Dummheit oder perfider Plan?

Es gibt einen guten Grund, warum ich mich bei diesem Generationswechsel, wenn überhaupt, eher für eine PS4 entscheiden werde. Und ich meine nicht die offensichtlichen Gründe, die in den letzten Monaten zu Genüge allerorten durchexerziert wurden. Natürlich will ich keine DRM-Gängelung. Ich will auch kein Zwangs-Kinect 2.0, dessen Hampel- und Sprachsteuerung mir ohnehin am Arsch vorbei geht und bei dem niemand so genau weiß, was Microsoft mit den damit sammelbaren Informationen noch so vor hat. Ich will ebenso wenig eine Set-Top-Box-All-In-One-Wollmilchsau, bei der das Gaming konzeptionell offenbar nur eine Funktion von vielen zu sein scheint. Und am allerwenigsten will ich eine Konsole von einem Hersteller, der ganz offensichtlich wirklich dachte, dass er seinen Kunden diesen ganzen unverschämten Scheiß einfach aufdrücken kann, ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen. Das anschließende panische Zurückrudern in nahezu allen oben genannten Punkten, als nicht der von MS erwartete Jubel, sondern ein Shitstorm sonders gleichen über sie hereinbrach, macht die Sache nämlich kein Stück besser, sondern in gewisser Hinsicht nur noch schockierender. Die haben doch allen Ernstes gedacht, die Leute schlucken das einfach so! Das muss man sich mal vorstellen…!

Aber wie gesagt, um all diese Gründe geht es mir hier gar nicht. Bevor ich zum eigentlichen Punkt komme, noch einmal kurz meine persönliche Ausgangssituation:

Ich bin in erster Linie PC-Gamer. Immer gewesen. Konsolen sind für mich nur Zusatzplattformen. Und die Zusatzplattform, die mir bei dieser Ausgangssituation den größten Mehrwert bietet, habe ich schon lange: Eine Wii U. Für die gewohnt großartigen Exklusivtitel von Nintendo, die man auf keiner anderen Plattform bekommt. Wenn ich mir dazu noch eine weitere Konsole kaufe, dann muss mir diese ebenfalls einen gewissen Mehrwert bieten, den ich anderswo nicht bekommen kann. In der letzten Generation war das die Xbox 360. Eine tolle Maschine, keine Frage. Die Entscheidung gegen eine PS3 war aber nur knapp, ja fast willkürlich. Beide Konsolen haben jeweils ihre Exklusivtitel gehabt, die mich durchaus interessiert hätten. Die PS3 hat mich aber letztlich wegen ihres versauten Starts und der unattraktiveren Konsolenumgebung (Menüführung, PSN-Probleme, Update-Overkill und dergleichen) abgeturnt.

Warum nun aber die klare Absage meinerseits an die Xbox One? Ganz einfach: Ich ziehe als „hauptamtlicher“ PC-Spieler nun endlich die Konsequenzen daraus, dass Microsoft den PC kontinuierlich torpediert und ausbremst, seit sie im Konsolengeschäft sind.

Da ist zunächst die lange Liste von Xbox-Exklusivtiteln, die sich Microsoft auf Kosten der PC-Spieler gekauft hat (und „gekauft“ meine ich hier wortwörtlich…). Als prominenteste Beispiele seien hier Halo und Alan Wake genannt, aber auch Gears of War und die damit verbundene Vernachlässigung des PCs durch Epic, taten dem PC-Gaming richtig weh. Hinzu kommt die direkte Verarschung der PC-Spieler, die Microsoft seit Jahren mit Games for Windows bzw. Games for Windows Live betreibt. Da wird seit vielen Jahren immer wieder vollmundig verkündet, man wolle dies tun und jenes machen, und am Ende kommt immer nur heiße Luft und ein System dabei heraus, das so absurd und umständlich ist, dass es jeder PC-Spieler einfach nur hassen muss. Wenn GfWL in absehbarer Zeit ganz eingestampft wird, wird ihm wohl niemand auch nur eine Träne nachweinen. Die dann nicht mehr zugänglichen Spiele und Savegames dürften Microsofts ohnehin angeschlagenes Image bei den PC-Spielern allerdings nicht wirklich verbessern…

Am Ende bleibt eigentlich nur die Frage, ob Microsoft den PC als Spieleplattform mit voller Absicht sabotiert, um die Konsolensparte zu stärken, oder ob all dies nur aus kompletter Unfähigkeit und Dummheit heraus geschieht. Letzteres ist bei einem solchen Weltkonzern eigentlich nur schwer vorstellbar, weil das ganze Spielchen nun schon seit sehr vielen Jahre und unter den verschiedensten Verantwortlichen unbeirrt weiterläuft. Andererseits ist aber auch die Annahme, Microsoft mache dies mit voller Absicht, nur schwer vorzustellen, denn die Stärkung der Xbox-Sparte auf Kosten des PC-Gamings ist ein Schuss ins eigene Knie. Dadurch dass man das Feld inzwischen fast vollständig Valve überlassen hat, welche nun sogar mit ihrem eigenen Steam-OS auf Linux-Basis in den Startlöchern stehen, kann man sich bald jede Form von Games-Unterstützung in Windows schenken, weil die Spieletauglichkeit dieses Betriebssystems ohnehin bald niemanden mehr interessieren wird. Aber davon abgesehen war die Rolle von Windows als Spieleplattform auch traditionell immer einer der großen Trümpfe, die Microsoft gegenüber Apple in der Hand hielt. Diesen Trumpf nicht konsequent zu pflegen und auszubauen, sondern ihn im Laufe der letzten Jahre eigenhändig immer weiter zu entwerten, könnte sich für Microsoft langfristig als fatal herausstellen. Und zwar für alle Konzernsparten, nicht nur für Windows…


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28 Kommentare

  1. wurstsalat - 17.11.2013 13:23

    Das anschließende panische Zurückrudern in nahezu allen oben genannten Punkten, als nicht der von MS erwartete Jubel, sondern ein Shitstorm sonders gleichen über sie hereinbrach, macht die Sache nämlich kein Stück besser, sondern in gewisser Hinsicht nur noch schockierender. Die haben doch allen Ernstes gedacht, die Leute schlucken das einfach so! Das muss man sich mal vorstellen…!

    Danach habe ich aufgehört zu lesen. Das ist ziemlich wiedersprüchlich und unsinnig.
    „OMG Microsoft hört auf die Kritik bevor es zu spät ist. Diese IDIOTEN!!!!“

    Microsoft haben all diese Dinge von Anfang an kommuniziert und die deutliche Kritik gehört. Fertig. Wer nach Release der PS4 immer noch nicht begriffen hat, dass Sony offensichtlich genau das gleiche vorhatte, sollte nochmal die Fakten checken.
    Und wer sich nur mal eine Minute anstrengt, warum MS den Online-Zwang einführen wollte/musste, wird das auch schnell begreifen.
    Alles wird „One“, die Spiele auf Disc sollten einfach nur eine Alternative zum Download sein. Der Rest spielt sich, wie bei Steam, über deinen Account ab. Wodurch dann Dinge wie das Teilen der Spielebibliothek möglich gewesen wären. So wie es Steam nun machen will. Anders als Steam hätten sie es sogar ermöglicht, dass man seine Spiele verkaufen kann.
    Selbstverständlich ist für solche Funktionen ein Online-Zwang erforderlich um zu vermeiden, dass die Leute es ausnutzen.

    Das nur noch mal weil mir diese ganzen Fehlinterpretationen gehörig auf die Nerven gehen. Dieser ganze Fanboyscheiß aus allen Lagern. Und diese ganze mittelalterliche Meinungsbildung.

    Persönlich kaufe ich Konsolen erst, wenn sie günstiger sind. Für das Geld das Konsolen kosten, bekomme ich mehr Leistung auf dem PC. Und als PC-Spieler weiß ich auch, dass der ganze DRM-Scheiß auch noch wesentlich schlimmer geht. Siehe Steam (keine Sorge, ich habe selbst über 300 Spiele auf meinem Steam-Account und liebe Steam als Plattform), uPlay, Origin, etc. …

  2. Bernd - 17.11.2013 13:53

    Hi SpielerZwei,
    ist es nicht ein bisschen kurz gesprungen einen Abgesang auf den Konzern Microsoft anzustimmen, nur weil sie die scheinbar ungeliebte Gamingsparte eher so nebenbei am Laufen halten und Gaming nicht im Fokus liegt? Das Kerngeschäft und damit die relevanten Umsätze liegen doch seit Jahrzehnten im Businessbereich (Betriebssysteme, Office, ERP-Systeme, etc. etc.). Warum denkt MS wohl inzwischen mehr oder weniger offen darüber nach das Konsolengeschäft komplett abzustoßen? Bestimmt nicht, weil man damit einen Großteil der Einnahmen in den Wind schießen würde, sondern sich mit so einem Schritt wohl von einer Sparte trennen würde, die es einem im „ernsthaften“ Geschäft eher schwer macht und jede Menge anderweitig benötigter Ressourcen verbrät.
    Klar, kann man die Polemikkeule auspacken und „Sabotage!“ in die Runde rufen und auch wieder die inzwischen totgetretene PR-Desaster-Leiche der Erstpräsentation der Xbox One aus den dunklen Ecken hervorziehen, um eine einfache, subjektive Kaufentscheidung zu rechtfertigen, muss man aber nicht. Es hätte auch ein simples „Ich kaufe mir die PS4“ ausgereicht, aber das hätte nun mal deutlich weniger Worte ergeben und wäre nicht als Blogartikel durchgewunken worden. Vor einigen Monaten habe ich mir übrigens die PS4 vorbestellt. Über die Gründe muss ich mich nicht auslassen. Videospiele sind nun mal nur ein Hobby und kein Lebensinhalt (ich bin als weder „hauptamtlicher“ noch irgendwas-sonst-amtlicher Spieler), und ob mir das MS, Sony, Nintendo, Steam oder etc. etc. ermöglichen, ist mir letztendlich scheißegal, wenn’s unter dem Strich Spaß macht.

  3. Missingno. - 17.11.2013 14:14

    Dass Microsoft auf die Kritik reagiert hat, ist ja schön und gut, aber nicht der Punkt, den SpielerZwei hier anspricht. Es geht darum, dass Microsoft wohl überhaupt nicht damit gerechnet hat, dass ihr Vorgehen kritisch betrachtet werden könnte.
    Es wurde meiner Meinung nach komplett falsch vermarktet. Der Online-Zwang, zum Beispiel, absolut schrecklich, aber freiwillig werden die meisten Leute ihre Xbox 360 sowieso dauernd am Netz haben. Das einheitliche DRM-System hätte man auch positiver rüberbringen können. Kein so restriktives System beim Verleihen oder Verkauf von Spielen, sondern (von Microsoft) kontrollierter Gebrauchtmarkt.
    Bei der PlayStation 4 bin ich mir beispielsweise noch nicht sicher, ob es einen DRM-Wildwuchs (ähnlich wie am PC) geben wird. Dann will EA ihr Origin, Ubisoft uPlay und andere Spiele ein Steam-Konto. Und statt ein MS-One-Konto gibt es das vermutlich demnächst auch auf der Microsoft-Konsole.

  4. Chris - 17.11.2013 16:34

    Sorry, OT, aber es muss einfach sein: Eine Million verkaufte PS4s in den ersten 24 Stunden? Nur die PS2 hat es jemals in ähnliche Regionen geschafft, aber auch nur in Japan. Die PS4 holt das in der Xbox-Heimat Nordamerika…

    @wurstsalat: Dass Microsoft auf die Kritik gehört hat, ist an sich nicht das Problem. Eher, dass man die Kritik überhaupt nicht vorausgesehen hat und das DRM-System – und, wie Bernd richtig sagte, die Art, wie man es vorgestellt hat – jemals für eine gute Idee hielt.

    Mit Steam lässt sich das schwerlich vergleichen, weil auf dem PC nicht viele Titel Steam-exklusiv sind. Man hat sehr oft die Wahl, ob man Steam in Kauf nimmt. Ich hab da auch knapp 200 Spiele in der Bibliothek, aber fast nichts davon zum Triple-A-Vollpreis gekauft. Auf Konsolen ist die Situation anders: Die Spiele sind von vorneherein teurer und bleiben meist auch deutlich länger auf höherem Preisniveau als auf dem PC. Viele Leute akzeptieren das nur, weil sie es gewohnt sind, die Discs problemlos tauschen und handeln zu können. Ich würde für mein GTA 5 oder mein Beyond, die ich beide durchgespielt habe, immer noch jeweils vierzig Euro kriegen.

    Family Sharing heißt bei Steam übrigens nur genauso wie das von Microsoft angekündigte und wieder zurückgezogene Feature für Xbox One, bedeutet aber was komplett anderes. Du schaltest mit deinen Accountdaten auf dem PC bspw. deines Bruders deine gesamte Bibliothek frei. Sobald du ein Spiel aus deiner Bibliothek startest, verliert der andere den Zugang.

    @Bernd

    Das Kerngeschäft und damit die relevanten Umsätze liegen doch seit Jahrzehnten im Businessbereich (Betriebssysteme, Office, ERP-Systeme, etc. etc.).

    Ja, und seit Jahren werden sie dort von Google, Apple, Linux unter Druck gesetzt, wie auch von ihren eigenen Erfolgen in der Vergangenheit. Wer im Businessbereich braucht schon Windows 8, wenn es Windows 7 tut? Wer braucht Office 2013? Die drängendsten Bedürfnisse hat man schon in der Vergangenheit erfüllt. Deshalb ja die verzweifelte Suche nach neuen Geschäftsbereichen. Cloud, Tablets, Smartphones, Skype. Das machen die doch nicht, weil es im Businessbereich so hübsch bequem ist.

    Warum denkt MS wohl inzwischen mehr oder weniger offen darüber nach das Konsolengeschäft komplett abzustoßen?

    Mooooment. Das Konsolengeschäft alleine reicht nicht, sondern man will über die Konsolen ins Wohnzimmer. Soviel ist offensichtlich. TV TV TV! Dafür, dass sie das Konsolengeschäft komplett abstoßen wollen würden, hätte ich schon ganz gerne einen Beleg. :)

    Beim Gaming auf dem PC tut sich aber ganz klar zu wenig. Nicht nur ist GfWL gescheitert, auch die DirectX-Entwicklung folgt inzwischen dem Konsolenzyklus. DirectX 9 verfolgte uns seit 2004! Jetzt, wo DX11 auch schon vier(!) Jahre alt ist, ist der Schwenk dorthin langsam geschafft, von den Nachkommaversionen .1 und .2 mal ganz zu schweigen.

    Wir hören auf dem PC nur, dass DX11 auf der XB1 schneller und hardwarenäher wäre. Bei uns passiert da nix. Im Gegenteil, auf ureigenstem Terrain wird Microsoft von AMD mit Mantle links überholt. Die Idee mit G-Sync liegt eigentlich auf der Hand, kommt aber nicht von Microsoft, sondern von nVidia. Sowohl von Mantle als auch G-Sync haben dann nur User mit Grafikkarten mit der richtigen Firmenzugehörigkeit was. Vorbei die Zeiten, als Microsoft solche Sachen über DirectX schlicht zum Defacto-Standard machte.

  5. Haris - 18.11.2013 08:32

    Ich fand Microsofts Zug zum Konsolengeschäft vollkommen nachvollziehbar. Man darf nicht vergessen, dass der PC bis vor ein paar Jahren quasi eine tote Plattform war und für manche Genres das noch immer ist. Sportspiele bsp., eines der größten Genres auf den Konsolen, laufen auf dem PC einfach nicht. Andererseits war, als Microsoft ins Konsolengeschäft sprang, dieses gerade massiv am boomen. Wieso also Geld in den PC pumpen, wenn die Spieler auf den Konsolen sind?

    Gleichzeitig hätte Microsoft sich ins eigene Fleisch geschnitten, wenn sie beispielsweise ein Halo auch zeitgleich auf dem PC verfügbar gemacht hätten. Dann wäre nämlich der Must-Have-Grund für die Konsole weg

    Ich kann verstehen, dass einen die halbherzigen Versuche etwas nerven (für mich persönlich sind Games for Windows-Spiele ein Tabu), aber aus objektiver Sicht hat Microsoft quasi alles richtig gemacht. Und als jemand, der primär auf Konsolen spielt, bin ich sehr, sehr froh darüber, dass Microsoft das so gemacht hat, wie sie es gemacht haben, weil sie nur so zum Innovationstreiber Nr. 1 im Konsolengeschäft werden konnten. Ohne eine halbwegs erfolgreiche Xbox wäre eine 360 nicht möglich gewesen und man muss denke ich nicht darüber diskutieren, wie stark die 360 das Spielen auf positive Art und Weise beeinflusst hat.

  6. Missingno. - 18.11.2013 16:34

    Man darf nicht vergessen, dass der PC bis vor ein paar Jahren quasi eine tote Plattform war und für manche Genres das noch immer ist.

    Das halte ich für Blödsinn. Der PC ist und war nie eine tote oder quasi tote Plattform. Und dass manche Genre weniger vertreten sind, liegt eher daran, dass diese nur stiefmütterlich für die PC-Plattform erschienen sind. Wenn ein FIFA13 auf dem PC aussieht und sich spielt wie ein FIFA07 ist es doch kein Wunder, dass es sich nicht verkauft. Und gibt es neben FIFA irgendwelche nennenswerten PC-Umsetzungen von wichtigen Sportspielen?
    Das ist ähnlich wie mit Rockstar und GTA. Zuerst sabotieren sie sich selbst das PC-Geschäft, indem sie den Titel mit Verzögerung und technisch schlecht umgesetzt rausbringen und dann jammern sie über schwache Verkaufszahlen. Ja, ist deren gutes Recht, ja, vielleicht sind PC-Spieler etwas anspruchsvoller.

    man muss denke ich nicht darüber diskutieren, wie stark die 360 das Spielen auf positive Art und Weise beeinflusst hat

    Wenn man nicht darüber diskutieren muss, könntest du das wenigstens (für mich) erläutern?

  7. Haris - 18.11.2013 17:06

    @MissingNo
    Ich denke der Umschwung vieler typischer PC-Spiele dahin, dass sie nun primär mit dem Konsolenspieler im Hinterkopf entwickelt werden ist Beweis genug dafür, dass der PC lange Zeit geschwächelt hat bzw. in seiner Reichweite nicht mit Konsolen konkurrieren konnte. Wenn der PC während des von mir angesprochenen Zeitraums so eine populäre Spieleplattform gewesen wäre, dann hätten die Erbsenzähler doch nicht die Segel auf Konsolenfokus gesetzt?

    Und um deine Frage zu den Sportspielen zu beantworten. Bis einige Jahre nach der Jahrtausendwende erschienen quasi alle wichtigen Franchises (FIFA, NBA, Madden, Tiger Woods … ) auch auf dem PC in einer Version die den Konsolen in nichts nachstand. Das dies mittlerweile anders ist, muss ja wohl einen Grund haben und wenn diese Spiele wie warme Semmeln weggegangen wären auf dem PC wäre dem wohl nicht so gewesen.

    Zu deiner Frage RE Microsoft:
    MS hatte als erster Konsolenhersteller ein stimmiges Onlinekonzept. Nintendo hat das noch immer nicht verstanden, während Sony quasi die gesamte, letzte Generation über hinterhinkte in diesem Bereich, weil sie ihre Prioritäten falsch gesetzt hatten.
    Auch der Indie-Boom lässt sich bsp. zu Xbox Live zurückverfolgen und dem Erfolg früher Titel wie Braid. (Sprich bevor Minecraft die Welt eroberte)

  8. Missingno. - 18.11.2013 18:04

    Ich glaube eher, dass der Grund für den Fokus auf die Entwicklung für Konsolen darin liegt, dass man einen Multiplattform-Titel für die schwächste Hardware auslegen muss. Dann die bereits von dir angesprochenen Exklusiv-Deals um überhaupt Must-Have-Titel zu haben, wofür man sich eine Konsole kaufen soll. Der Irrglaube, dass auf den Konsolen weniger Raubkopien gespielt werden (aber dafür die mindestens genauso „schlimmen“ Gebrauchtspielspieler sind). Aber im Endeffekt ist es schwer zu sagen, was schlussendlich den Ausschlag für die eine oder andere Richtung gegeben hat. Das Problem ist eben, dass man aus den Resultaten keine Gründe mehr ableiten kann/darf.

    MS hatte als erster Konsolenhersteller ein stimmiges Onlinekonzept.

    Welches der PC seit Mitte der 90er hat. Kostenlos. Und spätestens mit Steam (wovon ich nicht mal sonderlich viel halte) gibt es am PC etwas, das Live in den Schatten stellt. Die Versuche das kaputte Xbox-Live-System auch auf dem PC durchzusetzen (GfWL) ist ja glücklicherweise gescheitert.
    Nintendos Online-Konzept ist eigen, aber durchaus funktional, sofern man es will.

    Auch der Indie-Boom lässt sich bsp. zu Xbox Live zurückverfolgen

    Auch das halte ich für eine sehr steile These. Indie gibt es am PC schon immer. Ja, die Erfolge von wenigen Titeln hat das Ganze jetzt wieder hip gemacht. Aber der Indie-Bereich im Xbox-Marktplatz ist ein Witz und wurde ziemlich schnell wieder ganz nach hinten gestellt.

    Verstehe mich nicht falsch, was Microsoft mit der Xbox 360 gemacht hat, hat sicherlich das Spielen nachhaltig beeinflusst. Aber ob dieser Einfluss wirklich (ausschließlich) positiv ist, das bezweifle ich.

  9. Le Don - 18.11.2013 18:30

    Ich hoffe ja wirklich, dass sich das SteamOS noch richtig durchsetzen wird und viele Spiele nachfolgen werden. Metro – Last Light ist zum Beispiel neulich mitgezogen. Was man jedenfalls bezüglich Windows 8 hört, klingt alles andere als gut und gerade der Spiele-Bereich lebt von dieser Frehieit, die die PC’s bisher bieten und für so manche Genialität gesorgt hat.

    @ Haris

    Ich denke der Umschwung vieler typischer PC-Spiele dahin, dass sie nun primär mit dem Konsolenspieler im Hinterkopf entwickelt werden ist Beweis genug dafür, dass der PC lange Zeit geschwächelt hat bzw. in seiner Reichweite nicht mit Konsolen konkurrieren konnte.

    Mag sein, heißt aber nicht automatisch, dass der PC tot oder nahezu tot war.

  10. Haris - 18.11.2013 19:15

    Welches der PC seit Mitte der 90er hat. Kostenlos. Und spätestens mit Steam (wovon ich nicht mal sonderlich viel halte) gibt es am PC etwas, das Live in den Schatten stellt.

    Hast du überhaupt mal Xbox Live in einer seiner Inkarnationen genutzt bzw. ist das eine absichtliche Überspitzung? Als jemand, der den von dir angesprochenen Zeitraum miterlebt hat, kann ich deine These nämlich nur strengstens anfechten. Sich per Messengern verabreden müssen, IPs von irgendwelchen Webseiten heraussuchen für den Server auf dem man spielen will, ein Extratool für Voicechat finden und ähnliche Späße, die das PC Gaming der 90er-Jahre (und auch weit in dieses Jahrtausend hinein) ausmachten sowie alle Online-Systeme auf Konsolen pre-Xbox Live (bsp. auf der Dreamcast) sind nämlich ganz, ganz weit entfernt von der Xbox-Live-Erfahrung.

    Falls du keine Xbox/Xbox 360 hast/hattest und das System nicht kennst: ich sehe jederzeit was meine Freunde spielen und kann ihnen problemlos mit einem Knopfdruck beitreten oder sie zu einem Spiel mit mir einladen. Im Normalfall ist die größte Mühe, die ich mir machen muss, um ein Spiel mit einem Freund zu spielen, das Einlegen der Disc ins Spiellaufwerk. Und wenn ich das Spiel digital erworben habe fällt sogar das weg. Kein Auswählen eines Servers aus einer Liste von hunderten, kein Nachpatchen oder ähnliches (ich weiß nicht wie viele Stunden ich auf LANs damit verbracht habe, nach Patches zu suchen, damit alle Spieler auf der gleichen Version sind, damit man gemeinsam was spielen kann), die Zeit die vergeht bis man mit einem Freund spielen kann ist weit unter einer Minute. Alles, was gemeinsam spielen umständlich machen könnte, ist auf Xbox Live nicht vorhanden. So einen Komfort findet man auch nicht auf Steam.

    Auch das halte ich für eine sehr steile These. Indie gibt es am PC schon immer. Ja, die Erfolge von wenigen Titeln hat das Ganze jetzt wieder hip gemacht. Aber der Indie-Bereich im Xbox-Marktplatz ist ein Witz und wurde ziemlich schnell wieder ganz nach hinten gestellt.

    Was du meinst sind Xbox Live Indie Games, was ich meine sind Xbox Live Arcade Spiele. Und ja, natürlich gab es Indie-Spiele auf dem PC seit quasi immer. Das was früher Shareware war, würde man heute Indie nennen. Aber wenn ich zurückdenke an erfolgreiche „Indie“-Spiele auf dem PC, fallen mir nur Beispiele aus den frühen 90ern an, so was wie Doom oder Duke Nukem. Aber wenn man so ab dem Jahr 2000 schaut kommt mir echt kein Spiel in den Sinn, welches wirklich erfolgreich war. Und es gab durchaus gute Titel, so was wie Gish (ein frühes Projekt eines der Super-Meatboy-Macher), Darwinia, Uplink, Savage – von Kritikern gut bewertet, aber keines dieser Spiele konnte wirklich den Durchbruch schaffen, hunderttausend oder mehr Einheiten absetzen wie die ganzen Indie-Hits auf XBLA. De facto waren Shareware-Spiele tot und einfach nur noch eine Nische. Vielleicht hast du da ja eher Input zu bieten mit einem Spiel aus diesem Zeitraum, welches auf dem PC herausragend erfolgreich war?

    Braids Erfolg auf XBLA hingegen brachte den Stein wieder ins Rollen. Es folgten Spiele wie Limbo, Shadow Complex, Castle Crashers, Super Meatboy, Flower, Journey, Bastion und Dutzende andere, die allesamt sehr erfolgreich waren und es plötzlich hip machten, sich auch mal einen Spielesnack für 10 oder 15 € zu gönnen. Dass man auf Xbox Live eom zentrales System dafür direkt hatte um solche Spiele anzubieten hat sicher einen großen Teil ausgemacht, dass solche Erfolge überhaupt erst möglich waren. Auf dem PC ist ja Steam erst in den letzten paar Jahren so groß geworden, dass es auch so eine Rolle als zentraler Marktplatz einnimmt. Vorher hatte man als kleiner Entwickler höchstens die Hoffnung auf Mund-zu-Mund-Propaganda.

  11. Le Don - 18.11.2013 20:22

    Alles, was gemeinsam spielen umständlich machen könnte, ist auf Xbox Live nicht vorhanden. So einen Komfort findet man auch nicht auf Steam.

    Da möchte ich aber als Nicht-XBox’ler mal nachfragen, was Xbox Live in der Hinsicht besser als Steam machen soll. Denn sämtliche Features, die du aufzählst, sind auch auf Steam vorhanden. Nach deiner Beschreibung sehe ich Xbox Live nicht als das komfortablere System, während mir bei Steam sogar noch weitere Features einfallen – gerade neulich habe ich beispielsweise für meine Bibliothek Kategorien angelegt.

    Mal aber auch davon ab, dass einige der genannten Funktionen eher weniger dem System, als dem eigentlichen Spiel zuzuordnen wären, wie das Wegfallen von Server-Listen. Wobei mir nicht einleuchten möchte, inwiefern das ein besonderer Bonus ist. Mich nerven automatische Match Making-Systeme ungemein.

    Bezüglich dem Indie-Bereich mag Microsoft einen starken Run gehabt haben, aber – und da hat Missingno Recht – sie haben in dort auch stark abgebaut. Siehe dazu diverse Entwickler-Kommentare, u.a. von Phil Fish oder Team Meat. Und wann war überhaupt der letzte exklusive Indie-Hit auf der Xbox? In dem Sinne halte ich es auch sehr fragwürdig, in dem Bereich Microsoft eine Art Pionier-Leistung zuzuschreiben, denn wer möchte garantieren, dass es die genannten Indie-Hits nicht auch ohne Xbox Live geschafft hätten? Gish, Darwinia, Uplink und Savage mögen möglicherweise damals auf dem PC nicht gezündet haben, weil Steam damals noch nicht so groß war und es auch sonst keine vergleichbare Sammelstelle gab.

  12. Haris - 18.11.2013 20:52

    @Le Don

    Da möchte ich aber als Nicht-XBox’ler mal nachfragen, was Xbox Live in der Hinsicht besser als Steam machen soll.

    Wie gesagt, auf Xbox Live habe ich meine Freundesliste. Ich sehe einen Freund der sagen wir mal Generic Shooter X spielt. Ich habe Bock das mit ihm zu spielen. Dann wähle ich einfach „Join“ aus, und bin innerhalb von kürzester Zeit mit ihm in einem Spiel. Und das kann ich von immer und überall machen, egal ob ich nun bsp. Generic Sportgame Y spiele, gerade irgendeine TV-App nutze oder einfach im Startmenü des Systems idle. Diese Funktionalität habe ich so noch nicht bei Steam gesehen, lasse mich aber gerne von einem Gegenbeispiel überzeugen. Fakt ist aber, dass selbst wenn einzelne Spiele so einen Komfort bieten sollten, das auf gar keinen Fall weit verbreitet ist und wegen der Struktur von Steam wohl auch niemals so sein wird. Bei der Xbox wirst du hingegen kein Spiel finden, wo so was nicht geht, weil es einfach Teil der Requirements ist.

    Und auch andere Sachen sind bei Steam etwas umständlich. Bsp. Freunde zu einem Spiel einladen. Das geht 1. nicht bei allen spielen und 2. bei allen, die ich besitze, ist diese Funktionalität dennoch irgendwo in einem Submenü versteckt. Case in point Saints Row IV, wo ich nicht etwa über das mit Shift + Tab aufrufbare Steam-Dashboard einen Freund zu einem Spiel einladen kann, sondern es umständlich über ein Submenü machen muss.

    al aber auch davon ab, dass einige der genannten Funktionen eher weniger dem System, als dem eigentlichen Spiel zuzuordnen wären, wie das Wegfallen von Server-Listen. Wobei mir nicht einleuchten möchte, inwiefern das ein besonderer Bonus ist. Mich nerven automatische Match Making-Systeme ungemein.

    Jetzt mag ich auch mal fragen! Was genau nervt dich denn an Matchmaking-Systemen?

    Und wann war überhaupt der letzte exklusive Indie-Hit auf der Xbox?

    Vor ca. 6 Monaten. State of Decay. Ist glaube ich das XBLA-Spiel, welches sich am zweitschnellsten auf der Plattform verkauft hat (nach, natürlich, Minecraft). Ist seit ein paar Wochen auch auf Steam verfügbar und kann ich echt weiterempfehlen, wenn man auf Open-World und Zombies steht.

    Gish, Darwinia, Uplink und Savage mögen möglicherweise damals auf dem PC nicht gezündet haben, weil Steam damals noch nicht so groß war und es auch sonst keine vergleichbare Sammelstelle gab.

    Was quasi genau meine Aussage ist. Microsoft hat in dem Bereich Standards gesetzt, die nun überall erfolgreich zur Anwendung kommen. Man darf ja nicht vergessen, dass der ganze Spaß mit der digitalen Distribution (inklusive einer Sektion für Indie-Spiele) auch schon in der ersten Xbox Live Inkarnation auf der dicken Xbox existierte, noch bevor Dritthersteller auf Steam zugelassen waren.

  13. Chris - 19.11.2013 00:07

    Woah, so viel spannende Kommentare!

    Man darf nicht vergessen, dass der PC bis vor ein paar Jahren quasi eine tote Plattform war und für manche Genres das noch immer ist.

    Das möchte ich einschränken. Für manche Genres wie MMORPGs, Strategiespiele, komplexere Rollenspiele und Egoshooter eignet sich der PC hervorragend. Action-Adventures, Rennspiele etc. spiele ich lieber auf der Konsole. Das ist aber nicht der Hauptgrund für den Wandel zum Start der 360/PS3. Spiele für die Konsolen zu produzieren, war finanziell interessant, weil man für die einzelnen Konsolentitel mehr Geld verlangen konnte (und immer noch kann) als für Spiele auf dem PC und weil die Zahl an Raubkopien gerade zu Beginn der Konsolengeneration vernachlässigbar klein war.

    Der PC war damals keinesfalls tot, auf der Plattform wurde massiv Geld verdient. Aber 12 Millionen Spieler, die monatlich für WoW an Blizzard zahlen, zahlen halt für kaum irgendwas anderes. Der PC war auch die erste Plattform, bei der die Einzelhandelszahlen zunehmend bescheidener aussahen, weil der Trend viel früher hin zum digitalen Vertrieb ging. Meine letzte Disc für den PC ist Jahre her!

    Falls du keine Xbox/Xbox 360 hast/hattest und das System nicht kennst: ich sehe jederzeit was meine Freunde spielen und kann ihnen problemlos mit einem Knopfdruck beitreten oder sie zu einem Spiel mit mir einladen. … Kein Auswählen eines Servers aus einer Liste von hunderten, kein Nachpatchen oder ähnliches…), die Zeit die vergeht bis man mit einem Freund spielen kann ist weit unter einer Minute. Alles, was gemeinsam spielen umständlich machen könnte, ist auf Xbox Live nicht vorhanden. So einen Komfort findet man auch nicht auf Steam.

    Ähem, doch. Steamworks bietet all das. Der PC ist nur kein geschlossenes System, wo Steamworks für jeden Titel Pflicht wäre, es ist nicht mal Pflicht, um auf Steam vertreten zu sein. Bei Valves eigenen Titeln funktioniert das wunderbar, bei anderen ist es etwas komplizierter. Mit LANs früher ist das heute aber prinzipiell nicht mehr vergleichbar.

    Die 360 ist trotzdem ne tolle Maschine, keine Frage. Steamworks gibt es ja erst seit 2008, Live viel länger.

    Es folgten Spiele wie Limbo, Shadow Complex, Castle Crashers, Super Meatboy, Flower, Journey, Bastion und Dutzende andere, die allesamt sehr erfolgreich waren…

    Auch hier: Die entsprechende Sparte auf der 360 war toll. Für die Xb1 ist in dieser Richtung aber kaum was angekündigt. Und zwei Titel in deiner Liste stammen, wie FlOW zuvor, von thatgamecompany, die von Anfang an und noch vor Braid bei Sony unter Vertrag standen und deren Spiele auf der 360 nie erschienen sind.

    Der Erfolg von Minecraft ab 2009 hat dann auch kaum was mit der Xbox zu tun, von aktuelleren Entwicklungen auf Kickstarter ganz zu schweigen.

    Auf dem PC ist ja Steam erst in den letzten paar Jahren so groß geworden, dass es auch so eine Rolle als zentraler Marktplatz einnimmt.

    Najaaa… im Großen und Ganzen stimmt das. Aber wenn man schon Darwinia und Uplink als Indie-Titel auf dem PC nennt, dann darf man auch sagen, das Darwinia damals erst nach dem Release auf Steam richtig groß wurde und dass Steam dafür gesorgt hat, dass Introversion überlebt hat, bis ihr nächstes Spiel, DEFCON, fertig war. Ohne Steam würde es Introversion schon lange nicht mehr geben und sie würden nicht momentan mit Prison Architect ziemlich gut verdienen, obwohl das immer noch in der Alpha-Phase ist.

  14. Chris - 19.11.2013 00:24

    Aber mal was generelles: Auch wenn ich meinen hochgerüsteten PC habe und mich für eine der beiden Next-Gen-Konsolen entschieden habe, so hoffe ich dennoch, dass beide einigermaßen erfolgreich sein werden. Denn weder Sony noch Microsoft sind für ihr ausgesprochenes Gutmenschentum bekannt und von der Konkurrenzsituation zwischen den beiden können wir als Spieler nur profitieren. (Gleiches gilt ja für die Situation bei Smartphones, wo Kunden beider Seiten massiv von der Konkurrenz profitieren, auch wenn sie die Telefone der „Gegenseite“ manchmal nicht mit der Kneifzangen anfassen würden.)

  15. Le Don - 19.11.2013 00:59

    @ Haris

    Wie gesagt sollte man auch eher unterscheiden, ob man nun eine fehlende Funktionalität bei dem System Steam an sich oder viel mehr den Spielen kritisiert. Denn Steam bietet eben beide Funktionen, Join Game und Game Invite über die Freundesliste, an – zugegeben, will man in ein anderes Spiel rein-joinen, muss man das aktuelle selber beenden, aber das sehe ich nun auch nicht gerade als Tortur. Die Behauptung, diese Funktionen wären nicht verbreitet oder würden dies sogar nicht wegen der Struktur, kann ich nicht teilen, wenn ich sehe, dass es bei mehreren Spielen eben doch geht. „Beschwer“ dich in dem Sinne bei den Entwicklern von Saints Row IV, wenn sich die Jungs nicht wie andere Entwickler um diese Funtkionen kümmern.

    Wie Chris schon sagt, Steam ist kein geschlossenes System, welches die Entwickler zu irgendwas zwingt.

    Jetzt mag ich auch mal fragen! Was genau nervt dich denn an Matchmaking-Systemen?

    Na, dass ich Server nicht selber auswählen kann. Ich will selber entscheiden, wo ich mit was für einen Ping mit wievielen Leuten spiele. Besonders schön ist das, wenn man Stamm-Server findet, auf denen man gerne mit den Leuten spielt. Auch schön, wenn ich auf die Art Custom-Server erkenne und nicht irgendwo lande, wo irgendeine obskure Config läuft. Bei Multiplayer-Spielen mit mehreren Modi kann ich einen Überlick haben, was gespielt wird, anstelle in einem Mode, den keiner spielt, auf Mitspieler zu warten.

    Was quasi genau meine Aussage ist. Microsoft hat in dem Bereich Standards gesetzt, die nun überall erfolgreich zur Anwendung kommen.

    Aber auch hier gilt meine vorherige Frage: Wo ist die Garantie, dass Steam nicht von sich aus in diese Richtung gewachsen wäre? Und auch hier gilt wieder die Feststellung, dass Microsoft zwar die ersten waren, mittlerweile aber überholt wurden.

  16. Haris - 19.11.2013 08:46

    Der PC war damals keinesfalls tot, auf der Plattform wurde massiv Geld verdient. Aber 12 Millionen Spieler, die monatlich für WoW an Blizzard zahlen, zahlen halt für kaum irgendwas anderes. Der PC war auch die erste Plattform, bei der die Einzelhandelszahlen zunehmend bescheidener aussahen, weil der Trend viel früher hin zum digitalen Vertrieb ging. Meine letzte Disc für den PC ist Jahre her!

    Entschuldigungen, das habe ich in meinen Ausführungen vergessen, dachte aber, dass das implizit sowieso bekannt war, dass der PC war eben zur WoW-Maschine geworden war. Es ist vielleicht noch interessant zu wissen, dass der Rückgang bei den PC-Retail-Zahlen zu einem Zeitpunkt kam, als die Konsolen einen so noch nicht dagewesenen Boom erlebten, der quasi bis letztes oder vorletztes Jahr anhielt.

    Ähem, doch. Steamworks bietet all das. Der PC ist nur kein geschlossenes System, wo Steamworks für jeden Titel Pflicht wäre, es ist nicht mal Pflicht, um auf Steam vertreten zu sein. Bei Valves eigenen Titeln funktioniert das wunderbar, bei anderen ist es etwas komplizierter. Mit LANs früher ist das heute aber prinzipiell nicht mehr vergleichbar.

    Der Vergleich mit LAN vorher kam ja nur, weil gemeint wurde, dass solch ein System seit Mitte der 90er existierte. Aber du hast da auch das Problem perfekt getroffen. Selbst wenn es solche Features gibt (und ich habe gerade nachgeschaut und bei über 100 Spielen unterstützen ZWEI meiner Steam.Spiele Steamworks), kann man sich nie sicher sein, dass das Spiel, welches man sich holt, diese auch irgendwann bieten wird. Weil eben Xbox Live ein geschlossenes System ist, habe ich diese Sicherheit. Womit ich nicht sagen will, dass geschlossene Systeme per se besser wären, das stimmt nicht, aber sie haben dennoch Vorteile, die so auf einem offenen System nicht zu replizieren wären.

    Auch hier: Die entsprechende Sparte auf der 360 war toll. Für die Xb1 ist in dieser Richtung aber kaum was angekündigt. Und zwei Titel in deiner Liste stammen, wie FlOW zuvor, von thatgamecompany, die von Anfang an und noch vor Braid bei Sony unter Vertrag standen und deren Spiele auf der 360 nie erschienen sind.

    Der Erfolg von Minecraft ab 2009 hat dann auch kaum was mit der Xbox zu tun, von aktuelleren Entwicklungen auf Kickstarter ganz zu schweigen.

    Wobei ich mir dort keine Sorgen machen würde für XB1-Spieler. Die Entwicklungshürde ist ja niedriger als bei der PS4 für Indie-Entwickler und es gibt bessere Tools kostenlos, Microsoft versagt nur (wie so oft) das richtig zu kommunizieren. Aber irgendwann werden sie das schon hinkriegen.
    Bez. thatgamecompany: Ja, ich weiß. Ich habe diese Spiele mit aufgelistet um einfach den Kontrast zu ziehen, wie Indies auf den Konsolen allgemein erfolgreich waren im Zuge des Braid-Releases. (Und ich habe flow, welches ein Jahr vor Braid erschien, explizit nicht mitaufgeführt, weil es weder kommerziell noch bei den Kritikern irgendwie besonders erfolgreich war)
    Dem letzten Block kann ich nur zustimmen. Kickstarter war wieder so ein game changer, der seinen ganz eigenen Boom losgetreten hat. Aber die Wurzeln dieses Erfolgs, den man als Indie-Entwickler mittlerweile haben kann, liegen eben in der Etablierung solcher Spiele auf XBLA.

    Aber auch hier gilt meine vorherige Frage: Wo ist die Garantie, dass Steam nicht von sich aus in diese Richtung gewachsen wäre? Und auch hier gilt wieder die Feststellung, dass Microsoft zwar die ersten waren, mittlerweile aber überholt wurden.

    Das ist meiner Meinung nach eine etwas unsinnige Frage. Niemand kann dir diese Garantie geben und darüber zu reden wäre nur Spekulation. Wer sagt mir, dass der PC-Markt nicht von sich aus in diese Richtung gewachsen wäre, wenn es kein Windows gegeben hätte? Wo ist die Garantie, dass MP3-Player nicht von sich aus so groß geworden wären ohne Apples Erfolg? Und was bringt es so Fragen zu stellen? Was am Ende bleibt ist, dass es jemanden gab, der diesen Schritt gegangen ist und man diesen Einfluss eben bis heute spürt. Ob jemand anderes auf die gleiche Idee irgendwann gekommen wäre (und davon gehe ich fest aus) ist dort ziemlich irrelevant.
    Und der letzte Satz stimmt so einfach nicht, zumindest wenn es um das pure Spielen geht. Da hat Steam höchstens Parität erreicht und das eben auch nur bei einem sehr kleinen Prozentsatz der Spiele. Oben habe ich ja schon eingeräumt, dass für manche Features wie Inhalte aus der Community, Steam meilenweit voraus ist.

  17. Haris - 19.11.2013 08:52

    Denn weder Sony noch Microsoft sind für ihr ausgesprochenes Gutmenschentum bekannt und von der Konkurrenzsituation zwischen den beiden können wir als Spieler nur profitieren

    Welche große Firma ist das schon und jetzt komm nicht mit Valve! ;)
    Aber Spaß beiseite, der zweite Teil deines Satzes trifft den Nagel auf den Kopf. Egal auf welcher Plattform man spielt, Konkurrenz belebt immer das Geschäft. Deswegen denke ich sollte man als PC-Spieler auch froh sein über die Präsenz von beispielsweise Origin. Persönlich nutze ich das System nicht, alleine schon aus Prinzip (ich habe keinen Bedaf, neben Steam noch andere DRM-Software ala Origin, Uplay oder GFWL zu installieren), freue mich aber dennoch, wenn es erfolgreich ist, weil das im Endeffekt bedeutet, dass Valve irgendwann nachziehen muss bei den besseren Features wie zum Beispiel der Geld-zurück-Garantie, die EA bei Nichtgefallen bietet.

  18. Missingno. - 19.11.2013 11:35

    Der Vergleich mit LAN vorher kam ja nur, weil gemeint wurde, dass solch ein System seit Mitte der 90er existierte.

    Das hast du falsch verstanden, bzw. ich habe mich da nicht gut ausgedrückt. „Online“-Gaming (anfangs eher lokal: Nullmodemkabel, etwas später dann eben LAN) gibt es am PC quasi seit Mitte der 90er und seit Steam (also so 2003 herum?) eben ein Live ebenbürtiges und inzwischen mbMn sogar weit besseres System.

    Wo ist die Garantie, dass MP3-Player nicht von sich aus so groß geworden wären ohne Apples Erfolg?

    Ähm. MP3-Player waren von sich aus groß. Apple hat mit dem iPod den Markt umgekrempelt, ja, aber auch nicht nur positiv. Gerade Apple ist mit eines der uninnovativste Unternehmen, aber sie verstehen(/verstanden) es, ihr Zeug zu verkaufen.

  19. Le Don - 19.11.2013 12:10

    Das ist meiner Meinung nach eine etwas unsinnige Frage. Niemand kann dir diese Garantie geben und darüber zu reden wäre nur Spekulation.

    Aber ist es eben nicht auch schon sehr spekutive zu meinen, Xbox Live wäre die Wurzel für den Erfolg der heutigen Indie-Spielen, worunter auch solche PC-Hypes wie Minecraft, Slender oder DayZ gehören? In dem Sinne halte ich es auch alles andere für irrelevant, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen, wenn man die Pionier-Stellung eines spiels/Unternehmen erörtern möchte und einige Beispiele tatsächlich abwägiger sind als andere. Die ersten? Meinetwegen. Aber Ursacher? Na, moment mal.

    Und der letzte Satz stimmt so einfach nicht, zumindest wenn es um das pure Spielen geht. Da hat Steam höchstens Parität erreicht und das eben auch nur bei einem sehr kleinen Prozentsatz der Spiele.

    Naja, aber deine Steam-Bibliothek sehe ich nun auch nicht gerade als Maß der Dinge ;). Vor allem, wenn ich bei sämtlichen Multiplayer-Spielen von meiner Liste sehe, dass die angeblich „nicht weit verbreiteten“ Features eben doch vorhanden sind und die meisten kommenden Steam-Spiele es sich nicht leisten, darauf zu verzichten. Es wird lediglich nicht „nachgepatcht“.

    Wobei ich mir dort keine Sorgen machen würde für XB1-Spieler. Die Entwicklungshürde ist ja niedriger als bei der PS4 für Indie-Entwickler und es gibt bessere Tools kostenlos, Microsoft versagt nur (wie so oft) das richtig zu kommunizieren.

    Ich fürchte, ich bin da nicht so im Detail drin, aber inwiefern sind die Tools besser? Was für Tools bieten sie denn? Ich weiß, dass sie die Einstiegskosten für die Indie Devs sehr niedrig halten und die Dev-Kits quasi kostenlos sind, aber inwiefern sie nun die besseren Tools liefern ist mir ehrlich gesagt neu. Scheint jedenfalls dennoch nicht viel zu helfen, wenn man den Indie-Stand mit der PS4 vergleicht, aber das mag ja noch kommen.

  20. Chris - 19.11.2013 18:32

    …dachte aber, dass das implizit sowieso bekannt war, dass der PC war eben zur WoW-Maschine geworden war.

    Ja, klar ist das bekannt. :) Es ging mir nur um die Wortwahl. Eine Plattform ist nicht „tot“, nur weil manche Publisher meinen, woanders mehr Geld verdienen zu können. Es wurde zu der Zeit auch auf dem PC genug verdient.

    Womit ich nicht sagen will, dass geschlossene Systeme per se besser wären, das stimmt nicht, aber sie haben dennoch Vorteile, die so auf einem offenen System nicht zu replizieren wären.

    Absolut!

    Ein bisschen sind wir da wieder beim Ausgangspunkt von S2s Artikel. Wir beziehen uns hier auf Steamworks als Gegenpol zu Live auf der 360, aber vieles davon hätte auf Windows-PCs sicher weitere Verbreitung gefunden, hätte Microsoft es direkt sinnvoll in Windows integriert.

    thatgamecompany: flOW an sich ist nett, aber mehr auch nicht. Darum ging es mir auch nicht, sondern darum, dass thatgamecompany mit Sony von Anfang an einen Vertrag über drei Exklusivtitel hatte. Flower und Journey wären sowieso gekommen. Das ist Sonys Verdienst, rechtzeitig die richtigen Leute unter Vertrag genommen zu haben. Ich sehe da kaum einen Zusammenhang zu Braid oder zu XBLA insgesamt.

    Denn weder Sony noch Microsoft sind für ihr ausgesprochenes Gutmenschentum bekannt und von der Konkurrenzsituation zwischen den beiden können wir als Spieler nur profitieren.

    Welche große Firma ist das schon und jetzt komm nicht mit Valve! ;)

    Ich bezog mich darauf, wie Sony seit der E3 mancherorts in den Himmel gelobt wird.

  21. Missingno. - 20.11.2013 14:34

    wie Sony seit der E3 mancherorts in den Himmel gelobt wird

    Das dicke Ende kommt bestimmt noch. Erste Hinweise gibt es schon.

  22. Haris - 20.11.2013 16:18

    Aber ist es eben nicht auch schon sehr spekutive zu meinen, Xbox Live wäre die Wurzel für den Erfolg der heutigen Indie-Spielen, worunter auch solche PC-Hypes wie Minecraft, Slender oder DayZ gehören? In dem Sinne halte ich es auch alles andere für irrelevant, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen, wenn man die Pionier-Stellung eines spiels/Unternehmen erörtern möchte und einige Beispiele tatsächlich abwägiger sind als andere. Die ersten? Meinetwegen. Aber Ursacher? Na, moment mal.

    Hier diskutieren wir ja nur noch um Semantik. Mir geht es darum, dass durch den Erfolg von XBLA gezeigt wurde, dass man als Indie-Entwickler durchaus weitläufig Erfolg haben und Geld mit seinen Spielen machen kann, was für viele eine Inspiration gewesen sein dürfte.

    Naja, aber deine Steam-Bibliothek sehe ich nun auch nicht gerade als Maß der Dinge ;). Vor allem, wenn ich bei sämtlichen Multiplayer-Spielen von meiner Liste sehe, dass die angeblich “nicht weit verbreiteten” Features eben doch vorhanden sind und die meisten kommenden Steam-Spiele es sich nicht leisten, darauf zu verzichten. Es wird lediglich nicht “nachgepatcht”.

    Dann spiele ich wohl die falschen Spiele, aber weder AC IV, PES 2014, NBA 2K14 noch Ghosts bieten bei mir dafür support (oder mache ich etwas falsch?), ganz zu schweige von Party-Features oder so die Steam ja nicht mal kann. Ich habe den Eindruck, dass von den großen Publishern irgendwie nur SquareEnix wirklich konstant diese Steam-Features auch nutzt (zumindest Freunde einladen etc. geht bei Tomb Raider reibungslos).

    Ich fürchte, ich bin da nicht so im Detail drin, aber inwiefern sind die Tools besser? Was für Tools bieten sie denn? Ich weiß, dass sie die Einstiegskosten für die Indie Devs sehr niedrig halten und die Dev-Kits quasi kostenlos sind, aber inwiefern sie nun die besseren Tools liefern ist mir ehrlich gesagt neu. Scheint jedenfalls dennoch nicht viel zu helfen, wenn man den Indie-Stand mit der PS4 vergleicht, aber das mag ja noch kommen.

    Ja, Dev-Kits sind kostenlos: jede Retail-Konsole ist nämlich auch gleichzeitig Devkit, man muss sich nur beim Microsoft-Programm für Indie-Entwickler anmelden um die nötige Funktionalität freizuschalten. Tools-mäßig gibt es Unity in der Pro-Lizenz kostenlos (Realwert liegt bei 1500$). Falls du Unity nicht kennst, das ist eine der beliebtesten Game-Engines auf dem Markt, unter anderem weil damit die Multiplattformentwicklung ziemlich leicht von der Hand geht. Einige Spiele, die mit Unity entwickelt wurden sind zum Beispiel Hearthstone, Gone Home oder der allseits beliebte Surgeon Simulator.

    Ein bisschen sind wir da wieder beim Ausgangspunkt von S2s Artikel. Wir beziehen uns hier auf Steamworks als Gegenpol zu Live auf der 360, aber vieles davon hätte auf Windows-PCs sicher weitere Verbreitung gefunden, hätte Microsoft es direkt sinnvoll in Windows integriert.

    Dem stimme ich voll und ganz zu. Microsoft hatte hier eine große Chance und sie haben es vermasselt.

  23. Le Don - 20.11.2013 21:06

    Dann spiele ich wohl die falschen Spiele, aber weder AC IV, PES 2014, NBA 2K14 noch Ghosts bieten bei mir dafür support (oder mache ich etwas falsch?), ganz zu schweige von Party-Features oder so die Steam ja nicht mal kann. Ich habe den Eindruck, dass von den großen Publishern irgendwie nur SquareEnix wirklich konstant diese Steam-Features auch nutzt (zumindest Freunde einladen etc. geht bei Tomb Raider reibungslos).

    Das wundert mich bei den Spielen auch weniger. Speziell bei AC4 werden die ganzen Friends-Funktionalitäten wohl bei dem Uplay-Netz liegen, während die anderen Spiele wohl eher Konsolen-Ports sein werden – behaupte ich mal.

    Ja, Dev-Kits sind kostenlos: jede Retail-Konsole ist nämlich auch gleichzeitig Devkit, man muss sich nur beim Microsoft-Programm für Indie-Entwickler anmelden um die nötige Funktionalität freizuschalten. Tools-mäßig gibt es Unity in der Pro-Lizenz kostenlos (Realwert liegt bei 1500$).

    Ja, gut, schöner Zug von Microsoft die Kosten für Indie-Einsteiger klein zu halten und einen Deal mit den Leuten hinter der Unity-Engine einzuhandeln, aber dabei von den besser Tools zu sprechen ist ja nun auch etwas weit hergeholt ;). Zumal Unity Technologie völlig unabhängig von Microsoft ist.

  24. Chris - 20.11.2013 22:40

    Also bei Steamworks würden mich jetzt auch mal Beispiele interessieren. Für Nicht-Valve-Spiele, bei denen das ganz toll funktioniert mit dem Multiplayermodus.

    Die Steam Cloud, die Achievements, die Sammelkarten oder auch den Workshop unterstützen viele. Aber Multiplayer über Steam? Wo funktioniert das denn noch so reibungslos wie bei Valves eigenen Titeln, sprich L4D 1+2, TF2, Dota2…

    Beispiel: Torchlight 2 nutzt Cloud, Achievements, Sammelkarten und Workshop (für Mods). Für den Multiplayer gibt es trotzdem eine Eigenbau-Lösung von Runic. Warum? Weil TL2 auch DRM-frei zu bekommen ist. Die DRM-freie Version hat dann keine Cloud für die Savegames, keine Achievements und die Mods einzurichten, ist minimal komplizierter. Alles kein Ding. Den kompletten Multiplayer über Steam laufen zu lassen, hätte aber bedeutet, dass Steam für den Multiplayer Pflicht gewesen wäre. Offensichtlich wollte man das nicht.

    Auch wenn ich persönlich die Steam-Fassung habe, bin ich doch froh, die Wahl gehabt zu haben.

  25. Le Don - 20.11.2013 23:38

    Jetzt irritierst du mich schon, ob ich mit meinen Spielen nicht doch in der Unterzahl bin. Aber jedenfalls geht es bei Payday 1 und 2, Borderlands 2, Monaco, Natural Selection 2 und Nuclear Dawn und ich glaube auch Nosgoth, Killing Floor und Worms Reloaded. Darüber hinaus denke ich, dass auch bei den Capcom-Spielen wie RE6 und das nächste Street Fighter auch die entsprechend Funktionen vorhanden sind, wenn es bei den vorherigen Spielen nicht schon der Fall ist.

  26. Chris - 21.11.2013 11:06

    Okaaaay… die meisten davon hab ich nicht. Aber bei Borderlands 2 war die Aufregung im Vorfeld groß, dass Steam für das Spiel verpflichtend ist. Die beiden Paydays sind, glaub ich, auch nie außerhalb von Steam erschienen, oder? Das ist dann halt die Kehrseite der Medaille.

  27. Missingno. - 21.11.2013 12:07

    Es kann ja sein, dass die Einschränkung zur Nutzung der vollen Steam-Funktionen ist, dass das Spiel komplett an Steam gekoppelt sein muss. Aber das ist a) bei Xbox Live nicht anders und b) ging es ja um Steam als System im Vergleich mit Live. Dass es auf dem offenen PC auch noch andere Möglichkeiten gibt, sehe ich durchaus positiv.
    Und ich bin gerade am Überlegen, wann ich das letzte Mal ein Problem damit hatte, eine Multiplayer-Partie zu spielen. Das müsste mit der PS3 gewesen sein. LBP hat gar nicht geklappt und – jetzt will mir der Name von dem Rennspiel nicht einfallen – haben wir erst nach einer Patchorgie und mit herumtelefonieren hinbekommen. Auch mein einziges Erlebnis mit Xbox-Multiplayer war eher enttäuschend. Ich hatte mich auf eine Runde PGR3 verabredet, konnte dann aber nicht einfach über die Freundesliste joinen und habe auch das Spiel nicht gefunden (es wurden keine(!) verfügbaren Matches angezeigt; ich kann Matchmaking aber auch nicht ab). Mein Kumpel musste bei sich noch ein paar Ports am Router manuell öffnen und mich einladen, dann ging es irgendwie. (Und zum Einladen muss man bei Live ja auch quasi ins Dashboard und in einem Untermenüpunkt in einem Untermenü etwas anwählen.) Am PC kann ich mich zwar auch noch an die eine oder andere Kleinigkeit in jüngster Zeit erinnern (meistens die Windows-Firewall, die erst einmal blockiert), aber wirklich viel zu tun hatte ich dort noch nie. Ich glaube die größte Sache war damals mit C&C: Tiberian Sun unter Windows 2000 das IPX-Protokoll nachinstallieren zu müssen.

  28. Le Don - 23.11.2013 14:49

    Sorry, war die letzten Tage etwas indispuniert.

    @ Chris:

    Die beiden Paydays sind, glaub ich, auch nie außerhalb von Steam erschienen, oder?

    Meinst du auf dem PC? Da sind sie wirklich nur auf Steam erschienen, aber wie Missingno schon sagte, dass wäre bei den meisten anderen Plattformen auch nicht anders und ein entsprechender Account wäre auch Pflicht. Ansonsten gibt es die beiden Paydays auch für die PS3 und ich meine auch für die Xbox.

    Wobei Steam im Gegensatz zu anderen Plattformen noch relative ist und auch Spiele erlaubt, die kein Steamwork implementieren. Da mag man über die „Umständlichkeiten“ meckern, aber alternative müsste man wohl auf einige Titel dann ganz verzichten. Ich denke dabei an Hero Academy, welches eines der wenigen Non-Steamworks-MP-Spiele in meiner Steam-Sammlung ist. Das liegt aber auch eher daran, dass das Spiel ein iOS-/Androi-Port ist und entsprechende Anpassungen an bestimmte Systeme enorm wären. Das mag dann auch der Grund sein, warum dieses Spiel auch nicht auf PSN oder Xbox Live erschienen ist.

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