die Hüllen der „neuen“ Spiele schon sehr mitgenommen aus und von neu kann da gar keine Rede mehr sein, wenn jeder mit seinen Fettfingern die Packungen anfässt.
    Wenn ich nachfrage, ob sie ein neues Spiel noch im Lager in Folie haben, haben sie es nie in Folge gehabt.
    Ich möchte ein Spiel selbst öffne und das Siegel entfernen. Zum Verschenken macht sich ein geöffntes Spiel auch nicht so gut.

    Zudem gibt es beim Gamestop keine Uncut-Spiele und deshalb ist die Auswahl auch nur die gleiche wie in einem Karstadt.

  51. grobi - 01.09.2010 12:02

    Ist ja logisch, das professionelle Gebrauchthändler – also solche Läden, deren Geschäftsmodell der An- und Verkauf von gebrauchter Ware ist – ihre Geschäft mit der Handelsspanne machen. Das ist auch alles andere als Raketenwissenschaft, da könnte ich genauso behaupten, der Himmel wäre Blau oder die Schwerkraft sorge unter anderem dafür, dass Dinge nach unten fallen.

    Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Differenz zwischen Verkaufen und Einkaufen aus Sicht des „kleinen Mannes auf der Strasse“ aussieht, lohnt sich meines Erachtens ein Blick nach http://www.tradeagame.de. Aktuelles Beispiel – ich verkaufe denen „NFS Shift“ für PS3 und bekomme dafür 8 Euro. Wenn ich es dort gebraucht kaufen muss, dann darf ich 15,99 Euro berappen. Dazu kommen (jeweils!) noch Versandkosten.

    Genauso ist es offensichtlich, dass ich als Privatverkäufer u.U. mehr Kohle machen kann, wenn ich einen anderen Privatmann direkt über den Tisch ziehe, statt über Zwischenhändler zu gehen.

    Ansonsten finde ich die Differenzierung zwischen Videospielen und anderen Gebrauchtgütern relativ müssig. Bücher erhalten 100% der Qualität ihres Contents auch nach zwanzig Jahren noch, selbst wenn sie muffig riechen, die Seiten vergilbt sind und das Cover eingerissen ist. Trotzdem bringt der Second Hand-Handel den Buchmarkt nicht um. Genauso klar ist, dass alle anderen Medien (Buch mit Kindle, Mukke und Filme mit Itunes und so weiter) auch in die DRM-Richtung gehen oder gegangen sind. Und so langfristig den Gebrauchtmarkt töten wollen. Da spricht es nur niemand aus.

    Ich finds Scheisse. Die Aussage, dass der Gebrauchtmarkt den Neuwarenmarkt stützt, ist ja jetzt auch nicht unbedingt eine revolutionäre Erkenntnis. Da ich inzwischen einen sehr großen Wert auf den Wiederverkauf meiner Spiele lege (und auch absolut bereit bin, zwecks Ersparnis viele Monate nach Release zu kaufen), muss da für mich persönlich einiges über den Preis gehen, wenn ich auf die DRM-Schiene kommen soll. Wann ist eigentlich das letzte Mal ein Live Arcade-Titel wegen Alters im Preis gesunken?

    Ach und was ich noch fragen wollte: ist Gamestop eigentlich ein Franchise-System?

  52. Holger - 13.09.2010 15:02

    Ein aktuelles Urteil zu dem Thema. Ein Hoch auf die USA!

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Gericht-verbietet-Weiterverkauf-von-gebrauchter-Software-1077626.html

    (edit Manu: Link verschoben wegen Kommentarvorschau-Umbruch in der Sidebar)

  53. Missingno. - 13.09.2010 17:29

    Die USA – das Land der beschränkten Unmöglichkeiten. ;) „Noch“ haben „wir“ allerdings einen Erschöpfungsgrundsatz im Urheberrecht. Das heißt, so lange es die physischen Datenträger im Laden (oder Online) zu kaufen gibt, wird es den Gebrauchthandel geben (können).

  54. Anonymous - 14.09.2010 23:47

    @Missingno: Ausnahme und/oder Aufweichung?
    [url]http://www.damm-legal.de/kg-berlin-keine-erschoepfung-der-urheberrechte-bei-download-des-werks[/url]

  55. Missingno. - 14.09.2010 23:56

    Download =/= physischer Datenträger
    (Steht im Übrigen genauso in dem von mir verlinkten Artikel.)

Hinterlasse einen Kommentar