Wenn der letzte Vorhang fällt…

…und fällt und fällt und fällt und fällt und fällt und fällt und fällt und fällt und fällt.

Ich erinnere mich an eine Zeit, das ist bestimmt noch keine 10 Jahre her, da zündete ich mir nach besiegtem Endgegner, geretteter Prinzessin oder was auch immer eine Zigarette an, um den Lohn meiner Mühe in Form von Endsequenz und Abspann gebührend zu genießen.
Heute mache ich das immer noch. Ich zünde mir nach beendetem Spiel eine Siegeszigarette an. Und noch eine. Und noch eine. Dann hole ich den inzwischen gekochten Kaffee und die selbstgebackenen Plätzchen aus der Küche und zünde mir eine weitere Zigarette an. In der Zwischenzeit habe ich die Abspannmusik bis auf die letzte Note auswendiggelernt, weil sie sich mindestens fünf mal wiederholt hat, und meine Sehstärke hat ob der vielen endlos-scrollenden Namen um mindestens 1 Dioptrien abgenommen.

Ich will hier eigentlich nicht über meinen Tabakkonsum reden (Rauchen ist böse, Kinder! Böse, böse, böse…), aber die Zigarette passt halt so schön als Zeiteinheit. Und sie hilft mir, eine wirklich absurde Entwicklung der letzten Jahre aufzuzeigen: Die Abspänne von Spielen werden immer länger! Und ich meine nicht die belohnenden Endsequenzen, welche einem ja oft gar nicht lang genug sein können, sondern wirklich nur das Abrattern der Namen aller Beteiligten.
„Jaaaaaa“, wird jetzt manch Schlaumeier sagen, „die Spiele werden ja auch immer aufwendiger! Da sind ja auch wirklich immer mehr Leute an der Produktion beteiligt.“ OK, aber müssen diese Leute auch wirklich alle genannt werden? Und warum ist der gleiche Effekt bei Kinofilmen nicht zu beobachten, obwohl heute auch hier im Schnitt bestimmt wesentlich mehr Leute involviert sind als beispielsweise noch vor 50 Jahren? Allein die ganzen Leute, die heute bei den F/X-Firmen an den Rechnern sitzen und die ganzen CGI-Sachen basteln! Aber die werden im Regelfall mit der Nennung des Firmennamens im Abspann abgespeist. Wenn es hoch kommt, wird vielleicht noch der Chefanimateur genannt, aber das war es dann auch. Und wer bisher dachte, dass die zwei genannten Kameraleute im Abspann von Aliens wirklich den ganzen Film alleine heruntergekurbelt hätten, der ist auf dem Holzweg. Es werden halt nur die wichtigen Leute genannt, nicht wirklich ALLE. Und die Vorstellung,  in einem Filmabspann gar alle Anwesenden von Testvorführungen namentlich zu nennen, ist geradezu absurd.Bei Spielen taucht inzwischen aber tatsächlich jeder studentische Beta-Tester, jede Büroreinigungskraft und jeder Depp im Marketing auf. Was interessiert es mich, wer die Blättertextur des sechzehnten Laubbaumes im dritten Elfenwald hinter der Weggabelung, gleich neben der Brücke zu den Sieben Zwergen in Dwarf Hack 54 gebastelt hat?!?!
Und warum darf ich mir bei jedem Spiel des Publishers XY neben den Namen der eigentlichen Entwickler auch immer wieder alle Namen der Büro-Honks bei diesen Firmen durchlesen, obwohl die meisten mit diesem konkreten Spiel rein gar nichts zu tun hatten? Und als wäre das nicht genug, erfahre ich nicht nur, wer beispielsweise bei EA oder Ubisoft in der Chefetage sitzt. Nein! Ich kann mir auch gleich die Namen aller PR- und Vertriebspraktikanten in allen lokalen Zweigniederlassungen Europas anlesen. Cool! Wer gibt da noch unnötig Geld für Telefonbücher aus, wenn ihm langweilig ist…?
Wo soll das Ganze enden? Sehen wir als nächstes noch die Namen der Leute aus dem DVD-Presswerk über den Bildschirm rollen? Oder gar die der Käufer des letzten Teils der Serie? Immerhin werden die offiziellen Beta-Tester ja schon jetzt genannt…

Warum rege ich mich eigentlich auf? So wie die meisten Leute während des Abspanns schon den Kinosaal verlassen, so kann der Videospieler ja jederzeit das an ihm vorbeiscrollende Telefonbuch New Yorks per Tastendruck beenden. Aber mal abgesehen davon, dass ich immer ein klassischer Kinoabspannsitzenbleiber war und dies aus Gewohnheit auch bei Spielen nicht anders mache, gibt es da noch ein anderes kleines Problem:
Wie so viele andere Dinge auch, hat sich die Spielebranche schon vor einiger Zeit den Gag in Hollywood abgeschaut, nach dem Abspann noch etwas zu zeigen. Nicht besonders oft, aber es kommt vor. Und ich finde das meist recht amüsant. Auch bei Spielen.
Also kommt das Abbrechen für mich meist nicht in Frage. Und dann sitze ich da, rauche eine Schachtel nach der anderen weg und wundere mich jedes Mal über all die Namen…

Das jüngste Beispiel ist für mich Fallout 3 gewesen: Ganz tolles Spiel, keine Frage! Aber allein die Credits ohne Endsequenz dauern fast 20 Minuten. In diesen äußerst ereignislosen 20 Minuten lief das Titelthema etwa 8-10 Mal in der Endlosschleife. Und nach diesen nervtötenden 20 Minuten kam dann natürlich noch nicht einmal irgendein Schlussgag oder Nachschlag.
Mann, Mann, Mann. Was hätte ich in diesen 20 Minuten alles tun können?! Ich hätte die Wäsche aufhängen, Einkaufen gehen, eine halbe Kiste Bier trinken oder vielleicht sogar ein Mittel gegen Krebs entdecken können…!
Es gibt natürlich auch Gegenbeispiele, die aber nur die Regel bestätigen. So bin ich immer wieder beeindruckt, wie kurz die Credits bei Nintendos Eigenentwicklungen sind. In den Abspännen zu beispielsweise Zelda oder Mario Kart werden nur eine Handvoll Namen genannt. Nicht weil diese Spiele von nur 10 Leuten auf Shigeru Miyamotos Gästeklo programmiert werden, sondern weil konsequent nur die Verantwortlichen genannt werden. Aber wie gesagt, die Regel ist das nicht.

Jetzt stellt sich unweigerlich die Frage, warum ist das so? Warum werden die Abspänne von Spielen in den letzten Jahren immer länger und länger, wohingegen im Kino seit Jahrzehnten alles beim Alten bleibt?

Ich weiß es natürlich nicht, kann da also auch nur mutmaßen. Hier einige Erklärungsansätze:

Vielleicht geht es nur darum, die Spielzeit zu strecken. Gut, den Abspann kann man in der Regel nicht spielen, aber dennoch könnte ein übertrieben langer Abspann der Versuch sein, die mit dem Spiel verbrachte Zeit zu verlängern. Fallout 3 ist da wohl nicht gerade das richtige Beispiel, aber Crysis: Warhead hatte beispielsweise ein sehr bedenkliches Verhältnis von Spielzeit zu Abspanndauer: Ca. 5 Stunden Spielzeit stehen hier einem gigantischen Abspann von ebenfalls etwa 15-20 Minuten Dauer gegenüber…

Es wäre aber auch denkbar, dass man der Öffentlichkeit die Veränderungen bezüglich des Aufwands bei der Produktion von Videospielen nachdrücklich vor Augen führen will, um so auch den veränderten Stellenwert von Spielen zu unterstreichen „Schaut her! Vor 20 Jahren wurden die Spiele noch von 1-2 Leuten im Keller programmiert. Heute sind Hunderte damit beschäftigt, ein Multimillionen-Dollar-Produktions-Budget zu verpulvern!“
Könnte sein.

Da ich noch nie selbst an der Produktion eines Videospiels beteiligt war, habe ich keine Ahnung, wie hier die Verträge so aussehen. Es könnte ja sein, dass all die Beta-Tester, Hausmeister und PR-Idioten gar kein festes Gehalt bekommen und einzig für die vertraglich zugesicherte Namensnennung im Abspann arbeiten…?

Mein Favorit ist aber die folgende Erklärung:
Der Branche geht es einfach zu gut! Die sind vor lauter Expansion und Geldscheffelei in den letzten Jahren einfach übergeschnappt und zelebrieren in den endlos langen Credits eine Selbstbeweihräucherung, die einfach ekelerregend ist. Eine Art dekadente „Informatiker-Orgie“…

Was meint Ihr denn, woran es liegt?


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19 Kommentare

  1. Cody - 15.02.2009 14:16

    Ist mir auch schon aufgefallen…bei irgendeinem 360 Spiel hab ich aus Jux mal versucht mitzuzählen und kam am Ende auf weit über 500 Namen-da wurden sogar die einzelnen Musiker des Soundtrack Orchesters aufgezählt. Ich vermute dahinter eine Mischung aus Deiner letzten Erklärung und irgendwelcher „vertraglicher“ bzw. „präventiver“ Massnahmen. In der heutigen, klagewütigen Zeit MUß man evtl. all die „Sponsoren“ und „Kaffeholer“ nennen damit nicht irgendein Hansel auf die Idee kommt den Publisher auf 20Mio $ zu verklagen?

  2. Policenaut - 15.02.2009 14:44

    Hmm, mein letztes Abspannereignis war Resistance 2 auf der PS3. Geschlagene 30-35 Minuten wurde da jeder noch so kleine Praktikant runtergeleiert… Das ganze gipfelte dann an Danksagungen für den Cateringservice, der die Entwickler während der Produktionsphase genährt hat bis hin zu den MODERATOREN DES OFFIZIELLEN RS2-FORUMS!!!!!!!!!!!! GEHTS NOCH? Zumindest wird man dann mit einem Statusscreen belohnt und bekommt auch noh den Hinweis was man nun alles freigeschaltet hat, aber trotzdem, irgendwann muss auch mal Schluß mit der ganzen Arschkriecherei bei 1000 Firmen sein…

    Und meine Theorie? Damit solche unwichtigen Pappnasen auch mal ihre 15 Minuten „Ruhm“ haben werden sie halt in die Endcredits geklatscht. Wems gefällt? Mir nicht!

  3. Ranor - 15.02.2009 15:53

    Und warum ist der gleiche Effekt bei Kinofilmen nicht zu beobachten, obwohl heute auch hier im Schnitt bestimmt wesentlich mehr Leute involviert sind als Beispielsweise noch vor 50 Jahren? Allein die ganzen Leute, die heute bei den F/X-Firmen an den Rechnern sitzen und die ganzen CGI-Sachen basteln! Aber die werden im Regelfall mit der Nennung des Firmennamens im Abspann abgespeist. Wenn es hoch kommt, wird vielleicht noch der Chefanimateur genannt, aber das war es dann auch. Und wer bisher dachte, dass die 2 genannten Kameraleute im Abspann von Aliens wirklich den ganzen Film alleine heruntergekurbelt hätten, der ist auf dem Holzweg.

    Dann hast du dir aber schon lange keinen Abspann eines aktuellen Films mehr angeschaut. Da wird jede Person aufgeführt, vom Hauptdarsteller bis zum Catering.

  4. Christian - 15.02.2009 23:06

    Hallo? Bei Filmen dauert ein Abspann seit jeher durchschnittlich 2-5 Songs aus dem überteuert verkauften Soundtrack!
    Wir bekommen es nur nicht so mit, weil wir meist schon aus dem Saal gestürmt sind, bevor der erste Nebendarsteller ins Bild scrollt. Und im Fernsehen nutzt man die Zeit lieber für zwei komplette Werbeblöcke mit grenzdebilen Klingelton-Angeboten.

    Aber stimmt schon: beim letzten Prince of Persia war wirklich gefühlt jeder zweite Ubisoft-Mitarbeiter aufgeführt, inklusive jedem PR-Praktikanten und sämtlichen Synchronsprechern aller 49 (vielleicht auch nur 7 oder so) synchronisierter Sprachen. Nur die deutschen Hauptdarsteller hat man dabei wohl irgendwie vergessen. Beim nächsten PoP werden vermutlich tatsächlich noch zu jedem Beteiligten mindestens die nächstgelegenen 5 Zweige seines Familienstammbaums mitaufgeführt.

    Achso, um nochmal zum Film zurückzukommen: früher waren die Abspänne kürzer, ja. Das lag aber auch daran, dass die meisten Verantworlichen bereits im Vorspann genannt wurden. Der dauerte dann auch entsprechend lange. Man nehme nur den ersten Superman: die erste wirkliche Filmszene bekommt man da ja erst nach gut 10 Minuten zu sehen, weil der Vorspann ein solches Namensfeuerwerk abfackelt.

  5. fossey - 15.02.2009 23:13

    „So wie die meisten Leute während des Abspanns schon den Kinosaal verlassen, so kann der Videospieler ja jederzeit das an ihm vorbeiscrollende Telefonbuch New Yorks per Tastendruck beenden.“

    Manche lassen sich leider nichtmal beenden :(

    Aber ansonsten geht es mir genauso, in Kinosälen werde ich ja noch ab und zu von Freunden/Freundin aus dem Saal getreten aber zuhause vor dem Monitor sehe ich mir jeden Abspann an.
    Und ja, ich sähe es als Verpflichtung der Entwickler an, am Ende des Abspannes noch irgendein special, sei es ein gag oder vma ein cheat code oder was weiß ich, zu bringen.

  6. SpielerZwei - 16.02.2009 16:53

    @ Ranor und Christian:
    Nennt mir mal bitte einige Filme, deren Credits länger als 15 Minuten sind. Das mag es vielleicht in ganz wenigen Ausnahmefällen geben, aber selbst dann werden unter Garantie nicht alle Sesselpupser des verantwortlichen Studios oder die Gesellen des Set-Zimmermanns gelistet.
    Und das Argument mit den 5 Songs im Abspann ist auch ein gefühltes, kein genau gestopptes. Bei vielen Filmen laufen nämlich tatsächlich diverse Songs im Abspann, aber dann sind es oft geküzte Versionen von ohnehin nur 3 bis 4-Minuten-Radio-Edits. Da kommst man dann auch nicht auf 20 oder mehr Minuten!
    Und die Frage, wann ich das letzte Mal einen Kinofilm bis zum Ende des Abspanns gesehen habe, erübrigt sich auch, wenn man den ganzen Artikel aufmerksam gelesen hat: Ich bleibe in der Regel immer bis zum Ende der Credits im Saal bzw. auf der Couch sitzen. Und gerade bei DVDs sieht man immer ganz genau, wie lang der Abspann wirklich ist: Meist nicht mehr als 10-15 Minuten!
    Ich schreibe nicht einfach aus dem Bauch heraus, sondern recherchiere den ganzen Scheiß auch immer vorher. Ich verstehe, dass man aufgrund meines Schreibstils (viel Polemik und auflockernde Übertreibung) vielleicht denken kann, ich labere einfach nur so herum, aber tatsächlich bin ich immer bemüht, die Fakten vorher zu eruieren. Believe it or not… ;-)

  7. king_erni - 16.02.2009 21:01

    @ SpielerZwei: Schlecht geschlafen? In den meisten Filmabspännen werden Fahrer, Setrunner, Produktionspraktikanten, Kamerapraktikanten, alle Assistenten und Zuarbeiter der jeweiligen Departments, das Catering etc. pp. genannt. Einfach aus Dankbarkeit an der Mitarbeit während einer meist stressigen Produktion. Ich finde das in Ordnung so, du musst es dir ja nicht zwangsweise anschauen. Also ruhig Blut.

  8. Nille - 17.02.2009 10:57

    „Skycaptain and the World of Tomorrow“ hatten einen ziemlich langen Abspann, aber da waren auch alle Animationsstudios der freien Welt dran beteiligt.
    Im Allgemeinen mag ich Abspänne in Spielen. Super Sache, wenn man nicht sofort wieder auf den Desktop geworfen wird und hastig den Browser (oder das nächste Game) anwirft. Allerdings sollte das Maß der einen Zigarette auch nicht überschritten werden, meistens muß man ja auch nicht soo viel über das Erlebte nachdenken. ;)
    Wenn es so wie in Doom 3 läuft, höre ich mir auch gern noch einmal ein Stück vom Soundtrack an. Nur warum muß der Abspann immer vor einer schwarzen Wand ablaufen, warum nicht so wie der Half-Life-Vorspann?

  9. Kreon - 17.02.2009 13:26

    HL2 hatte wenigstens Lamar :D

  10. Kreon - 17.02.2009 13:42

    Argh, sorry wollte Enter drücken aber hab auf Kommentar hinzufügen geklickt :'(

    Was ich noch anfügen wollte:
    Btw. gibt es bei Valve keine „Gruppen in der Liste“, da wird jeder Mitarbeiter ohne Titel genannt.

    Ansonsten ist auch das Crytek-Video gemein, weil es nach einiger Zeit anfängt sich zu wiederholen und das bekommt man garnicht so recht mit wenn es schlimm wird.
    Übrigends wird es sehr wahrscheinlich sein, das die 2 genannten Kameramänner wirklich alleine (aber eventuell mit 1-2 Kameraassistenten) Aliens abgedreht haben. In den meisten Szenen ist Sigourney Weaver ja auch zu sehen, da haben die ja auch keine 2 Sigourneys rumstehen.

  11. ness - 17.02.2009 15:29

    Btw. gibt es bei Valve keine „Gruppen in der Liste“, da wird jeder Mitarbeiter ohne Titel genannt.

    Ist es bei Valve nicht eh so, dass es keine richtig festen Posten gibt? Meine mal gelesen zu haben, dass die verschiedensten Positionen bei fast jedem Projekt mal jemand anderes übernimmt.

  12. SpielerZwei - 17.02.2009 15:34

    @king_erni:
    Schlecht geschlafen? Gegenfrage: Lesen sich meine Kommentare wirklich so knurrig? Sind nämlich meistens gar nicht so gemeint. ;)
    Aber ich werde doch wohl noch antworten dürfen, wenn man versucht, meine (recherchierten) Aussagen mit irgendeinem Unsinn zu wiederlegen, oder?

    @Nille:
    Endlich nennt mal jemand ein konkretes Beispiel!
    Die Credits von Sky Captain sind exakt 9:58 min lang. Hab’s gerade noch mal auf der DVD überprüft. War also kein gutes Gegenbeispiel…

    Ich kann’s nur noch mal sagen: Die gefühlte Dauer zählt in dieser Diskussion nicht. ;D

    Ich finde es aber immer wieder interessant, wie viele Leute einfach mal irgendwas behaupten, nur um meinen Aussagen widersprechen zu können. Das ist auch eines dieser „Internet-Dinge“, an die ich mich nie gewöhnen werde…

  13. Stefanie - 18.02.2009 13:51

    Also, der Abspann von Left4Dead ist ja auch nicht kurz, aber lustig. Es werden ja Statistiken aus dem Spiel aufgezählt, die auch noch einen Unterhaltungswert haben. Keine realen Personen. So macht ein Abspann Spass.

    Oder der Abspann bei Portal, mit dem wunderschönen Lied.

    Wenn ein Abspann gut gemacht ist, darf er gerne auch etwas länger sein. Wenn wirklich nur Namen aufgezählt werden, sollte es schon eine Belohnung „nach dem Abspann“ geben…

    Wir sollten/ Ihr solltet mal einen GUIDE für einen guten Abspann schreiben ;) Aber vorher gründlich in die Analyse gehen, damit auch SpielerZwei die Aussagen überprüfen kann ;) (finde ich aber auch so; man sollte schon die Grundlagen des wissenschaftlichen Argumentierens kennen)

  14. Nille - 18.02.2009 18:33

    Ich denke nicht, daß sich ein Guide für innovative Credits schreiben läßt, der auf alle möglichen Spiele anwendbar wäre.
    Aber das Beispiel „Portal“ war doch schon ein guter Hinweis, in welche Richtung es gehen könnte.
    Der wahre Abspann von „Left 4 Dead“ ist ja langweilig wie eh und je, gut ist nur, daß er optional ist.
    Und ich bin ganz froh, daß ich hier nicht wissenschaftlich argumentieren muß und einfach mal etwas behaupten und über die Strenge schlagen kann, andernfalls wäre diese Veranstaltung hier doch stinklangweilig.

  15. Basileus - 18.02.2009 19:26

    Hey, kein Abschlussgag bei Fallout 3? Danke für die Info, dann muss ich mir das ja nicht antun…

  16. m.a. - 20.02.2009 12:23

    Der Grund dürfte der selbe sein wie früher in Rollenspielbüchern – Motivation ohne Geld. Man will, dass die Leute extra viele Stunden arbeiten, will ihnen aber nicht mehr bezahlen, also verspricht man ihnen die Welt und eine sogenannte „byline“, wo ihr Name prangt. Prinzipiell das selbe wie virtueller Schwanzvergleich.

  17. Enk - 25.02.2009 16:53

    Ich vermute mal, du rauchst einfach schneller als früher. Liegt wohl am Nichtraucherschutzgesetz und den hastig vor der Bürotür zu konsumierenden Zigaretten…

  18. Daniel - 27.02.2009 13:16

    Der Abspann von HotD:Overkill dauert übrigens nur 3 Minuten. Obwohl auch hier alle Sega Außenstellen aufgeführt werden. Dafür läuft die Schrift aber auch extrem schnell durch.

  19. SpielerZwei - 27.02.2009 14:35

    Zum Einen läuft sie wirklich schnell durch, wie man das meist von TV-Serien kennt, und zum Anderen ist Overkill ja auch ein prima Beispiel für ein cooles Spiel, bei dem eben nicht hunderte von Leuten Millionen von Dollars verballern mussten, um zu einem guten Ergebnis zu kommen.
    Es ist ja genau diese verschwenderische Gigantomanie, die viele Mainstreamprojekte in den letzten Jahren auszeichnet und die dazu geführt hat, dass einige Titel erst ab weit über einer Million verkaufter Einheiten in die schwarzen Zahlen kommen. Die Frage ist, ob das wirklich nötig ist, um ein gutes Spiel zu produzieren…

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