Polyneux spricht, Vol. 9 (motivierte Edition)

Unzählige Äonen sind durch den Flux-Kompensator geschwommen, seit die letzte Folge unseres allseits ignorierten beliebten Podcasts ins endlose Nichts gesendet wurde. Zeit für neue Schandtaten! Diesmal treiben Euch Christian, Manu und SpielerZwei mit Ihrer Meinung darüber auf die Palme, warum manche Spiele besser sind stärker motivieren als andere und warum eine gute Story oder eine exzellente Spielmechanik alleine den Wombat noch nicht fett machen.

Dabei reißen wir unter anderem Titel wie Super Meat Boy, The Darkness, Alan Wake, Enslaved, Burnout Paradise Need for Speed: Hot Pursuit, Psychonauts und Silent Hill an, benutzen das böse Wort „Gameplay“, legen offen, was wir alles nicht zu Ende gespielt haben, freuen uns auf angeregte Diskussionen in unseren Kommentaren und üben uns in Selbstzensur. Das – und noch viel mehr – gibt es wie immer nach nur einem Klick und natürlich auf iTunes im Abo.

Viel Spaß!


Tags: , , , , ,  

36 Kommentare

  1. David - 06.12.2010 12:11

    Hab davon nur Psychonauts und Enslaved wirklich gespielt aber werde jetzt gespannt lauschen, was ihr zu erzählen habt :)

  2. Christian - 06.12.2010 12:15

    Geht ja grundsätzlich weniger um die Spiele als solche, sondern darum, warum sie uns motiviert haben – oder eben nicht. Bzw. darum, wwelche Motivationsfaktoren bzw. Spielelemente zusammenkommen müssen, um ein gutes Spiel zu ergeben.

  3. David - 06.12.2010 12:55

    Also mal ein paar Kommentare, während ich gleichzeitig zuhöre:
    1. wenn ich einen Schwierigkeitsgrad einstellen kann, nehme ich immer „easy“. Mit Frust komme ich gar nicht klar, hatte ich ja bei uns letztens auch kurz geschrieben.

    2. Standardspiel hat heute 10-12 Stunden? Mal von den wenigen Wii-Games abgesehen, die ich spiele, habe ich die letzten 2 Jahre kein Game angefasst, das so kurz gewesen wäre. Das kürzeste in letzter Zeit war Enslaved und selbst das hatte mehr.

    3. Bei Enslaved kommt man in den Kämpfen aber nicht weit, wenn man nur „X“ drückt. Beim Springen hast du natürlich Recht. Enslaved war bei mir auch so ein Spiel, bei dem „wann ist das endlich zu Ende?“ die einzige Motivation war, das durchzuspielen. Ich bin so jemand, der ein Spiel lieber zur Seite legt.

    4. Bei Assassin’s Creed stimme ich euch zu 90% zu. Aber Fehler aus Teil 2 sollen in Brotherhood ausgebügelt worden sein? Okay, was die Gegenwarts-Rahmenhandlung angeht, aber ansonsten hat mich das Spiel größtenteils genervt, Teil 2 hat mir da viel mehr Spaß gemacht.

  4. Pascal - 06.12.2010 13:23

    Wäre der gestern Abend schon gekommen hätte ich ihn heute Morgen schon auf dem iPhone gehabt und im iAuto hören können. So bleibt mir nichts als einen leicht dümmlichen Kommentar zu schreiben, der euch auf wann anderster vertröstet, wenn es darum geht meine Meinung zu hören. Der erste, der SEO schreibt, wird gepaddelt.

  5. Manu - 06.12.2010 15:39

    @David:

    Ist das dein Ernst zu Punkt 2? Mir fallen eigentlich fast nur Spiele von diesem Jahr ein, die nicht länger als 15 Stunden geschluckt haben, um durch die Story zu kommen:

    Alan Wake, Layton, Enslaved, Halo Reach, MW2, CoD, MoH, Limbo, DeathSpank, Lara Croft, Splinter Cell Conviction, Prison Break, BioShock 2, Force Unleashed 2 und Kane & Lynch 2 natürlich…

    Und selbst Metroid und Castlevania waren mit 20 auch nicht so weit davon weg, die kriegt man auch schneller durch, denke ich.

  6. Missingno. - 06.12.2010 16:11

    Ich kann eure Stimmen keinen Namen zuordnen, aber ich stimme demjenigen zu, der gesagt hat, dass man oftmals den Eindruck hat, nach einigen Spielstunden alles gesehen zu haben. So war bei mir z.B. bei Bioshock 1 nach dem ersten Kampf gegen einen Big Daddy die Luft total raus. Aber auch schon davor gab es einfach so Spielelemente, die bei mir nicht mehr „gewirkt“ haben, weil ich sie schon von 199x kannte. Als Beispiel die Schrotflinte(?), die Inmitten eines großen ausgeleuchteten Raumes auf dem Präsentierteller lag – mir war klar, dass wenn ich die Waffe aufnehme, die Hölle über mich herein bricht. Und so war es auch. Sorry, aber so etwas hatte ich schon in Doom II oder Unreal.
    Und auch bei den Geschichten… USNF / Gunship 2000 (also Kampf-FluSims) hatten eine Story, Command & Conquer / Dune 2 (also RTS) hatten eine Story, die Single-Player-Ego-Shooter hatten eine Story … und Spiele ohne Story hatten zumindest einen wie auch immer gearteten Karriere-Modus, wenn es nicht gerade Puzzler oder Highscore-Jäger-Spiele waren, oder?

  7. Missingno. - 06.12.2010 16:27

    @Manu
    Metroid: Other M – 9 Stunden 38 Minuten inklusive Epilog beim ersten Durchgang. Bei den Prime-Teilen lag ich immer so bei ~15h.

  8. Christian - 06.12.2010 16:52

    Ey, Team, guckt Euch mal den David an… DER ist hier das echte Weichei… von wegen ich wär total die Spielepussy, weil mir viele Games einfach zu schwer sind und so… ;-)

    Sorry, keine Witze auf Kosten der Leser, ich weiß. Nur Spaß, bitte nicht ernst nehmen.

    @Missigno: Der Typ war ich.

  9. David - 06.12.2010 20:08

    @Manu: du hast 10-12 gesagt. Layton waren bei mir glaube ich 16 (die Diskussion hatten wir ja schon), Enslaved auch mindestens 15, Alan Wake habe ich nicht gespielt und sowas wie Limbo und so zähle ich nicht dazu (habe ich aber auch nicht gespielt.) Conviction hatte bei mir mit Deniable Ops und nochmal auf schwer spielen (Ausnahme bei dem Game) mindestens 30 Stunden. Aber vielleicht spielen wir auch unterschiedlich. Z.B. lese ich immer wieder von Leuten, die behaupten, Fable II sei zu kurz und ich habe noch nie länger an einem Spiel gespielt als an Fable II. Ich spiele ein Spiel, um mich unterhalten zu lassen, nicht um es zu beenden. Ergo renne ich nicht da durch, sondern gucke mir alles an, spreche mit jedem, usw. Das dauert halt.
    (Von den genannten Spielen habe ich nur Layton, Enslaved und Conviction gespielt)

    @Christian: stehe ich zu, sonst hätte ich es nicht gesagt. Wenn zu Beginn nach dem Schwierigkeitsgrad gefragt wird, stelle ich immer „easy“ ein. Wie oben gesagt: ein Spiel soll mich unterhalten und kein frustiger Wettkampf sein. Wenn ich an einer Stelle nach ein paar Versuchen nicht weiterkomme, lege ich ein Spiel auch gerne zur Seite und spiele es nicht weiter.

  10. Missingno. - 07.12.2010 14:26

    Bezüglich Diablo (2): für mich ist die Charakterentwicklung das treibende Element. Vor allem mal ausprobieren, wie sich die unterschiedlichen Heldenklassen spielen. Mein erster erfolgreicher Charakter war eine Gewitter-Zauberin, aber ich fange auch heute noch immer wieder den einen oder anderen Charakter an und teste, was funktioniert und was nicht. Da kommen dann auch schon so Experimente dabei heraus, wie eine Kampfzauberin (mit Verzaubern-Skill). Die Ausrüstung ist da nur ein unterstützender Faktor. Wenn man mal anfängt irgendwelche Boss-Runs zu machen, um Set-Gegenstände zu finden, dann ist der Charakter sowieso schon so weit, dass er die Gegenstände nicht mehr wirklich braucht.
    Was natürlich auch geholfen hat, dass das Spiel „aktuell“ geblieben ist, ist der LAN-Coop.

  11. Manu - 07.12.2010 14:32

    @Missingo: Stimmt, da bringst du mich noch auf einen wichtigen Punkt, den wir im Podcast vergessen haben: Das Herumexperimentieren. Auch was die Motivation beim Sandbox-Spielen wie z.B. Just Cause 2 angeht, oder Chaos stiften in GTA IV.

    Charakterentwicklung: Ja, klar, das sich stetige Verbessern ist natürlich ein starkes Zugpferd bei Diablo, aber ob es nun ein besserer Zauberspruch ist, der stärker ist, eine neue Fähigkeit, die mich unverwundbar werden lässt oder ein neues Schwert: Wie S2 richtig bemerkt hat: Man braucht das, um weiterzukommen.

  12. Missingno. - 07.12.2010 16:22

    Ja und nein. Natürlich hilft es mir, schneller/besser/effektiver weiter zu kommen, indem ich Attribut X / Zauberspruch Y verbessere. Aber nach meiner ersten Gewitter-Zauberin wusste ich, dass das funktioniert, danach habe ich andere Skillungen ausprobiert und eben Fähigkeiten ausprobiert, die mir nicht unmittelbar geholfen haben, Gegner(horden) zu verdreschen. Das ist doch jetzt eher Motivation, um das Spiel zu spielen als Motivation/Zwang, um weiter zu kommen?

    Und auch das letzte Thema im PolyCast noch aufzugreifen: was ist mit dem (teilweise „krankem“) Zeug, das da aus Japan kommt?

  13. Manu - 07.12.2010 19:17

    Was soll damit sein? Gelten da denn andere Motivatoren?

  14. Missingno. - 07.12.2010 20:06

    Nicht unbedingt, aber es gibt doch genug Spiele, die Sex als Motivator, „Motivationsgrundlage“ oder einzigen Grund bieten. Oder nicht?

  15. Daniel - 12.12.2010 14:31

    Zu meiner Ehrenrettung muss ich noch anmerken, dass ich Silent Hill 2 schlussendlich doch durchgespielt habe. Aber ja, es war mehr Arbeit als Spaß. Wobei ich es nicht auf das Alter des Spiels schieben würde. Ich kann sehen, was die Fans daran gut finden, aber für mich ist es nichts. Zu kryptisch, zu japanisch und das eigentliche Spiel macht mir mit den Rätseln und den Kämpfen einfach keinen Spaß.

    Zum Sex: Ich glaube nicht, dass das besonders verkaufsfördernd wäre. Die Entwickler schaffen es ja noch nicht mal Figuren glaubhaft küssen zu lassen. Es sieht immer aus, als würden zwei Holzpuppen mit den Köpfen gegeneinander gestoßen. Dann am besten noch Clippingfehler und jede Illusion ist dahin.

  16. SpielerZwei - 12.12.2010 15:31

    Zum Sex:
    Natürlich gibt es da für Freunde japanischer Importware eine reichhaltige Auswahl. Aaaaaber: Es ist halt japanischer Sex. Und hier im Westen steht eben nicht jeder auf Schulmädchen, Folter und Tentakel. Außerdem ist ein Großteil der japanischen Sextitel ja aufgrund der dortigen Moral/Gesetzgebung stark zensiert und verpixelt.
    Das einzige mir bekannte westliche Sexspiel, das auch tatsächlich als Spiel durchgeht und nicht nur ein Sexsimulator der Marke „3D Sexvilla“ ist, ist „Bonetown“, eine Art unzensiertes GTA mit Nutten und Drogen.
    Und da ich davon überzeugt bin, dass die Kernzielgruppe von Videospielen (männliche Teenager) ganz verrückt nach explizitem Sex in Spielen wäre, wundere ich mich, dass es in dieser Hinsicht kaum etwas gibt. Aber wie Manu schon im Podcast anmerkte, liegt der Hauptgrund vermutlich wirklich darin, dass die meisten namhaften Hersteller in den USA sitzen; dem Land, in dem es kein Problem ist, wenn Leuten in Spielen reihenweise mit der Pumpgun der Kopf von den Schultern entfernt wird, aber ein Aufschrei durch die Öffentlichkeit geht, wenn man mal einen Nippel sieht…
    Dennoch: Wenn Sex als einer der Hauptmotivatoren der menschlichen Existenz funktioniert, ist es um so merkwürdiger, dass er in Spielen, wenn überhaupt, nur unterschwellig und völlig verklemmt vorkommt.

  17. Missingno. - 12.12.2010 18:49

    Kannst du mal ein Beispiel geben, wie genau du dir das vorstellst:

    Und da ich davon überzeugt bin, dass die Kernzielgruppe von Videospielen (männliche Teenager) ganz verrückt nach explizitem Sex in Spielen wäre

    Ich gebe dir natürlich in soweit Recht, dass aktuell sehr viel für USA verklemmt wird. Aber wo ist der Mehrwert, wenn jetzt bei Sexszenen nicht unterschwellig verklemmt ausgeblendet wird, sondern ich sehe, wie der Entwickler sich das vorstellt, wie zwei Charaktere im Spiel Sex haben? Und auch bei Möglichkeiten zur Interaktion, wie verhindert man, dass es nicht billig und/oder völlig verklemmt wird?

  18. jello - 13.12.2010 06:58

    @David: Die zehn bis zwölf Stunden beziehen sich doch nur auf einmaliges Spielen der Hauptstory. Dass man die Spielzeit mit einem zweiten Durchlauf auf höherem Schwierigkeitsgrad oder durch intensives Erkunden der Spielwelt [in einem RPG sowieso Pflicht] ordentlich strecken kann, ist doch klar. Wenn ich 50 € ausgebe, will ich das nat. auch können.
    Und vom Standpunkt „ein Mal Durchspielen“ sind zehn bis zwölf Stunden manchmal schon sehr großzügig angesetzt.

    Zur Motivation:
    In erster Linie nat. die Story. In einem RPG oftmals auch nur die Welt, Orte und Lore [Fallout 3 z.B., was BTW kein Shooter ist! Es spielt sich vllt. so, aber Shooter-Attitüde und RPG-Unterbau stehen (in New Vegas etwas weniger) zu sehr in Dualität, um es als Shooter mit RPG-Elementen gelten zu lassen].
    Achievements durchaus. 100% zu haben, ist schon nett, wobei ich es auch sein lasse, wenn mir eine Bedingung einfach zu blöd/schwer ist. Aber ’nen Versuch isses immer mal wert.

    Zu Sex als Motivation:
    Nee. Wie Daniel schon sagt, solange Charakteranimationen noch immer viel zu unglaubwürdig sind [gutes Bsp. :)], seh‘ ich schwarz für dargestellten Sex statt schwarzes Ausblenden [pun probably intended :D].
    Von der Interaktion beim Akt ganz abgesehen. Da muss ich Missingno. vollkommen zustimmen. „Bewege den linken Stick für Beckenbewegungen, drücke Button A für Küssen“ oder was? Ein 15-Jähriger sollte dann doch lieber echte Erfahrungen in dem Bereich sammeln. Hat er auch mehr davon. ;)

  19. SpielerZwei - 13.12.2010 08:20

    @ Missingno:
    Da läge natürlich zunächst ein Larry-Spiel ohne die Verklemmtheit und den dümmlichen Humor von Larry nahe (habe die blöde Reihe nie wirklich gemocht). Aber auch in ernsthaften, storybasierten Spielen wäre Sex denkbar. Es kommt einem nur so absurd vor, weil man beim narativen Spiel zu sehr in Filmdimensionen denkt. Außer ein paar ArtHouse-Filmen traut sich ja normalerweise niemand Sex in einem Nicht-Porno zu bringen. Liegt am prüden Hollywood, aber natürlich auch daran, dass die entsprechenden Stars keine Hardcore-Szenen drehen wollen.
    Wenn man aber mal die Literatur als Maßstab anlegt, sieht das gleich ganz anders aus: Ob Clive Barker oder John Niven, expliziten Sex findet man in Büchern lange nicht so selten, wie im Film. So könnte ich mir das tatsächlich vorstellen.

    @ jello:
    Ich habe Fallout: NV im Podcast als Shooter bezeichnet, weil es mir da um die Steuerung als Grund dafür ging, dass ich es unbedingt am PC spielen muss. Natürlich ist es primär ein RPG.

  20. Manu - 13.12.2010 09:45

    Nochmal zum Thema Sex: Siehe Hot Coffee damals in USA, als rauskam, dass man Sex (steuerbar!) in GTA (San Andreas?) haben kann. Holy Shit, war das ein Aufruhr! Erinnert ihr euch? Man kann zwar Nutten benutzen, das Auto wackeln lassen und sich dann das Geld mit dem Baseballschläger zurückholen, das hat niemanden gestört, aber die Szene mit dem Date (!) wo es um stinknormalen Durchschnitts-Geschlechtsverkehr ging, das war dann auf einmal zuviel. Daher wundert es mich nicht, dass sich seitdem auch kein Publisher mehr an das Thema rantraut.

    Und auch was jello sagt: „Bewege den linken Stick für Beckenbewegungen, drücke Button A für Küssen“ – man hat es ja an Hot Coffee gesehen, Stellungen wechseln per Knopfdruck ist wirklich dumpf und macht auch Teenagern keinen Spaß, würde ich vermuten.

    Also Sex in Videospielen kann glaube ich nur in Cutscenes funktionieren. Die Grafik von Final Fantasy Cutscenes in einem Sex-Rollenspiel im Fallout-Universum? Da bin ich dabei. :D

  21. Christian - 13.12.2010 10:10

    …und beim Heißen Kaffee behielten die Protagonisten sogar noch ihre Klamotten an!
    Das muss man sich mal vorstellen! Wie groß wäre der Aufruhr gewesen, hätte Carl (oder wie hieß der?) als Hauptcharakter wirklich blank gezogen.

  22. Missingno. - 13.12.2010 12:06

    expliziten Sex findet man in Büchern lange nicht so selten, wie im Film

    Hm… aber in Büchern wird ja nichts dargestellt, sondern (mehr oder weniger) ausführlich beschrieben. Mal ganz davon abgesehen, dass bei Buch und Film prinzipiell die Interaktion etwas kurz kommt.

    Aber auch in ernsthaften, storybasierten Spielen wäre Sex denkbar.

    Wie in Fable? Witcher? Mass Effect? Also, wo müsste es da deiner Meinung nach expliziter werden? Was sollte detaillierter dargestellt werden und warum?

    Also Sex in Videospielen kann glaube ich nur in Cutscenes funktionieren.

    Ich denke da in eine ähnliche Richtung, auch wenn ich nicht komplett zustimmen würde. Aber selbst Cutscenes könnten viel mehr kaputt machen als wenn man seine Fantasie spielen lässt. Ist (dein) Shepard der liebe einfühlsame Typ oder hat er nur auf die Gelegenheit gewartet eines (jedes?) seiner Crew-Mitglieder flach zu legen?

  23. Jingleball - 13.12.2010 15:32

    Ich gehöre ja zu den Leuten, die den Umgang mit Sex in Fahrenheit (Cutscene am Ende) und Heavy Rain sehr gelungen fanden. Speziell in Heavy Rain war ich doch sehr beeindruckt, vor allem weil es eben ohne diese komischen „Beckenbewegungen“ ausgekommen ist, sondern sich eher auf das Vorspiel beschränkt hat. Ich muss hier Daniel aber recht geben, ich habe nach wie vor auch immernoch ein Problem mit der Kollisionsabfrage beim Küssen, was dann wirklich jede aufkommene Romantik sehr schnell verpuffen lässt, obwohl das in HR schon besser aussah, als bei seinen Gegenspielern (ME2). Bei Dragon Age hat es mir auch gefallen, wirkte ME2 sehr ähnlich aber trotzdem auch etwas „gewagter“.

    Also ich sage mal so. Das, was es bisher so gibt in die Richtung ist schon ganz gut, aber direkt spielbare „Rein-Raus-Nummern“ braucht man ja jetzt nicht so wirklich. Ich finde den romantischen Aspekt, also quasi „der Weg“ zum Sex, der ist viel toller. Flirten, endlose Gesprächsoptionen, Reaktionen, Eifersucht, Rettungsversuch der Beziehung… PiPaPo, bis es dann schließlich im Zenit endet (oder nicht), vieeeeeel prickelnder, als wenn ich da zwei beigefarbige Polygone beobachte, wie sie sich gequält aneinander reiben. ;D

    Also das, was BioWare mit ihren Beziehungskisten schon so vorlegt, würde ich mir gerne in XXL wünschen, etwas komplexer, vielleicht mit mal Küssen zwischendrin, mit vernünftiger Kollisionabfrage und wenns dann irgendwann zur Sache geht, kann man ruhig wegblenden. Manche Dinge, überlässt man lieber der Phantasie. ;)

  24. Manu - 13.12.2010 15:45

    @Jingleball: Ja, aber man darf nicht vergessen: du bist eine Minderheit als spielendes Weibchen. :-) Würde das auch lieber so sehen in Spielen, wie du das beschrieben hast. Enslaved hat das doch z.B. auch ganz gut hinbekommen mit der Romantik. Der Cmd. Shepard war etwas hölzern, dem habe ich die Romantik nicht wirklich abgenommen. Da hatten die Pixel in den alten Final Fantasy Teilen ja mehr Charme. (Aerith!)

    Heavy Rain Sex war ok, aber zu mechanisch mit dem „drehe den Controller im Kreis zum antörnen“… Einfach ne Cutscene hätte es mehr gebracht.

  25. Jingleball - 13.12.2010 16:19

    Ich glaube mit Männlein oder Weiblein hat das nix zu tun, mal davon abgesehen gibt es genug spielende Frauen, die schreien nur nicht die ganze Zeit „hier bin ich, also liebt mich“. ;)

    Es geht auch nicht darum, ob man bei HR nun besser eine Cutscene draus gemacht hätte oder nicht. Wenn nicht „mechanisch“, wie denn bitte dann? Ich will gar nicht wissen, wie es denn „aktiv“ aussehen soll, irgs?! Was du mit deinem Move-Controller machst, ist deine Sache Manu, aber verschone uns bitte damit. ;D
    Sex „vernünftig steuerbar“ machen, so stelle ich mir das Lesen der Bedienungsanleitung eines Dildos vor, hehe. Einfach eine Cutscene machen? Wie langweilig und einfach. Gibt es ja tausende, vor allem in HR, das Spiel wollte es an der Stelle mal anders machen und das ist doch gar nicht mal so schlecht. Die Frage der „Umsetzung“ ist doch gerade das Entscheidende bei der Diskussion. Ich denke daran scheitert es auch am meisten bisher bei den Entwicklern und vielleicht auch Autoren. Wir haben als Spieler ja selbst kaum Ideen, wie man das gut und vielleicht auch ästhetisch umsetzen könnte.

  26. Manu - 13.12.2010 17:25

    Haha, made my day, meine liebe!

    Die Kinect-Variante:
    [url]http://www.penny-arcade.com/comic/2010/11/29/[/url]

  27. jello - 13.12.2010 23:57

    @S2:
    Ich spiel‘ FO3/NV auf’m PC allerdings mit Xbox-Pad* – obwohl ich Konsolensteuerung hasse, v.a. bei Shootern. Und es spielt sich sehr gut, bis auf den kurzem Moment, wenn mir mal wieder die AP ausgegangen sind [da nur gut]. ;D
    [* Primär wg. der Menüsteuerung. Gott, ist die mit Maus/Tastatur scheiße. -_-]
    So sehr können Meinungen auseinander gehen. :D
    Vllt. sollte ich auch Mass Effect noch mal mit Pad versuchen… Meine Motivation, wissen zu wollen, was alle so toll daran finden, wird nur von dieser für mich zu großen Dualität Shooter/RPG zurückgehalten. :(

  28. SpielerDrei - 14.12.2010 02:21

    Mach dir darum keine Sorgen, der RPG-Anteil in ME2 ist minimal. Eher ein Shooter mit sehr umfangreichen Dialogsequenzen.

  29. SenorKaffee - 14.12.2010 02:43

    Also ich halte es eh gewagt, bei Rollenspiel überhaupt von einem eigenen Genre zu reden. Da haben wir entweder Rundenstrategie (Klassik-Final-Fantasy), Action-Adventure (z.B. Terranigma) oder halt eben Shooter (Mass Effect). Jeweils halt kombiniert mit Charakterwerten und Dialogsystem.

    An die Podcaster – man kann Silent Hill ab Teil 2 auf „2D-Steuerung“ umstellen und dann gehts immer in die Richtung, wo man hindrückt. Habs letztens nochmal in HD durchgespielt – sieht immer noch okay aus. ;) http://www.youtube.com/watch?v=TNNS6MLqk7A

  30. jello - 15.12.2010 07:25

    @S3:
    Ich meine ja noch Teil eins. Den hab‘ ich ’ne Stunde oder zwei angespielt und irgendwie hat’s so gar nicht zusammenpassen wollen. Dass Teil zwei eher Richtung Shooter geht, hab‘ ich schon gehört – und find’s egtl. eher nicht so gut… Wobei ’n vernünftiger Shooter immer noch besser ist als ’n schlechtes RPG. :D

    @SenorKaffee:
    Wo würdest du dann Baldur’s Gate, Neverwinter Nights und alle anderen D&D-RPGs [u.ä.] einordnen wollen? Action-Adventure? Nee. Rundenstrategie auch nicht. Shooter schon gar nicht.
    Diablo & Co. ließen sich am ehesten noch als Action-Adventure klassifizieren, aber da sträubt sich mir auch alles. ;)

    Bei RPGs ist ja auch das System hinter dem Spiel der Reiz, das Aufleveln als solches. Wurde ja auch im Podcast angesprochen.

  31. jello - 15.12.2010 07:30

    Huch, könnte bitte jemand meinen Beitrag reparieren? Die Unterstreichung gehört da egtl. nicht hin… Man sollte halt so spät/früh keine Kommentare verfassen. :D

    Wo kann man sich hier egtl. registrieren? Trotz Haken bei „Antwort erhalten“ kam keine Mail an.

  32. Christian - 15.12.2010 10:14

    Done.
    Edith sagt dazu: Komisch, aber in dem Kommentar war kein einziger Unterstreichungs-Tag. Habe jetzt einfach alle Formatierungen gelöscht. Sieht aber so aus, als hätte das an den eckigen Klammern im „u.ä.“ gelegen.

  33. Missingno. - 15.12.2010 10:16

    Diablo & Co. kommen doch in die Gruppe „Hack’n’Slay“ (mit RPG-Elementen).

    Welcher SpielerEinsBisVier hat den netten Beitrag über die Vorteile von RPG-Elementen in allen Spielen verfasst gehabt?

  34. Tobias - 16.12.2010 17:08

    So, endlich auch mal fertig gehört. Tolle Ausgabe und gar nicht so schlimm, dass ihr nicht allzutief in die Metaebene vorgedrungen seid. War auch so interessant.

  35. Micha - 17.12.2010 00:42

    Schöne und hörenswerte Ausgabe!

    Einen kleinen Einwand zu Shattered Memories habe ich allerdings noch: Ich persönlich fand diesen Teil großartig, sogar den Part, wo man im Grunde nur davonlaufen muss. Ich liebe die gesamte Silent Hill-Serie seit dem ersten Spiel und empfinde Teil 2 auch als eines der besten Videospiele aller Zeiten, aber wenn ich ehrlich bin: Shattered Memores käme in einer SH-Hitliste bei mir direkt danach.

    Sicher, der Spannungseffekt wurde dadurch gehemmt, dass Adventure- und Actionpart klar voneinander getrennt waren und die psychologischen Spielereien innerhalb der Gestaltung hielten sich in Grenzen, aber ansonsten hat mich das Spiel in Sachen Immersion und Atmosphäre mehr als überzeugt. Das beste ist aber: Die Neuinterpretation der Geschichte kommt ohne diese -ACHTUNG SPOILER – tausendmal breitgetretene Kultgeschichte aus und dreht sich ausschließlich um die Figuren. Mich hats überzeugt.

    Innerhalb der Silent Hill-Serie hatte ich nur mit Homecoming richtig große Probleme; ein Spiel, das inhaltlich für mich gar nicht funktioniert und fast wie dahergerotzt kommt. Da hat Shattered Memories schon eine ganz andere Qualität.

  36. Manu - 17.12.2010 01:20

    @Micha: Danke, endlich einer, dem das auch so ging! Kaum ein Spiel dieses Jahr hat mich mehr Angst haben lassen, schön, dass es auch Silent Hill Veteranen so ging und nicht nur Noobs wie mir ;)

Hinterlasse einen Kommentar